Der Islam blickt in der Bundesrepublik auf eine bereits über 50-jährige Geschichte zurück, dessen Ursprung hauptsächlich in der Arbeitsmigration aus islamisch geprägten Ländern liegt. Seitdem hat sich einiges gewandelt, sodass sich einerseits der Bevölkerungsanteil muslimischer Bürger in der BRD von anfänglichen 6000 Muslimen nach Ende des zweiten Weltkrieges auf fast 5 Millionen Muslime gesteigert hat. Andererseits hat sich mittlerweile ihr Organisationsgrad immens entwickelt und es können erfolgreiche Integrationsprozesse in allen gesellschaftlich relevanten Feldern verzeichnet werden. Seit Beginn der 2000er Jahre und durch die sogenannte „Flüchtlingskrise“ 2015 rückt der Islam mit einer so vorher noch nicht dagewesenen Intensität immer weiter in den öffentlichen Diskurs und die allgemeine Wahrnehmung. Dabei überschätzen Mitglieder der noch immer christlich-deutschen Majorität den Anteil der muslimischen Bevölkerung ungemein, wie eine Studie des britischen Meinungsforschungsinstituts Ipso Mori zeigt. Demnach glaubten die Bürger, dass einer von fünf Mitbürgern muslimischen Glaubens sei – dabei sei es einer Studie des Bundesamts für Migration und Flüchtlingen zufolge nur in etwa einer von zwanzig. Nichtsdestotrotz haben die öffentliche Aufmerksamkeit und die nicht zu vernachlässigende politische Relevanz der muslimischen Minorität zuweilen eine Debatte ausgelöst, die das politische Tagesgeschäft und die mediale Berichterstattung in weiten Teilen bestimmt. Parallel zur Steigerung der öffentlichen Wahrnehmung kam es jedoch nicht zu einer gehobenen Akzeptanz muslimischer Einwanderer und Mitbürger, sondern gegenteiliger Weise zur gesellschaftlichen Ablehnung bis hin zur Islamophobie, die sich in Bewegungen (PEGIDA) oder Parteien (AfD) ausdrückt .
Inhaltsverzeichnis
- Inhaltsverzeichnis
- Einleitung:
- Grundlagen
- Historische Entwicklung anhand von Jörg Hüttermanns Vier-Sequenzen-Theorie
- Erste Sequenz
- Zweite Sequenz
- Dritte Sequenz
- Vierte Sequenz
- Muslimische Einwandernde im Konfliktfokus
- Vier praktische Beispiele für die Entwicklung der Konfliktlage zwischen Einwandernden und der alteingesessenen Gesellschaft
- Die Rolle der Medien und die mediale Berichterstattung über Terrorismus
- Fazit
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Text analysiert die Integration und den gesellschaftlichen Umgang mit muslimischen Einwandernden in Deutschland. Er beleuchtet die historische Entwicklung des Einwanderungsprozesses anhand von Jörg Hüttermanns Vier-Sequenzen-Theorie und untersucht die Rolle der Medien in der Gestaltung des öffentlichen Diskurses, insbesondere in Bezug auf das Thema Terrorismus. Der Text befasst sich mit der Frage, warum die Integration muslimischer Einwandernder in Deutschland schwieriger ist als bei Einwanderern anderer Kulturen.
- Historische Entwicklung des Einwanderungsprozesses
- Die Rolle der Medien und die mediale Berichterstattung
- Die Auswirkungen von Terrorismus auf die gesellschaftliche Wahrnehmung
- Soziale Konflikte zwischen Einwandernden und Alteingesessenen
- Integrationsprozesse und Herausforderungen
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Die Einleitung stellt die Thematik des Textes vor und beleuchtet den Einwanderungsprozess von Muslimen in Deutschland seit den 1960er Jahren. Die Einleitung beschreibt die Zunahme des muslimischen Bevölkerungsanteils und die zunehmende Relevanz des Islams im öffentlichen Diskurs. Sie stellt fest, dass die gesellschaftliche Akzeptanz muslimischer Einwanderer nicht mit der wachsenden Wahrnehmung Schritt hält und sich stattdessen Ablehnung und Islamophobie manifestieren.
Grundlagen
Dieses Kapitel untersucht die historische Entwicklung des Einwanderungsprozesses anhand von Jörg Hüttermanns Vier-Sequenzen-Theorie. Die Theorie beschreibt den Figurationsprozess zwischen Einwandernden und Alteingesessenen als eine dynamische Entwicklung mit wechselnden Machtverhältnissen und Konfliktpotentialen.
Muslimische Einwandernde im Konfliktfokus
Dieses Kapitel beleuchtet die konkrete Konfliktlage zwischen muslimischen Einwandernden und der alteingesessenen Gesellschaft anhand von vier Beispielen für Moscheebaukonflikte in Deutschland.
Schlüsselwörter
Der Text befasst sich mit den Themen Einwanderung, Integration, Islam, Medien, Terrorismus, gesellschaftliche Konflikte, Islamophobie, Jörg Hüttermanns Vier-Sequenzen-Theorie, Moscheebaukonflikte.
- Citar trabajo
- Maurice Adiek (Autor), 2018, Islam in der Bundesrepublik. Probleme der Integration muslimischer Einwanderer anhand der Rollen der Medien und des Terrorismus, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/443721