Ich möchte in meiner Hausarbeit einen kurzen tabellarischen Überblick über Georg Philipp Telemanns Leben geben, mich dann aber schnell dem zu besprechenden Werk, der „Gulliver-Suite“, zuwenden. Hierbei habe ich mich eigentlich an keiner Literatur orientiert, lediglich die Vorlage, „Gullivers Reisen“ von Jonathan Swift, aufmerksam gelesen. Der zweite Teil widmet sich der Programmusik. Hier werden erst allgemeine Thesen zur Programmusik dargestellt und die Problematik, mit der dieser Begriff verbunden ist, erläutert. Danach habe ich versucht, mit Hilfe dieser allgemeinen Aufstellung zu zeigen, was an der „Gulliver-Suite“ Programmusik sein könnte und ob man sie unter diesem Begriff einordnen kann. Hauptsächliche Literatur hierbei war der Artikel „Programmusik“ von Detlef Altenburg aus der MGG und das Hamburger Jahrbuch für Musikwissenschaft, Bd. 6, hg. von Constantin Floros, Hans Joachim Marx und Peter Peterson.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Georg Philipp Telemann
- ,,Gulliver-Suite“
- Intrada
- Lilliputsche Chaconne
- Brobdingnagische Gigue
- Reverie der Laputier, nebst ihren Aufweckern
- Loure der gesitteten Houyhnhnms und Furie der unartigen Yahoos
- Programmusik
- Allgemeines
- Die „Gulliver-Suite“ und Programmusik
- Schlußwort
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit befasst sich mit Georg Philipp Telemanns „Gulliver-Suite“ und analysiert die Verbindung des Werks zur Programmusik. Dabei wird zunächst ein kurzer Überblick über Telemanns Leben gegeben, bevor die „Gulliver-Suite“ im Kontext der Programmusik betrachtet wird.
- Das Leben und Schaffen von Georg Philipp Telemann
- Die „Gulliver-Suite“ und ihre musikalische Gestaltung
- Die Beziehung der „Gulliver-Suite“ zur Programmusik
- Die Bedeutung der Vorlage „Gullivers Reisen“ von Jonathan Swift
- Die gattungsgeschichtliche Einordnung der „Gulliver-Suite“
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung bietet einen kurzen Einblick in das Leben von Georg Philipp Telemann und stellt die „Gulliver-Suite“ als das zu besprechende Werk vor.
Das Kapitel über Georg Philipp Telemann zeichnet einen chronologischen Lebenslauf des Komponisten nach, beleuchtet seine wichtigsten Stationen und Werke und unterstreicht die Vielseitigkeit seines Schaffens.
Das Kapitel ,,Gulliver-Suite“ präsentiert das Werk und seine Entstehungsgeschichte im Kontext der Zeit. Es beleuchtet die Verbindung zum Roman „Gullivers Reisen“ von Jonathan Swift und die Besonderheiten der Instrumentierung.
Das Kapitel „Programmusik“ behandelt zunächst allgemeine Aspekte der Programmusik und die Herausforderungen, die mit diesem Begriff verbunden sind. Es beleuchtet die Problematik der Definition und die historische Entwicklung der Programmusik.
Schlüsselwörter
Georg Philipp Telemann, „Gulliver-Suite“, Programmusik, „Gullivers Reisen“, Jonathan Swift, galanter Stil, homophoner Stil, Augenmusik, Hausmusik.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Besondere an Telemanns „Gulliver-Suite“?
Die Suite für zwei Violinen ist ein Beispiel für Telemanns humorvollen und programmatischen Stil. Er vertont darin Charaktere aus Jonathan Swifts Roman „Gullivers Reisen“.
Wie stellt Telemann Riesen und Zwerge musikalisch dar?
Er nutzt visuelle und rhythmische Kontraste: Die Zwerge aus Lilliput werden durch extrem kurze Notenwerte (Chaconne) dargestellt, während die Riesen aus Brobdingnag durch langsame, schwere Rhythmen (Gigue) charakterisiert werden.
Kann die Gulliver-Suite als Programmusik gelten?
Ja, die Arbeit diskutiert, inwiefern das Werk unter den Begriff der Programmusik fällt, da es außermusikalische Inhalte (die Reiseerzählungen Swifts) musikalisch interpretiert und illustriert.
Was bedeutet der Begriff „Augenmusik“ in diesem Zusammenhang?
Telemann nutzt die grafische Gestaltung des Notenbildes (z. B. extrem kleine oder große Noten), um die Größenunterschiede der Figuren für den Spieler auch visuell erfahrbar zu machen.
Welche Rolle spielte Telemann für die Hausmusik seiner Zeit?
Telemann war ein Pionier darin, Musik für Amateure und den häuslichen Gebrauch zu komponieren, die gleichzeitig künstlerisch anspruchsvoll und unterhaltsam war.
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- Corinna Schumann (Autor), 2001, Georg Philipp Telemann - Gulliver-Suite, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/44514