Gegenstand der folgenden Arbeit ist die Frage, inwieweit der nationalsozialistische Charakter der Erziehung, die erzieherische Macht mit ihren Erziehungstheorien innerhalb der wichtigen Sozialisationsinstanzen verzweckt haben, um ihre gesellschaftlichen Regeln und Vorstellungen durchzusetzen. Dabei habe ich mich allein auf die außerschulische und außerfamiliäre Erziehung beschränkt. Das fast freie Feld zwischen Schule und Elternhaus bot Platz für das neue Denken und Fühlen. Schulische Einrichtungen verfügten dagegen noch über gewisse pädagogische Gepflogenheiten.
Um dieses zentrale Thema der nationalsozialistischen Erziehung zu erörtern, ist es notwendig, den Begriff "Erziehung" näher zu betrachten. Etymologisch gesehen, stammt das Wort „erziehen“ von dem althochdeutschen Wort "irziohan", was für "aufziehen, großziehen" steht. Die Bedeutung der Erziehung kann im anthroplogisch-sozialen Sachverhalt betrachtet werden: Wir Menschen benötigen die Erziehung, um als Individuum zu überleben und andererseits ist die Gesellschaft auf die Erziehung als "Sozialformation" angewiesen. Die Erziehung ist demnach ein Teil der "Beeinflussung und Gestaltung von Entwicklungsprozessen […] der Heranwachsenden zur Mündigkeit." Zentraler Bestandteil des Begriffs "Erziehung" ist das "Befolgen von Regeln". Da der Erzieher die bestimmten zielgerichteten gesellschaftlichen Regeln festlegt, wird sein Handeln als "ein durch Macht strukturiertes Verhältnis" begriffen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die Theorie der nationalsozialistischen Erziehung
- Hitlers Erziehungsvorstellungen
- Ernst Kriecks Erziehungstheorie - Gemeinschaft erzieht
- Alfred Baeumlers Erziehungstheorie - Atmosphäre erzieht
- Die Umsetzung durch die Reichsjugendführung
- Schlussbetrachtung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht die nationalsozialistischen Erziehungstheorien und deren Umsetzung durch die Reichsjugendführung. Sie analysiert, wie die nationalsozialistische Ideologie die Erziehung im „Dritten Reich“ prägte und welche Ziele damit verfolgt wurden. Die Arbeit konzentriert sich auf die außerschulische und außerfamiliäre Erziehung.
- Nationalsozialistische Erziehungstheorien
- Die Rolle der Reichsjugendführung
- Verknüpfung von Erziehung und nationalsozialistischer Ideologie
- Die Verzweckung der Erziehung zur Durchsetzung nationalsozialistischer Ziele
- Der Einfluss auf die Sozialisation Jugendlicher
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Einleitung stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Verzweckung der Erziehung durch die nationalsozialistische Reichsjugendführung dar. Sie beleuchtet den Kontext der nationalsozialistischen Erziehung im Vergleich zu Schule und Familie und definiert den Begriff „Erziehung“ etymologisch und sozialwissenschaftlich, unterstreichend die Rolle von Regeln und Machtstrukturen. Der Fokus liegt auf der außerschulischen Erziehung, da diese im NS-Regime ein fast freies Feld für die Durchsetzung der Ideologie darstellte.
Die Theorie der nationalsozialistischen Erziehung: Dieses Kapitel untersucht die ideologischen Grundlagen der nationalsozialistischen Erziehung. Es beschreibt die Ablehnung der bestehenden Reformpädagogik durch Hitler und die Einführung einer auf Härte, Gehorsam und körperlicher Leistungsfähigkeit ausgerichteten Erziehung. Die wirtschaftlichen und ideologischen Ziele des NS-Regimes im Bereich der Erziehung werden erläutert, sowie der Einfluss von Erziehungstheoretikern wie Ernst Krieck und Alfred Baeumler.
Hitlers Erziehungsvorstellungen: Dieser Abschnitt analysiert Hitlers eigene Vorstellungen von Erziehung, die von physischer und psychischer Härte, Unterwerfung und der Ausbildung einer gewalttätigen, folgsamen Jugend geprägt waren. Die Betonung körperlicher Ertüchtigung und die Geringschätzung intellektuellen Wissens werden im Kontext der militärischen Ziele und der völkischen Ideologie des NS-Regimes interpretiert. Hitlers Vorstellung von einer „athletischen Jugend“, die das „freie, herrliche Raubtier“ verkörpert, wird als Mittel zur Durchsetzung der nationalsozialistischen Macht und zur Erzeugung von Fanatismus gedeutet.
