Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Ciencias sociales (General)

Islam in der Bundesrepublik. Probleme der Integration muslimischer Einwanderer anhand der Rollen der Medien und des Terrorismus

Título: Islam in der Bundesrepublik. Probleme der Integration muslimischer Einwanderer anhand der Rollen der Medien und des Terrorismus

Trabajo Escrito , 2018 , 12 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Maurice Adiek (Autor)

Ciencias sociales (General)
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Der Islam blickt in der Bundesrepublik auf eine bereits über 50-jährige Geschichte zurück, dessen Ursprung hauptsächlich in der Arbeitsmigration aus islamisch geprägten Ländern liegt. Seitdem hat sich einiges gewandelt, sodass sich einerseits der Bevölkerungsanteil muslimischer Bürger in der BRD von anfänglichen 6000 Muslimen nach Ende des zweiten Weltkrieges auf fast 5 Millionen Muslime gesteigert hat. Andererseits hat sich mittlerweile ihr Organisationsgrad immens entwickelt und es können erfolgreiche Integrationsprozesse in allen gesellschaftlich relevanten Feldern verzeichnet werden. Seit Beginn der 2000er Jahre und durch die sogenannte „Flüchtlingskrise“ 2015 rückt der Islam mit einer so vorher noch nicht dagewesenen Intensität immer weiter in den öffentlichen Diskurs und die allgemeine Wahrnehmung. Dabei überschätzen Mitglieder der noch immer christlich-deutschen Majorität den Anteil der muslimischen Bevölkerung ungemein, wie eine Studie des britischen Meinungsforschungsinstituts Ipso Mori zeigt. Demnach glaubten die Bürger, dass einer von fünf Mitbürgern muslimischen Glaubens sei – dabei sei es einer Studie des Bundesamts für Migration und Flüchtlingen zufolge nur in etwa einer von zwanzig. Nichtsdestotrotz haben die öffentliche Aufmerksamkeit und die nicht zu vernachlässigende politische Relevanz der muslimischen Minorität zuweilen eine Debatte ausgelöst, die das politische Tagesgeschäft und die mediale Berichterstattung in weiten Teilen bestimmt. Parallel zur Steigerung der öffentlichen Wahrnehmung kam es jedoch nicht zu einer gehobenen Akzeptanz muslimischer Einwanderer und Mitbürger, sondern gegenteiliger Weise zur gesellschaftlichen Ablehnung bis hin zur Islamophobie, die sich in Bewegungen (PEGIDA) oder Parteien (AfD) ausdrückt .

Extracto


Inhaltsverzeichnis

2. Einleitung:

3. Grundlagen

3.a. Historische Entwicklung anhand von Jörg Hüttermanns Vier-Sequenzen-Theorie

3.a.i. Erste Sequenz

3.a.ii. Zweite Sequenz

3.a.iii. Dritte Sequenz

3.a.iv. Vierte Sequenz

4. Muslimische Einwandernde im Konfliktfokus

4.a. Vier praktische Beispiele für die Entwicklung der Konfliktlage zwischen Einwandernden und der alteingesessenen Gesellschaft

5. Die Rolle der Medien und die mediale Berichterstattung über Terrorismus

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die komplexen Integrationsprozesse muslimischer Einwanderer in Deutschland und analysiert, warum diese häufiger als andere Gruppen in den Fokus gesellschaftlicher Konflikte rücken. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwiefern die mediale Berichterstattung über Terrorismus und soziale Dynamiken das Zusammenleben zwischen Einwanderern und der alteingesessenen Gesellschaft beeinflussen und mitunter belasten.

  • Historische Einordnung des Integrationsprozesses nach der Vier-Sequenzen-Theorie von Jörg Hüttermann.
  • Analyse sozialer Machtverschiebungen und Identitätskonflikte zwischen Alteingesessenen und Zuwanderern.
  • Untersuchung der Rolle der Medien bei der Stigmatisierung und dem Entstehen von „Kultursubjekten“.
  • Praktische Fallbeispiele zu Moscheekonflikten als Spiegelbild des gesellschaftlichen Figurationswandels.
  • Kritische Reflexion über den Einfluss medialer Vereinfachungen und des Begriffs Terrorismus auf das gesellschaftliche Meinungsbild.

Auszug aus dem Buch

Die Rolle der Medien und die mediale Berichterstattung über Terrorismus

Die Schwierigkeit der Integration von muslimischen Einwandernden in die Bundesrepublik Deutschland beruht in großen Teilen auf ihrem Ansehen bei den Alteingesessenen. Die Rolle der Medien als meinungsbildende Instanz ist hierbei ein ausschlaggebender Faktor, der folgend genauer betrachtet wird.

Medien ist ein „Sammelbegriff für alle audiovisuellen Mittel und Verfahren zur Verbreitung von Informationen, Bildern, Nachrichten etc. Zu den Massenmedien zählen insbesondere die Presse, der Rundfunk und die elektronischen, digitalen, sogenannten Neuen Medien sowie die sog. Sozialen Medien, die vor allem der Vernetzung der Nutzer untereinander, zur gegenseitigen Information, Kommunikation und (ggf.) der Zusammenarbeit dienen.“

Zu den wichtigsten Aufgaben der Medien werden die Information über Geschehnisse und Meinungen, sowie die Artikulation von Meinungen, wie sie in der Bevölkerung bestehen, gezählt. Betrachtet man die Erfüllung dieser Aufgaben durch die Medien, so fallen nach Wolfgang Rudzio, einem deutschen Politikwissenschaftler und Professor, deutliche Defizite auf. Demnach werde besonders bei Fernsehen und Boulevardpresse „ein Trend zur Vereinfachung, Personalisierung und Emotionalisierung konstatiert“ und die journalistische Auswahl werde nach „Nachrichtenfaktoren“, wie dem Status des Akteurs, der Konflikthaltigkeit oder der Dramatik des Geschehens, getroffen. Dies habe „zur Folge, dass beim Konsumenten im Laufe der Zeit ein systematisch verzerrtes Bild der Welt entsteht“.

