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Das Konzept der Sozialpathologie bei Emile Durkheim und Erich Fromm

Titre: Das Konzept der Sozialpathologie bei Emile Durkheim und Erich Fromm

Thèse de Bachelor , 2016 , 41 Pages

Autor:in: Anonym (Auteur)

Philosophie - Divers
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Die folgende Arbeit hat das Ziel, zwei Konzepte der Sozialpathologie zu vergleichen. Zum einen thematisiert sie das Pathologiemodell Emile Durkheims. Durkheim gilt als „Klassiker“ der Soziologie, der eine maßgebliche Rolle bei der Konstituierung der Soziologie als eigenständige wissenschaftliche Disziplin spielte.

Bekannt wurde er vor allem durch seine Analyse des sozialen Zusammenhalts in ausdifferenzierten Gesellschaften der Industrialisierung in „Über die soziale Arbeitsteilung. Studie über die Organisation höherer Gesellschaften“ aus dem Jahr 1893 und seinem Werk „Regeln der soziologischen Methode“ aus dem Jahr 1895, in dem er neue Maßstäbe für die wissenschaftliche Arbeit der Soziologie setzte. Dabei blieb sein Pathologiemodell innerhalb der breiten wissenschaftlichen Rezeption seines Schaffens eher im Hintergrund. Das zweite Modell ist das des Psychoanalytikers und Soziologen Erich Fromm. Als frühes Mitglied der sogenannten „Frankfurter Schule“ hatte er einen nicht zu unterschätzenden Einfluss für das damals junge Institut für
Sozialforschung, vor allem für das bekannte Modell des „autoritären Charakters“ leistete er theoretische Vorarbeit.

Nach der Trennung vom Institut setzte Fromm seine Arbeit eigenständig fort. Sein Schaffen blieb und bleibt jedoch immer noch,
zumindest in Deutschland, im Schatten der Arbeit der Frankfurter Schule um Max Horkheimer und Theodor W. Adorno.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Einführung und Aufbau der Arbeit

1.2 Was bedeutet Sozialpathologie?

2 Emile Durkheims Pathologiekonzept

2.1 Grundzüge Durkheims soziologischer Methodologie

2.2 Der Normalitäts- oder Durchschnittstypus

3 Erich Fromms Pathologiekonzept

3.1 Die seelischen Grundbedürfnisse des Menschen

3.2 Der Gesellschaftscharakter, seelische Gesundheit und Sozialpathologie

4 Vergleich und Evaluation

4.1 Holismus vs. Anthropologie

4.2 Naturalismus vs. Normativismus

4.3 Relativismus vs. normativer Humanismus

4.4 Soziale Tatsachen und Gesellschaftscharakter

4.5 Die Pathologiekonzepte am Beispiel des modernen Phänomens der steigenden Anzahl psychisch Erkrankter

4.6 Eine kritische Betrachtung der Pathologiekonzepte

5 Schluss

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Bachelorarbeit hat das Ziel, die sozialpathologischen Konzepte von Emile Durkheim und Erich Fromm vergleichend zu analysieren und deren Erklärungskraft für moderne soziale Missstände zu evaluieren, wobei insbesondere das Phänomen der steigenden Anzahl psychisch Erkrankter untersucht wird.

  • Vergleich der Pathologiemodelle von Emile Durkheim und Erich Fromm
  • Analyse soziologischer und sozialpsychologischer Diagnosen sozialer Missstände
  • Untersuchung des Konzepts der "Pathologie des Sozialen"
  • Evaluation der Konzepte anhand aktueller Daten zur psychischen Gesundheit
  • Kritische Reflexion der Stärken und Schwächen beider theoretischer Ansätze

Auszug aus dem Buch

3.1 Die seelischen Grundbedürfnisse des Menschen

Für Erich Fromm besteht ein fundamentaler und existentieller Unterschied zwischen Tier und Mensch. Dadurch, dass das Verhalten des Tieres vollkommen durch Instinkte determiniert sei, lebe es in einer Harmonie mit der Natur. Damit sei nicht gemeint, dass keine bedrohlichen Situationen für das Tier existieren, sondern dass ihm von Natur aus Bewältigungsstrategien verliehen seien, die ihm ohne große Schwierigkeiten ermöglichen, sein Leben unter die für eine Spezies spezifischen Lebensbedingungen zu führen. Im Gegensatz dazu charakterisiere den Menschen die auf ein Minimum reduzierte Verhaltensdeterminierung durch Instinkte und die damit verbundenen Fähigkeiten des Selbstbewusstseins, Vorstellungsvermögens und der Vernunft. Das mache ihn zu einem ambivalenten Wesen: Zum einen sei der Mensch ein Teil der Natur, weil er immer noch Naturgesetzen unterliege, zum anderen übersteige er sie, weil sein Verhalten nicht mehr fremdbestimmt sei und sich seine Lebensbedingungen selber herstellen müsse.

