Diese Seminararbeit beschäftigt sich mit Menschen mit DS im Kontext ihrer höheren Lebenserwartung und damit einhergehend ihrer Voralterung. Viele von ihnen erreichen mit Ende der Arbeitsphase das Rentenalter. Arbeit als Strukturierungsmerkmal und als Ort sozialer Interaktionen fällt dann weg.
Die Lebenserwartung von Menschen mit Down-Syndrom stieg in Deutschland in den letzten dreißig Jahren an. Nur 10% von ihnen wurden früher älter als 25 Jahre. Heutzutage können Menschen mit DS das 60. Lebensjahr erreichen. Durch Voralterung dieser Personengruppe beträgt die Prävalenz der an Demenz nach Alzheimer erkrankten Menschen mit DS zwischen dem 50-59 Lebensjahr bereits 40%.
Inhaltsverzeichnis
- Zusammenfassung
- Einleitung
- Geschichtliche Begriffserklärung von DS
- Lebenserwartung bei Menschen mit DS
- Ursachen von DS
- Alter der Mutter bei der Geburt
- Chromosomdefekt auf dem 21. Chromosom
- Familiäre Disposition
- Schädliche Faktoren
- Schwierigkeiten in der Diagnostik von DAT bei Menschen mit DS
- Erarbeitung eines Fragebogens für pädagogische Mitarbeiter und Menschen mit DS und DAT.
- Verrentung von Menschen mit DS
- Überblick über die bisherigen Testverfahren
- Bisheriger Untersuchungsstand in Deutschland
- Forschungsdesign des Fragebogens
- Fragebogenlayout
- Zielgruppe
- Resümee und Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Seminararbeit befasst sich mit den Auswirkungen der steigenden Lebenserwartung von Menschen mit Down-Syndrom (DS) und deren Bedeutung für die Betreuung im Rentenalter. Sie untersucht die Herausforderungen, die mit der Alterung dieser Personengruppe und der zunehmenden Prävalenz von Demenz vom Alzheimer Typ (DAT) einhergehen.
- Steigende Lebenserwartung von Menschen mit DS
- Herausforderungen der Betreuung älterer Menschen mit DS
- Prävalenz von DAT bei Menschen mit DS
- Entwicklung eines Fragebogens zur Evaluierung der Betreuung von Menschen mit DS und DAT
- Bedarfe und Ressourcen älterer Menschen mit DS und DAT
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Forschungsfragen und Hypothesen der Seminararbeit vor. Kapitel 3 erklärt die historische Begriffserklärung von DS. Kapitel 4 untersucht die Gründe für die gestiegene Lebenserwartung von Menschen mit DS. Kapitel 5 beleuchtet verschiedene Ursachen von DS, darunter das Alter der Mutter bei der Geburt, Chromosomdefekte, familiäre Disposition und schädliche Faktoren. Kapitel 6 geht auf die Schwierigkeiten in der Diagnostik von DAT bei Menschen mit DS ein.
Kapitel 7 erläutert die Konzeption eines Fragebogens für pädagogische Mitarbeiter und Menschen mit DS, der den Unterstützungsbedarf älterer Menschen mit DS und DAT im Rentenalter aufzeigen soll. Die dazugehörigen Hypothesen gehen davon aus, dass Menschen mit DS und DAT besonderen Unterstützungsbedarf benötigen, um den Verlust von Tagesstruktur und sozialen Kontakten nach Eintritt ins Rentenalter zu kompensieren.
Schlüsselwörter
Down-Syndrom, Lebenserwartung, Demenz vom Alzheimer Typ (DAT), Betreuung, Rentenalter, Fragebogen, psychosoziale Betreuung, pädagogische Mitarbeiter, Ressourcen, Bedarfe.
Häufig gestellte Fragen
Wie hat sich die Lebenserwartung von Menschen mit Down-Syndrom verändert?
In den letzten 30 Jahren ist die Lebenserwartung massiv gestiegen. Erreichten früher nur 10 % das 25. Lebensjahr, können Menschen mit Down-Syndrom heute oft das 60. Lebensjahr erreichen.
Warum sind Menschen mit Down-Syndrom häufiger von Demenz betroffen?
Aufgrund einer genetisch bedingten Voralterung liegt die Prävalenz für Alzheimer-Demenz bei Menschen mit DS im Alter von 50-59 Jahren bereits bei etwa 40 %.
Welche Herausforderungen bringt der Renteneintritt für diese Personengruppe mit sich?
Mit dem Ende der Arbeitsphase fallen wichtige Tagesstrukturen und Orte der sozialen Interaktion weg, was spezialisierte Betreuungskonzepte erforderlich macht.
Was sind die Ursachen für das Down-Syndrom?
Die Hauptursache ist ein Chromosomendefekt am 21. Chromosom (Trisomie 21). Faktoren wie das Alter der Mutter bei der Geburt können das Risiko beeinflussen.
Warum ist die Diagnostik von Demenz bei Menschen mit Down-Syndrom schwierig?
Die Symptome der Demenz können durch bestehende kognitive Beeinträchtigungen überlagert werden, was spezielle Testverfahren und eine genaue Beobachtung durch geschultes Personal erfordert.
- Citation du texte
- Jens Görgens (Auteur), 2018, Älter werdende Menschen mit Down-Syndrom. Herausforderung für die Betreuung nach Eintritt ins Rentenalter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/446796