Die Modeindustrie stellt heutzutage in kürzester Zeit kostengünstige Massenartikel her. Das funktioniert nur auf Kosten der Umwelt sowie der Produktionsbedingungen. Die Folgen sind Übernutzung der natürlichen Ressourcen, Niedriglöhne und Ausbeutung der Angestellten in Entwicklungsländern.
Wie Felix Kompenhans verdeutlicht, nimmt ethische Kleidung in der Modebranche noch immer nur eine Marktnische ein. Dabei gibt es inzwischen zahlreiche Möglichkeiten, um sich als Käufer über die Produktionsbedingungen eines Kleidungsstücks zu informieren.
Welchen Stellenwert nehmen ethische Produktinformationen im Rahmen der Kaufentscheidung ein? Welche weiteren Einflussfaktoren sind von Bedeutung? Kompenhans erklärt, warum so wenige Menschen ethische Kleidung kaufen und wie man die größten Hindernisse aus dem Weg räumen kann.
Aus dem Inhalt:
- Consumer Social Responsibility;
- Corporate Social Responsibility;
- Fairtrade;
- Fair Wear Foundation;
- World Fair Trade Organization;
- Textilindustrie
Inhaltsverzeichnis
- Problemstellung
- Definitorische Grundlagen
- Begriffsbestimmung ethischer Produktinformationen
- Informationsökonomische Eigenschaftstypologie
- Die Rolle der Bereitstellung ethischer Produktinformationen
- Das Total Ethical Fashion Quality Model
- Umfang und Auswirkungen ethischer Produktinformationen auf die Kaufentscheidung
- Label und Prüfzeichen als Träger der Information
- Klassifizierung und Charakteristika der Informationen
- Gegenüberstellung von positiv und negativ wahrgenommenen Informationen
- Implikationen für Händler und Hersteller
- Fazit und Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Studie befasst sich mit dem Einfluss von ethischen Produktinformationen auf das Kaufverhalten im Bereich fairer Mode. Sie analysiert die Rolle und Bedeutung dieser Informationen für die Kaufentscheidung und untersucht die Implikationen für Händler und Hersteller. Ziel ist es, die Faktoren zu identifizieren, die die Akzeptanz und den Einfluss von ethischen Produktinformationen auf die Kaufentscheidung beeinflussen.
- Definition und Abgrenzung ethischer Produktinformationen
- Informationsökonomische Analyse der Bereitstellung ethischer Produktinformationen
- Das Total Ethical Fashion Quality Model (TEFQM) als Rahmenmodell für die Analyse
- Empirische Untersuchung des Einflusses ethischer Produktinformationen auf die Kaufentscheidung
- Implikationen für Händler und Hersteller zur Optimierung der Kommunikation von ethischen Produktinformationen
Zusammenfassung der Kapitel
- Problemstellung: Das Kapitel stellt die Forschungsfrage und das zentrale Problem der Studie dar: Warum verkaufen sich fair produzierte Produkte schlechter als konventionelle Produkte? Es wird die Bedeutung von ethischen Produktinformationen für die Kaufentscheidung beleuchtet und die Relevanz der Thematik im Kontext der wachsenden Nachfrage nach nachhaltigen Produkten und Konsumformen aufgezeigt.
- Definitorische Grundlagen: In diesem Kapitel wird der Begriff der ethischen Produktinformationen definiert und in den Kontext der Informationsökonomie eingebettet. Es werden die verschiedenen Dimensionen von ethischen Produktinformationen analysiert und ihre Bedeutung für die Kaufentscheidung erörtert.
- Das Total Ethical Fashion Quality Model (TEFQM): Dieses Kapitel stellt das TEFQM als ein Rahmenmodell für die Analyse der Auswirkungen ethischer Produktinformationen auf die Kaufentscheidung vor. Es werden die wichtigsten Dimensionen des Modells dargestellt und ihre Relevanz für die Untersuchung der Kaufentscheidung im Kontext von fairer Mode erläutert.
- Umfang und Auswirkungen ethischer Produktinformationen auf die Kaufentscheidung: Dieses Kapitel widmet sich der empirischen Untersuchung des Einflusses ethischer Produktinformationen auf die Kaufentscheidung. Es werden die verschiedenen Arten von ethischen Informationen und ihre Bedeutung für die Kaufentscheidung analysiert. Zudem wird die Rolle von Label und Prüfzeichen als Träger der Information untersucht.
Schlüsselwörter
Ethische Produktinformationen, fairer Handel, Nachhaltigkeit, Kaufverhalten, Konsument, Mode, TEFQM, Label, Prüfzeichen, Informationsökonomie, Produktqualität, Wertschöpfungskette.
Häufig gestellte Fragen
Warum verkauft sich faire Mode oft schlechter als konventionelle Kleidung?
Gründe sind oft höhere Preise, mangelnde Transparenz, geringere Verfügbarkeit und die Tatsache, dass ethische Informationen bei der schnellen Kaufentscheidung oft hinter Design und Preis zurückstehen.
Was ist das Total Ethical Fashion Quality Model (TEFQM)?
Es ist ein Analysemodell, das untersucht, wie ethische Qualitätsparameter (z. B. Arbeitsbedingungen, Umweltstandards) die Wahrnehmung und Kaufentscheidung der Konsumenten beeinflussen.
Welche Bedeutung haben Label und Prüfzeichen?
Label (wie Fairtrade oder Fair Wear Foundation) dienen als Informationsträger, die Vertrauen schaffen sollen, indem sie komplexe Produktionsbedingungen in einfache Symbole übersetzen.
Was versteht man unter Consumer Social Responsibility?
Es bezeichnet die Verantwortung der Verbraucher, durch ihre Kaufentscheidungen ethische und nachhaltige Produktionsstandards zu unterstützen.
Wie können Händler den Verkauf fairer Mode fördern?
Durch die Optimierung ethischer Produktinformationen am Point of Sale, die Nutzung glaubwürdiger Zertifikate und eine transparente Kommunikation der Wertschöpfungskette.
- Citation du texte
- Felix Kompenhans (Auteur), 2019, Warum verkauft sich faire Mode schlechter? Der Einfluss ethischer Produktinformationen auf das Kaufverhalten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/459595