Die Umsetzung durch die Reichsjugendführung: (Hier fehlt der Text. Eine Zusammenfassung ist daher nicht möglich.)
Schlüsselwörter
Nationalsozialismus, Erziehung, Reichsjugendführung, Ideologie, Hitlerjugend, Erziehungstheorien, Propaganda, Sozialisation, Härte, Gehorsam, Völkische Gemeinschaft.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu "Die nationalsozialistische Erziehung"
Was ist der Gegenstand dieser Arbeit?
Diese Arbeit analysiert die nationalsozialistischen Erziehungstheorien und deren Umsetzung durch die Reichsjugendführung im Dritten Reich. Der Fokus liegt dabei auf der außerschulischen und außerfamiliären Erziehung, da diese im NS-Regime besonders stark von der Ideologie geprägt war.
Welche Themen werden behandelt?
Die Arbeit behandelt die nationalsozialistischen Erziehungstheorien, die Rolle der Reichsjugendführung, die Verknüpfung von Erziehung und nationalsozialistischer Ideologie, die Verzweckung der Erziehung zur Durchsetzung nationalsozialistischer Ziele und den Einfluss auf die Sozialisation Jugendlicher. Konkret werden die Erziehungsvorstellungen Hitlers, sowie die Theorien von Ernst Krieck und Alfred Baeumler untersucht.
Welche Erziehungsvorstellungen vertrat Hitler?
Hitlers Erziehungsvorstellungen waren von physischer und psychischer Härte, Unterwerfung und der Ausbildung einer gewalttätigen, folgsamen Jugend geprägt. Er betonte die körperliche Ertüchtigung und geringschätzte intellektuelles Wissen. Seine Vorstellung einer "athletischen Jugend", die das "freie, herrliche Raubtier" verkörpert, diente der Durchsetzung der nationalsozialistischen Macht und der Erzeugung von Fanatismus.
Welche Rolle spielten Krieck und Baeumler?
Ernst Krieck und Alfred Baeumler waren einflussreiche Erziehungstheoretiker im Nationalsozialismus. Die Arbeit untersucht ihre Theorien und ihren Einfluss auf die nationalsozialistische Erziehungspraxis. Kriecks Theorie betonte die Bedeutung der Gemeinschaft für die Erziehung ("Gemeinschaft erzieht"), während Baeumler die Bedeutung der Atmosphäre hervorhob ("Atmosphäre erzieht").
Wie wurde die nationalsozialistische Ideologie in der Erziehung umgesetzt?
Die Arbeit untersucht die Umsetzung der nationalsozialistischen Ideologie durch die Reichsjugendführung. Leider fehlt im vorliegenden Auszug der Text zu diesem Kapitel, daher kann keine detaillierte Zusammenfassung gegeben werden.
Welche Schlüsselwörter beschreiben die Arbeit?
Schlüsselwörter sind: Nationalsozialismus, Erziehung, Reichsjugendführung, Ideologie, Hitlerjugend, Erziehungstheorien, Propaganda, Sozialisation, Härte, Gehorsam, Völkische Gemeinschaft.
Welche Kapitel umfasst die Arbeit?
Die Arbeit beinhaltet eine Einleitung, ein Kapitel über die Theorie der nationalsozialistischen Erziehung (inkl. Unterkapitel zu Hitlers Vorstellungen und den Theorien von Krieck und Baeumler), ein Kapitel zur Umsetzung durch die Reichsjugendführung und eine Schlussbetrachtung.
Was ist die zentrale Forschungsfrage?
Die zentrale Forschungsfrage ist die Verzweckung der Erziehung durch die nationalsozialistische Reichsjugendführung.
Welchen Fokus legt die Arbeit?
Der Fokus liegt auf der außerschulischen und außerfamiliären Erziehung, da diese im NS-Regime ein fast freies Feld für die Durchsetzung der Ideologie darstellte.
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- Amelie Müller (Autor), 2017, Verzweckung der Erziehung? Nationalsozialistische Erziehungstheorien und die Umsetzung durch die Reichsjugendführung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/445017