Ausgehend vom nach wie vor hohen Stellenwert des Lesens in der Gesellschaft und der starken Korrelation von Lesen und Bildung beschäftigt sich diese Arbeit insbesondere mit den in der Freizeit verorteten Lesegewohnheiten 6-13 Jähriger im deutschsprachigen Raum.
Um Aufschluss über den Wandel des Leseverhaltens und mögliche Gründe dafür zu generieren, werden Daten zu dieser Thematik aus Studien der 1980er und 2010er Jahre zusammengetragen, analysiert und verglichen. So soll es möglich sein, einen Generationenvergleich zu ziehen, der einerseits Einsicht zu den Gemeinsamkeiten und Unterschieden im Leseverhalten gewährt, andererseits aber auch Faktoren, die das Leseverhalten maßgeblich beeinflussen, herausfiltert und vergleichend beschreibt.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Lesen in der Kindheit
- Begriffsdefinitionen
- Lesen
- Außerschulisches Lesen
- Kinder- und Jugendliteratur
- Außerschulisches Lesen als Bildungsfaktor
- Kurzer Einblick in die Geschichte der Kinder- und Jugendliteratur
- Begriffsdefinitionen
- Theoretische Fundierung
- Das Habituskonzept nach Bourdieu
- Die Kapitalien nach Bourdieu
- Das Modell der Klassenlage nach Bourdieu
- 1980-1989
- Kindliche Lebenswelten - Ein Rückblick
- Studienergebnisse zum kindlichen Leseverhalten in den 1980ern
- 2010-2017
- Kindliche Lebenswelten in diesem Jahrzehnt
- Studienergebnisse zum kindlichen Leseverhalten in den 2010ern
- Gegenüberstellung 1980er und 2010er
- Gemeinsamkeiten
- Unterschiede
- Beantwortung der Forschungsfrage
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit befasst sich mit dem Wandel des außerschulischen Leseverhaltens von 6-13 Jährigen im deutschsprachigen Raum zwischen den 1980er und 2010er Jahren. Sie analysiert Studien aus beiden Jahrzehnten, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Leseverhalten zu beleuchten und Faktoren zu identifizieren, die das Leseverhalten beeinflussen. Das Ziel ist es, einen Generationenvergleich zu ermöglichen und Einblicke in die Lesesozialisation und Lesegenese von Kindern in beiden Epochen zu gewinnen.
- Der Wandel des außerschulischen Leseverhaltens von Kindern im deutschsprachigen Raum
- Einflussfaktoren auf das Leseverhalten von Kindern in den 1980er und 2010er Jahren
- Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Leseverhalten verschiedener Generationen
- Die Rolle des außerschulischen Lesens als Bildungsfaktor
- Soziokulturelle Einflüsse auf die Lesesozialisation von Kindern
Zusammenfassung der Kapitel
- Das erste Kapitel führt in die Thematik ein, stellt die Forschungsfrage vor und erläutert die Gliederung der Arbeit.
- Das zweite Kapitel behandelt das Lesen im Kindes- und Jugendalter. Es werden die Begriffe Lesen, außerschulisches Lesen und Kinder- und Jugendliteratur definiert. Zudem wird die Bedeutung des außerschulischen Lesens als Bildungsfaktor aus bildungswissenschaftlicher Perspektive beleuchtet. Abschließend erfolgt ein historischer Einblick in die Entwicklung der Kinder- und Jugendliteratur.
- Das dritte Kapitel widmet sich der theoretischen Fundierung der Arbeit, wobei das Habituskonzept, die Kapitalien und das Modell der Klassenlage nach Bourdieu vorgestellt werden.
- Das vierte Kapitel befasst sich mit der Situation der 1980er Jahre. Es wird ein Rückblick auf die kindlichen Lebenswelten dieser Zeit gegeben, sowie Studienergebnisse zum kindlichen Leseverhalten analysiert.
- Im fünften Kapitel erfolgt eine Betrachtung der 2010er Jahre. Hierbei werden die kindlichen Lebenswelten dieses Jahrzehnts beleuchtet und Studienergebnisse zum kindlichen Leseverhalten vorgestellt.
- Das sechste Kapitel führt eine Gegenüberstellung der 1980er und 2010er Jahre durch. Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Leseverhalten werden analysiert und die Forschungsfrage wird beantwortet.
Schlüsselwörter
Außerschulisches Lesen, Leseverhalten, Lesesozialisation, Kinder- und Jugendliteratur, Generationenvergleich, 1980er Jahre, 2010er Jahre, Bildungsfaktor, Habitus, Kapitalien, Klassenlage, Studienanalyse.
Häufig gestellte Fragen
Wie hat sich das Leseverhalten von Kindern zwischen den 80ern und heute verändert?
Die Arbeit untersucht diesen Wandel durch einen Vergleich von Studien aus den 1980er und 2010er Jahren, wobei veränderte Lebenswelten und Medienangebote im Fokus stehen.
Was ist "außerschulisches Lesen"?
Damit ist das freiwillige Lesen in der Freizeit gemeint, das unabhängig von schulischen Verpflichtungen stattfindet und eine wichtige Rolle für die Bildung spielt.
Welchen Einfluss hat das familiäre Umfeld auf das Lesen?
Basierend auf Bourdieus Habituskonzept zeigt die Arbeit, dass das kulturelle Kapital der Eltern maßgeblich die Lesesozialisation der Kinder beeinflusst.
Gibt es Gemeinsamkeiten im Leseverhalten über die Jahrzehnte hinweg?
Trotz digitalem Wandel bleiben bestimmte Motive für das Lesen, wie Unterhaltung oder Wissenserwerb, über Generationen hinweg bestehen.
Warum gilt außerschulisches Lesen als Bildungsfaktor?
Es fördert nicht nur die Sprachkompetenz, sondern auch die kognitive Entwicklung und ist stark mit dem späteren Bildungserfolg korreliert.
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- Yvonne Simoncsics (Author), 2018, Der Wandel des außerschulischen Leseverhaltens 6-13 Jähriger in den 1980ern und 2010ern. Ein Generationenvergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/454874