Die Folge für den Menschen sei, dass die Befriedigung der aus dem Tierreich geerbten körperlichen Bedürfnisse (Hunger, Schlaf, Sexualität) nicht mehr ausreiche, um Glück und Gesundheit zu gewährleisten. Das zeige sich zum Beispiel daran, dass der Mensch das einzige Lebewesen sei, dass Langeweile empfinden könne. Vielmehr sei er darauf angewiesen, eine Antwort auf seine ambivalente Situation zu finden, die in den Bedingungen seiner Existenz selbst wurzeln.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die historische und theoretische Relevanz der Sozialphilosophie und den Begriff der "Pathologie des Sozialen" ein, um das Ziel der Arbeit, den Vergleich der Konzepte von Durkheim und Fromm, zu begründen.

2 Emile Durkheims Pathologiekonzept: Dieses Kapitel erläutert Durkheims soziologische Methodologie, insbesondere die Betrachtung sozialer Tatsachen als Dinge sowie seinen "Normalitäts- oder Durchschnittstypus" als Diagnoseinstrument.

3 Erich Fromms Pathologiekonzept: Das Kapitel skizziert Fromms sozialpsychologischen Ansatz, der die seelischen Grundbedürfnisse des Menschen und deren Befriedigung im Kontext des Gesellschaftscharakters in den Fokus rückt.

4 Vergleich und Evaluation: Hier werden die Konzepte hinsichtlich ihrer erkenntnistheoretischen Grundlagen verglichen und auf das moderne Phänomen der steigenden Anzahl psychisch Erkrankter angewendet.

5 Schluss: Das Schlusskapitel resümiert die Ergebnisse, bewertet die Erklärungskraft beider Ansätze für moderne soziale Missstände und gibt einen Ausblick auf künftige Forschungsmöglichkeiten.

Schlüsselwörter

Sozialpathologie, Emile Durkheim, Erich Fromm, Soziale Tatsachen, Gesellschaftscharakter, Normalitätsbegriff, Psychische Gesundheit, Kapitalismus, Entfremdung, Soziologie, Sozialpsychologie, Pathologie des Sozialen, Normativismus, Naturalismus, Individualität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht und vergleicht die Konzepte der Sozialpathologie von Emile Durkheim und Erich Fromm, um deren Eignung zur Analyse moderner gesellschaftlicher Missstände zu prüfen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die soziologische Methodik Durkheims, die sozialpsychologische Theorie Fromms zu seelischen Grundbedürfnissen sowie die kritische Gegenüberstellung von Naturalismus und Normativismus in der Sozialphilosophie.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Hauptziel ist es, herauszufinden, ob und inwieweit die Pathologiekonzepte von Durkheim und Fromm trotz ihrer unterschiedlichen Ansätze zur Erklärung aktueller sozialer Probleme, wie der psychischen Belastung in modernen Gesellschaften, beitragen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative Analyse, wobei sie theoretische Grundannahmen der Autoren zusammenführt und diese beispielhaft anhand statistischer Daten (Krankenhausentlassungen) auf das moderne Phänomen der psychischen Erkrankungen anwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung von Durkheims Durchschnittstypus, Fromms Theorie des Gesellschaftscharakters sowie einen umfangreichen Vergleichsteil, der die theoretischen Differenzen und Anknüpfungspunkte (z.B. Holismus vs. Anthropologie) detailliert beleuchtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Sozialpathologie, Gesellschaftscharakter, soziale Tatsachen, Entfremdung und psychische Gesundheit charakterisiert.

Inwiefern unterscheidet sich Durkheims Sicht auf die Gesellschaft von der Fromms?

Durkheim verfolgt einen holistischen Ansatz, bei dem die Gesellschaft als Organismus pathologisiert wird, während Fromm eine mikrosoziologische Perspektive einnimmt, die das Individuum und dessen psychische Erfüllung ins Zentrum stellt.

Welche Bedeutung hat der Begriff "Marketing-Charakter" bei Fromm?

Der Marketing-Charakter beschreibt einen im Kapitalismus verwurzelten Persönlichkeitstyp, der sich wie eine Ware am Markt verkauft, wodurch echte Individualität verloren geht und eine Anpassung an äußere Erwartungen sowie Narzissmus gefördert werden.

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Résumé des informations

Titre
Das Konzept der Sozialpathologie bei Emile Durkheim und Erich Fromm
Université
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2016
Pages
41
N° de catalogue
V455187
ISBN (ebook)
9783668867956
ISBN (Livre)
9783668867963
Langue
allemand
mots-clé
konzept sozialpathologie emile durkheim erich fromm
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anonym (Auteur), 2016, Das Konzept der Sozialpathologie bei Emile Durkheim und Erich Fromm, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/455187
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