Diese Arbeit ist ein Abstract zu Stefan Hulfelds Text „Schauen und Zeigen zwischen Alltag und Theater" aus dem Jahr 2000 im Rahmen seiner Dissertation.
Inhaltsverzeichnis
- Schauen und Zeigen zwischen Alltag und Theater
- Zur Kontextualisierung der Begriffe Theater und Comoedie
- Engerlings-Bekämpfung in der Landwirtschaft und der Magnusstab-Ritus
- Alltägliches versus Theatrales
- Theatralitätskriterien: Objekt, Wahrnehmung, Interpretationshorizont, Gemeinschaft
- Ritual als Translation des Unmittelbaren in den Schauwert
- Trinken auf dem Marktplatz: Von der Alltagsszene zur Strafaktion
- Theatralitätskriterien: Hervorhebung, funktionsteilige Gemeinschaft, Interpretationshorizont
- Definitionen und Bedingungen für eine theatrale Interaktion
- Vier Theatralitätskonzepte: Lebenstheater, Theaterspiel, Nicht-Theater, Kunsttheater
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
In diesem Teil seiner Dissertation analysiert Stefan Hulfeld die Grenze zwischen Theatralem und Alltäglichem anhand von Solothurner Ratsprotokollen des 18. Jahrhunderts. Hulfeld verfolgt die Zielsetzung, die im Alltag stattfindenden theatralen Momente aufzuzeigen und die Entwicklung des Theaterbegriffs im Laufe der Zeit zu beleuchten.
- Die Interdependenz zwischen Alltag und Theater
- Die Entwicklung des Theaterbegriffs im 18. Jahrhundert
- Die Bedeutung ritueller Handlungen und ihrer theatralen Elemente
- Die Rolle der Macht und sozialer Normen im theatralen Handeln
- Die Definition von Theatralität und ihre verschiedenen Konzepte
Zusammenfassung der Kapitel
- In einem ersten Schritt stellt Hulfeld die Bedeutung von „Theater“ und „Comoedie“ im 18. Jahrhundert dar, um so den damaligen Kontext zu beleuchten und die im Folgenden dargestellten Ereignisse besser einordnen zu können.
- Am Beispiel der Engerlings-Bekämpfung in der Landwirtschaft wird die Grenze zwischen Alltäglichem und Theatralem anhand des Magnusstab-Ritus diskutiert. Dabei werden Kriterien für die Definition von Theatralität wie Objekt, Wahrnehmung, Interpretationshorizont und Gemeinschaft herausgearbeitet.
- Das zweite Beispiel, „Trinken auf dem Marktplatz“, verdeutlicht die theatralen Elemente, die in alltäglichen Handlungen auftreten können. Hulfeld analysiert die Strafaktion gegen Studenten, die auf dem Marktplatz trinken, und zeigt, wie diese Handlung eine inszenierte Form von Theatralität darstellt.
Schlüsselwörter
Die zentralen Schlüsselwörter dieses Textes sind Theater, Theatralität, Alltag, Ritus, Comoedie, Magnusstab-Ritus, Engerlings-Bekämpfung, Trinken auf dem Marktplatz, Lebenstheater, Theaterspiel, Nicht-Theater, Kunsttheater, Schauereignisse, Machtverhältnisse, soziale Normen, Abgrenzungen, Krisenbewältigung, Interaktionsprinzipien, Lachen, Spiel, Parodie, Authentizität, Gegenwärtigkeit, Theatralitätskonzepte.
Häufig gestellte Fragen
Wo liegt die Grenze zwischen Alltäglichem und Theatralem?
Stefan Hulfeld analysiert, dass Handlungen im Alltag dann theatral werden, wenn sie durch bestimmte Kriterien wie Objektivierung, Wahrnehmung durch eine Gemeinschaft und einen spezifischen Interpretationshorizont hervorgehoben werden.
Was ist der „Magnusstab-Ritus“?
Es handelt sich um ein historisches Beispiel zur Engerlings-Bekämpfung. Hulfeld nutzt diesen Ritus, um zu zeigen, wie rituelle Handlungen das Unmittelbare in einen Schauwert übersetzen und somit theatrale Elemente enthalten.
Welche Rolle spielt Macht im theatralen Handeln?
Anhand von Beispielen wie Strafaktionen auf dem Marktplatz zeigt Hulfeld, dass theatrale Inszenierungen oft dazu dienen, Machtverhältnisse zu demonstrieren und soziale Normen öffentlich zu bekräftigen.
Welche vier Theatralitätskonzepte unterscheidet Hulfeld?
Er unterscheidet zwischen Lebenstheater, Theaterspiel, Nicht-Theater und Kunsttheater, um die verschiedenen Ebenen theatraler Interaktion zu definieren.
Wie hat sich der Theaterbegriff im 18. Jahrhundert verändert?
Der Begriff wandelte sich von einer breiten Bezeichnung für Schauereignisse und rituelles Zeigen hin zu einem spezialisierten Begriff für die Kunstform des Schauspiels (Comoedie).
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- Anonym (Author), 2012, Abstract zu Stefan Hulfelds Text "Schauen und Zeigen zwischen Alltag und Theater", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/456567