Der erste Gedanke an Mode ist immer die Kleidung in seiner Schmuck-, Scham- und Schutzfunktion an sich. Jedoch steckt in Mode ein viel größeres Phänomen. Mode in seiner sozialen Funktion ist der Schwerpunkt dieser Arbeit.
Ziel dieser wissenschaftlichen Arbeit ist es, die Mode aus soziologischer Sicht zu betrachten und dessen Auswirkung auf die einzelnen Individuen und der Gesellschaft. Dabei wird der Zusammenhang der Rollenverteilung der verschiedenen Geschlechter hergestellt und die Stellung der Frau wird mit hoher Aufmerksamkeit beleuchtet. Dabei wird unter anderem der Frage auf den Grund gegangen, ob die Mode als Repräsentationsmittel in der heutigen Rollenverteilung noch eine Rolle spielt. Denn schaut man sich den sozialen Status und die Identität der Frau im Blickwinkel der Mode und dessen soziale Funktion an, kommt die Frage der Rollenverteilung auf. Wird Mode überhaupt als Repräsentationsmittel gesellschaftlich genutzt?
Um ein Verständnis für das Thema aufbringen zu können, muss der soziale Status und die Identität der Frau um 1900 in Europa näher betrachtet werden. Kontext mit der Kleidung wird hergestellt, indem wir die soziale Funktion der Kleidung genauer studieren. Haben wir die Grundlagen für unser Verständnis gelegt, wird der Zusammenhang zwischen der Mode in der Gesellschaft und dessen Art des Konsums hinterfragt. Dabei spielt die Produktivität der Frau eine große Rolle. Thorstein Veblen’s „Theorie der feinen Leute“ wird als Grundlage genutzt und Aspekte aus Georg Simmel’s „Philosophie der Mode“ hinzugezogen. Im Ausblick auf die jetzige Situation der Gesellschaft wird der Wandel der produktiven Rollenverteilung anhand der Familien-, Arbeits- und Haushaltsaufteilung aufgeschlüsselt. Mode und ihre Funktion ist vielschichtig. Abschließend werden die Ergebnisse zusammengetragen und der Wandel der Funktion der Mode dargestellt. Denn die Funktion der Mode hat sich verändert und es steht die Repräsentation des einzelnen Individuums im Vordergrund.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Der soziale Status und Identität der Frau um 1900
- Die soziale Funktion der Kleidung
- Mode als Zeichen des Prestige - was bedeutet demonstrativer Konsum?
- Produktivität der Frau als Sozialprestige
- Die produktive Rollenverteilung im Wandel.
- Fazit
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht die Mode aus soziologischer Sicht und deren Auswirkungen auf Einzelpersonen und die Gesellschaft. Der Fokus liegt auf der Verbindung zwischen der Rollenverteilung der Geschlechter und der Position der Frau, insbesondere der Frage, ob Mode als Repräsentationsmittel in der heutigen Rollenverteilung noch eine Rolle spielt.
- Die soziale Funktion der Mode und deren Einfluss auf die Identität der Frau
- Die Rolle der Mode als Zeichen von Prestige und demonstrativem Konsum
- Die Bedeutung der Produktivität der Frau als Sozialprestige
- Der Wandel der produktiven Rollenverteilung im Laufe der Zeit
- Die Bedeutung der Mode als Repräsentationsmittel in der heutigen Gesellschaft
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel beleuchtet den sozialen Status und die Identität der Frau um 1900, wobei die Entwicklung der Rolle der Frau von der traditionellen Hausfrau zur modernen Frau im Kontext der Industrialisierung und der Geschlechterverhältnisse analysiert wird. Das zweite Kapitel befasst sich mit der sozialen Funktion der Kleidung und der Entstehung von Prestige als Distinktionsmerkmal in einer Gesellschaft, in der sozialer Status nicht mehr nur durch Geburt bestimmt wird. Dieses Kapitel untersucht, wie Mode als Ausdruck von sozialer Zugehörigkeit und Abgrenzung dient.
Schlüsselwörter
Mode, Soziologie, Geschlechterrollen, Repräsentationsmittel, soziale Funktion, Prestige, demonstrativer Konsum, Produktivität, Rollenverteilung, Wandel, Identität, Status, Klasse, Industrialisierung, Bürgertum, Familie, Arbeit, Haushalt.
Häufig gestellte Fragen
Welche soziale Funktion erfüllt Mode?
Mode dient neben dem Schutz auch als Mittel zur sozialen Abgrenzung, zur Darstellung von Status und zur Identitätsbildung innerhalb einer Gesellschaft.
Was ist "demonstrativer Konsum"?
Nach Thorstein Veblen bezeichnet dies den Konsum von Gütern (wie Mode), um Prestige und sozialen Status öffentlich zur Schau zu stellen.
Wie war der Status der Frau um 1900 in Bezug auf Mode?
Um 1900 war Kleidung für Frauen ein zentrales Repräsentationsmittel des familiären Prestiges, wobei sich die Rolle der Frau im Zuge der Industrialisierung wandelte.
Dient Mode heute noch als Prestige-Symbol?
Die Funktion hat sich gewandelt; heute steht oft die Repräsentation des einzelnen Individuums und dessen persönlicher Identität im Vordergrund.
Welchen Einfluss hat die Produktivität der Frau auf die Mode?
Der Wandel der Rollenverteilung in Arbeit und Haushalt spiegelt sich in der Mode wider, die zunehmend funktionaler und individueller wird.
- Quote paper
- Jennifer Heinen (Author), 2018, Mode aus soziologischer Sicht. Mode als Repräsentationsmittel im Bezug auf die Produktivität der Frau, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/444244