Gerade emotional beladene Themen, wie terroristisch motivierte Angriffe, gehören also schnell zur journalistischen Auswahl und sind damit besonders oft Teil medialer Berichterstattungen. Gerade solche Themen sind allerdings auch oft von hoher Komplexität geprägt. Das wird schnell deutlich, wenn man sich vor Augen zu führt, dass Terrorismus heutzutage ein politischer Kampfbegriff ist, der je nach Interessenlage eingesetzt wird. Man könnte sagen, wer „für den einen ein Terrorist ist, kann für jemand anderes ein Freiheitskämpfer sein“.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel der muslimischen Einwanderung in Deutschland, die wachsende öffentliche Aufmerksamkeit sowie die Herausforderungen bei der Integration, die zu Spannungen führen können.

Grundlagen: Dieses Kapitel führt in die Vier-Sequenzen-Theorie von Jörg Hüttermann ein, um den Integrations- und Figurationsprozess der letzten 50-60 Jahre soziologisch zu strukturieren.

Muslimische Einwandernde im Konfliktfokus: Hier wird analysiert, warum gerade muslimisch geprägte Migranten stärker in sozialen Konflikten stehen, wobei soziale Auseinandersetzungen stärker gewichtet werden als bloße religiöse Differenzen.

Die Rolle der Medien und die mediale Berichterstattung über Terrorismus: Das Kapitel untersucht, wie mediale Nachrichtenfaktoren und die Darstellung von Terrorismus ein verzerrtes Bild der Realität erzeugen und Integrationsprozesse negativ beeinflussen.

Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass mediale Stigmatisierungsprozesse gesellschaftliche Auswirkungen haben, die schwer umzukehren sind, und unterstreicht die Notwendigkeit einer kritischeren Auseinandersetzung mit der Berichterstattung.

Schlüsselwörter

Integration, Muslimische Einwanderung, Jörg Hüttermann, Vier-Sequenzen-Theorie, Figurationsprozess, Soziale Konflikte, Medien, Berichterstattung, Terrorismus, Stigmatisierung, Kultursubjekte, Nachrichtenfaktoren, Machtverhältnisse, Gesellschaft, Islamophobie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die soziologischen Hintergründe der Integrationsprozesse von Muslimen in Deutschland und beleuchtet die Rolle, die mediale Einflüsse und soziale Dynamiken dabei spielen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die historische Entwicklung der Einwanderungsgesellschaft, soziale Konflikte, das Zusammenleben verschiedener Kulturen und der Einfluss medialer Berichterstattung auf die gesellschaftliche Wahrnehmung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, ein Bild davon zu zeichnen, warum sich das Zusammenleben zwischen muslimischen Einwanderern und alteingesessenen Deutschen oft schwieriger gestaltet und welche Faktoren zu einer kulturellen Stigmatisierung beitragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen soziologischen Ansatz, primär basierend auf der Vier-Sequenzen-Theorie von Jörg Hüttermann sowie Analysen zum Einfluss von Massenmedien auf die öffentliche Meinung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden der historische Integrationsprozess in vier Sequenzen, die spezifische Situation muslimischer Einwanderer im Konfliktfokus anhand von praktischen Beispielen und die mediale Berichterstattung über Terrorismus erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Integration, Figurationsprozess, Stigmatisierung, mediale Inszenierung, Terrorismus sowie der Kampf der Kulturen.

Was besagt die Vier-Sequenzen-Theorie nach Hüttermann?

Sie beschreibt den Integrationsprozess in vier idealtypischen Phasen, von der „Platzanweisung“ durch die Gastgebergesellschaft bis hin zur Eskalation zu einem Kulturkonflikt auf Makroebene.

Wie beeinflusst die mediale Berichterstattung laut der Arbeit die Wahrnehmung von Muslimen?

Durch einen Trend zur Vereinfachung und Emotionalisierung, insbesondere im Kontext von Terrorismus, werden Muslime in den Medien häufig stigmatisiert, was ein verzerrtes Bild und eine einseitige öffentliche Wahrnehmung fördert.

Final del extracto de 12 páginas  - subir

Detalles

Título
Islam in der Bundesrepublik. Probleme der Integration muslimischer Einwanderer anhand der Rollen der Medien und des Terrorismus
Universidad
University of Münster
Calificación
1,7
Autor
Maurice Adiek (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
12
No. de catálogo
V443721
ISBN (Ebook)
9783668808782
ISBN (Libro)
9783668808799
Idioma
Alemán
Etiqueta
Islam BRD Soziologie Sozialwissenschaften Terror Medien Integration Flüchtlinge
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Maurice Adiek (Autor), 2018, Islam in der Bundesrepublik. Probleme der Integration muslimischer Einwanderer anhand der Rollen der Medien und des Terrorismus, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/443721
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  12  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint