„Kommunikation“ ist eines des wichtigsten Schlagwörter unserer Zeit. Verschiedenste Medien bringen den weltweiten Gedankenaustausch in Fahrt, mittels immer neuer Techniken kommuniziert man über große Distanzen miteinander, und immer mehr Menschen, die sich sowieso schon lange nichts mehr zu sagen haben, tun dies heutzutage per Handy.
Möchte man jedoch einer oder mehreren Personen direkt oder über ein audiovisuelles Medium etwas mitteilen, so steht man immer wieder vor der Frage: Wie sag‘ ich’s am besten? Schreibe ich meine Gedanken auf und lege meine ganze Kraft ins ausdrucksstarke Vorlesen oder formuliere ich frei und ohne Manuskript, was mir auf der Seele brennt? Sicherlich kommt es auf den Anlass an, aber auch die Mentalität der Person, die etwas sagen will, spielt eine Rolle.
Die vorliegende Arbeit gibt einen vergleichenden Überblick über die unterschiedlichen Kommunikationsformen des freien Äußerns und des gelesenen Textes. Zur genauen Unterscheidung der beiden beteiligten Parteien wird derjenige, der etwas vorträgt, im Folgenden als „Kommunikator“ bezeichnet, während derjenige, welcher das audiovisuell vom Kommunikator auf ihn Einwirkende aufnimmt, „Rezipient“ genannt wird.
Die Grundlage für meine Erörterung basiert weitgehend auf eigenen Überlegungen und Erfahrungen, die ich teilweise auch durch die Mitarbeit bei einem landesweiten Radiosender sammeln konnte, sowie auf Recherche in Büchern des Sprechwissenschaftlers Stefan Wachtel.
Inhaltsverzeichnis
- EINLEITUNG
- AUSGANGSSITUATION
- Kommunikator und Rezipienten
- Selbstgespräch
- Vertrautes Publikum
- Fremdes Publikum
- GELESENE TEXTE
- Konzentration auf den Lesetext
- Wirkung auf Kommunikator und Rezipient
- Fremde und selbst verfasste Texte
- Weitere Vor- und Nachteile gelesener Texte
- FREIE ÄUBERUNGEN
- Konzentration auf die Präsentation
- Wirkung auf Kommunikator und Rezipient
- Weitere Vor- und Nachteile freier Äußerungen
- MISCHFORMEN
- Radio
- Fernsehen
- RESÜMEE
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, einen vergleichenden Überblick über die unterschiedlichen Kommunikationsformen des freien Äußerns und des gelesenen Textes zu geben. Dabei wird die Situation des Kommunikators und des Rezipienten in den Mittelpunkt gestellt und untersucht, wie diese jeweils die Art der Kommunikation beeinflusst.
- Untersuchung der Vor- und Nachteile des freien Sprechens und des Vorlesens
- Analyse der unterschiedlichen Konzentrationsprozesse bei beiden Formen der Kommunikation
- Bewertung der Wirkung auf den Kommunikator und den Rezipienten
- Bedeutung des Selbstgesprächs und des vertrauten Publikums als vorbereitende Elemente
- Unterscheidung zwischen dem Lesen fremder und selbst verfasster Texte
Zusammenfassung der Kapitel
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die die Relevanz von Kommunikation in der heutigen Zeit betont und die beiden untersuchten Kommunikationsformen, freies Äußern und gelesene Texte, einführt. Im Anschluss werden die verschiedenen Ausgangssituationen für den Kommunikator und den Rezipienten beleuchtet, darunter Selbstgespräch, vertrautes Publikum und fremdes Publikum.
Das dritte Kapitel befasst sich mit gelesenen Texten. Hier wird insbesondere die Konzentration auf den Lesetext und die damit verbundenen Blickbewegungen des Kommunikators analysiert. Die Wirkung auf Kommunikator und Rezipient wird ebenfalls beleuchtet, wobei die unterschiedliche Wahrnehmung von vorgelesenen Texten in der öffentlichen und privaten Kommunikation im Vordergrund steht. Zudem wird die Frage nach der Verwendung fremder versus selbst verfasster Texte untersucht.
Das vierte Kapitel widmet sich freien Äußerungen. Der Fokus liegt hier auf der Konzentration auf die Präsentation, der Wirkung auf Kommunikator und Rezipient sowie den Vor- und Nachteilen dieser Kommunikationsform.
Schließlich werden Mischformen wie Radio und Fernsehen betrachtet.
Schlüsselwörter
Kommunikationsformen, freies Äußern, gelesene Texte, Kommunikator, Rezipient, Selbstgespräch, vertrautes Publikum, fremdes Publikum, Konzentration, Wirkung, Vor- und Nachteile, Mischformen, Radio, Fernsehen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen "freiem Äußern" und "gelesenen Texten"?
Beim freien Äußern formuliert der Sprecher ohne Manuskript, während beim gelesenen Text die Konzentration auf einem schriftlich fixierten Entwurf liegt.
Welche Rolle spielt das Publikum bei der Wahl der Kommunikationsform?
Die Arbeit unterscheidet zwischen vertrautem Publikum (höhere Sicherheit) und fremdem Publikum, was die Entscheidung für oder gegen ein Manuskript beeinflusst.
Was sind die Nachteile des Vorlesens?
Vorlesen kann die Blickbewegung einschränken und den direkten Kontakt zum Rezipienten erschweren, was oft weniger authentisch wirkt als freies Sprechen.
Was ist ein "Kommunikator" und ein "Rezipient"?
In dieser Arbeit wird derjenige, der etwas vorträgt, als Kommunikator bezeichnet, während derjenige, der die Information aufnimmt, der Rezipient ist.
Welche Mischformen der Kommunikation gibt es?
Die Arbeit nennt Radio und Fernsehen als Beispiele, wo oft gelesene Texte (Nachrichten) mit freien Moderationen kombiniert werden.
Wie wirkt freies Sprechen auf den Rezipienten?
Freies Sprechen wirkt oft lebendiger und unmittelbarer, birgt aber das Risiko von Formulierungsfehlern oder dem "Faden verlieren".
- Citar trabajo
- B.A. Mario Müller (Autor), 2001, Charakterisierung und Vergleich der Kommunikationsformen "gelesene Texte" und "freie Äußerungen", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/44148