Das Thema Burnout im deutschen Wissenschaftsbetrieb wurde noch wenig in den Fokus genommen. Die vorliegende Querschnittstudie zeigt, dass dies nicht an mangelnder Relevanz liegt. Die Arbeit führt zunächst praxisnah in das Thema ein und zeichnet dann ein differenziertes Bild von psychischen Belastungen in der Wissenschaft und der Wissenschaftsverwaltung. Eine Besonderheit liegt dabei in dem Ansatz, auch Verflechtungen zwischen den Berufsgruppen im Wissenschaftsbetrieb in den Blick zu nehmen. Die Befragungen wurden anhand etablierter wissenschaftlicher Instrumente institutionenübergreifend sowohl in Universitäten als auch in Fachhochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen durchgeführt. Im Ergebnis wird der Status Quo im Wissenschaftsbetrieb sichtbar und es werden Risikofaktoren für das Auftreten des Burnoutsyndroms offengelegt. Abschließend werden praxisnah Handlungsempfehlungen für Entscheider im Wissenschaftsbetrieb erarbeitet.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einführung in die Themenstellung
- 1.1. Stand der Forschung
- 1.2. Erkenntnisinteresse und forschungsleitende Fragen
- 1.3. Aufbau der Arbeit
- 1.4. Begriffliche Klärung
- 1.5. Ätiologie und Symptomatologie
- 2. Risikofaktoren im Wissenschaftsbetrieb
- 2.1. Ein integratives Modell
- 2.2. Person-Environment-Fit
- 2.3. Risiken in der Arbeitsumgebung
- 2.3.1. Intrapersonelle Faktoren
- 2.3.2. Der AVEM-44
- 3. Empirische Studie
- 3.1. Die Stichprobe
- 3.2. Revision der Hypothesen
- 3.2.1. Hypothese A1/Einführungsprozess
- 3.2.2. Hypothese A2/Arbeitsbelastung
- 3.2.3. Hypothese A3/Anregung
- 3.2.4. Hypothese A4/Rollenabgrenzung
- 3.2.5. Hypothese A5/Autonomie
- 3.2.6. Hypothese A6/Ziele
- 3.2.7. Hypothese A7/Kommunikation
- 3.2.8. Hypothese A8/Führung
- 3.2.9. Hypothese A9/Perspektive
- 3.2.10. Hypothese P1/Person-Environment-Fit
- 3.3. Synopse
- 4. Handlungsempfehlungen
- 5. Resümee
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Masterarbeit untersucht die Problematik des Burnouts im deutschen Wissenschaftsbetrieb. Ziel der Arbeit ist es, ein umfassendes Bild der Risikofaktoren und ihrer Auswirkungen auf die unterschiedlichen Personalkategorien in Wissenschaftseinrichtungen zu zeichnen. Darüber hinaus werden Handlungsempfehlungen zur Prävention und Intervention von Burnout im Wissenschaftsbetrieb formuliert.
- Analyse des Stands der Burnoutforschung und der spezifischen Herausforderungen im Wissenschaftsbetrieb
- Entwicklung eines integrativen Modells zur Erklärung der Entstehung von Burnout im Wissenschaftsbetrieb
- Empirische Untersuchung von Risikofaktoren für Burnout in Wissenschaftseinrichtungen
- Analyse des Person-Environment-Fit und seiner Relevanz für Burnoutprävention
- Ableitung von Handlungsempfehlungen für die Gestaltung von Arbeitsbedingungen im Wissenschaftsbetrieb
Zusammenfassung der Kapitel
Die Arbeit beginnt mit einer umfassenden Einführung in die Themenstellung Burnout. Es werden verschiedene Definitionen des Burnout-Begriffs vorgestellt und die Relevanz des Themas für den Wissenschaftsbetrieb dargelegt. In Kapitel 2 werden Risikofaktoren für Burnout im Wissenschaftsbetrieb untersucht. Es wird ein integratives Modell vorgestellt, das intrapersonelle Faktoren, Risiken in der Arbeitsumgebung sowie den Person-Environment-Fit berücksichtigt. Kapitel 3 präsentiert eine empirische Studie, die die Relevanz verschiedener Risikofaktoren für Burnout in Wissenschaftseinrichtungen untersucht.
Schlüsselwörter
Burnout, Wissenschaftsbetrieb, Risikofaktoren, Person-Environment-Fit, Empirische Studie, Handlungsempfehlungen, Arbeitsbedingungen, Intrapersonelle Faktoren, Arbeitsumgebung, Prävention, Intervention.
Häufig gestellte Fragen
Wie verbreitet ist Burnout im Wissenschaftsbetrieb?
Die Querschnittstudie zeigt, dass psychische Belastungen sowohl in der Wissenschaft als auch in der Wissenschaftsverwaltung eine hohe und oft unterschätzte Relevanz haben.
Was versteht man unter dem Person-Environment-Fit (PE-Fit)?
PE-Fit beschreibt die Übereinstimmung zwischen den Merkmalen einer Person und ihrer Arbeitsumgebung. Ein mangelnder Fit gilt als wesentlicher Risikofaktor für die Entstehung von Burnout.
Welche spezifischen Risikofaktoren gibt es an Universitäten?
Dazu gehören hohe Arbeitsbelastung, unklare Rollenabgrenzung, mangelnde Autonomie, Kommunikationsdefizite und unsichere berufliche Perspektiven.
Gibt es Unterschiede zwischen Wissenschaftlern und Verwaltungspersonal?
Die Arbeit untersucht auch die Verflechtungen zwischen den Berufsgruppen und stellt fest, dass beide Gruppen unterschiedlichen, aber gleichermaßen belastenden Stressoren ausgesetzt sind.
Welche Handlungsempfehlungen gibt die Arbeit für Entscheider?
Empfohlen werden Maßnahmen zur Verbesserung der Führungskultur, klarere Zieldefinitionen, bessere Kommunikation und die Gestaltung gesundheitsförderlicher Arbeitsbedingungen.
Was ist der AVEM-44 im Kontext dieser Studie?
Der AVEM-44 ist ein wissenschaftliches Instrument zur Messung von Arbeitsbezogenen Verhaltens- und Erlebensmustern, das zur Identifikation von Burnout-Risiken eingesetzt wurde.
- Quote paper
- Dr. Markus Haack (Author), 2018, Burnout im Wissenschaftsbetrieb, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/453259