Zunächst werde ich die Skepsis in dem Zitat von S. Empiricus näher untersuchen, um anschließend anhand der Ergebnisse einige Vergleiche zu Descartes erster Meditation anzustellen. Schlussendlich werde ich dann zu einem abschließenden Urteil bezüglich der Gemeinsamkeiten und Unterschiede der pyrrhonischen Skepsis und des kartesischen Zweifels kommen.
Inhaltsverzeichnis
- Pyrrhon von Elis und die pyrrhonische Skepsis
- Vergleich mit Descartes' erster Meditation
- Die Skepsis bei Sextus Empiricus
- Die pyrrhonische Skepsis als Fähigkeit
- Das Ergebnis der pyrrhonischen Skepsis
- Die Motivation der pyrrhonischen Skepsis
- Die pyrrhonische Skepsis als grundlegendes Prinzip
- Vergleich mit Descartes' Zweifel
- Gemeinsamkeiten: Grundlegend und mit einem bestimmten Zweck
- Unterschiede: Motivation und Ergebnis
- Das Ergebnis des kartesischen Zweifels
- Der kartesische Zweifel als Fähigkeit oder Methode?
- Fazit: Gemeinsamkeiten und Unterschiede
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Essay vergleicht die pyrrhonische Skepsis, wie sie bei Sextus Empiricus dargestellt wird, mit dem Zweifel in Descartes' erster Meditation. Dabei werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den beiden Denkansätzen aufgezeigt.
- Die pyrrhonische Skepsis als Kunst, gegensätzliche Ansichten einander gegenüberzustellen
- Die Motivation der pyrrhonischen Skepsis: Erreichen von Seelenruhe
- Der kartesische Zweifel als Methode, alles zu hinterfragen
- Die Motivation des kartesischen Zweifels: Erreichen einer unanzweifelbaren Tatsache
- Das Ergebnis der pyrrhonischen Skepsis: Zurückhaltung und Suspendierung des Urteils
Zusammenfassung der Kapitel
Der Essay beginnt mit einer kurzen Einführung in die pyrrhonische Skepsis, wobei auf Pyrrhon von Elis und Sextus Empiricus eingegangen wird. Anschließend wird das Zitat von Sextus Empiricus analysiert, welches die wichtigsten Punkte der pyrrhonischen Skepsis darstellt. In diesem Zusammenhang werden die vier Hauptaspekte der Skepsis bei Empiricus herausgearbeitet: die Skepsis als Fähigkeit, ihr Ergebnis, ihre Motivation und ihre grundlegende Natur.
Im nächsten Schritt wird der kartesische Zweifel in Descartes' erster Meditation mit der pyrrhonischen Skepsis verglichen. Dabei werden Gemeinsamkeiten, wie die grundlegende Natur und der Zweck beider Ansätze, sowie Unterschiede, wie die Motivation und das Ergebnis, aufgezeigt.
Das Ergebnis des kartesischen Zweifels wird im Detail betrachtet, wobei die Argumentationslinie von Descartes nachvollzogen wird. Die unterschiedlichen Schlussfolgerungen von pyrrhonischer Skepsis und kartesischem Zweifel werden gegenübergestellt.
Schlussendlich wird der kartesische Zweifel im Hinblick auf seine Interpretation als Fähigkeit oder Methode diskutiert. Die unterschiedlichen Perspektiven auf den kartesischen Zweifel werden vorgestellt und bewertet. Abschließend werden die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen pyrrhonischer Skepsis und kartesischem Zweifel nochmals zusammengefasst.
Schlüsselwörter
Der Essay fokussiert auf die Themen Skepsis, Zweifel, pyrrhonische Skepsis, kartesischer Zweifel, Seelenruhe, unanzweifelbare Tatsache, Grundlegendheit, Motivation und Ergebnis.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Kern der pyrrhonischen Skepsis?
Die pyrrhonische Skepsis ist die Fähigkeit, gegensätzliche Ansichten so gegenüberzustellen, dass man aufgrund der Gleichwertigkeit der Argumente zur Zurückhaltung des Urteils gelangt.
Was ist die Motivation hinter der Skepsis von Sextus Empiricus?
Das Ziel der antiken Skeptiker war das Erreichen der Seelenruhe (Ataraxie). Diese stellt sich ein, wenn man aufhört, nach absoluten Wahrheiten zu suchen.
Wie unterscheidet sich Descartes' Zweifel von der antiken Skepsis?
Während die pyrrhonische Skepsis im Urteilsverzicht endet, nutzt Descartes den Zweifel als Methode (methodischer Zweifel), um ein unanzweifelbares Fundament für Wissen zu finden.
Was ist das Ergebnis von Descartes' erster Meditation?
Descartes zeigt, dass alles – von den Sinnen bis zur Mathematik – bezweifelt werden kann, um schließlich zur unumstößlichen Gewissheit des denkenden Ichs zu gelangen.
Ist der kartesische Zweifel eine Fähigkeit?
Die Arbeit diskutiert, ob der Zweifel bei Descartes eher als anwendbare Methode oder als kognitive Fähigkeit zu verstehen ist, im Gegensatz zur pyrrhonischen Skepsis als Lebenshaltung.
Welche Gemeinsamkeiten haben beide Denkansätze?
Beide Ansätze sind grundlegend und verfolgen einen bestimmten Zweck, auch wenn ihre Ziele (Seelenruhe vs. wissenschaftliche Wahrheit) weit auseinanderliegen.
- Quote paper
- Paul-Hermann Friedenstab (Author), 2015, Skepsis und Zweifel im Sinne von S. Empiricus und R. Descartes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/450095