In dieser Hausarbeit befasse ich mich mit dem innerstaatlichen Präferenzbildungsprozess im demokratischen System und seinem daraus resultierenden Außenverhalten in der Interaktion mit anderen demokratischen Staaten. Obwohl hierbei innenpolitische Fragen zum Tragen kommen, ist dieses Thema aus liberaler Perspektive dennoch als Gegenstand der Internationalen Beziehungen zu betrachten, da die Innenseite der IB – also innerstaatliche Präferenzausbildung – transnationale soziale, ökonomische und politische Interaktion reflektiert. Wandlungen im internationalen Kontext als Folgeerscheinung innerstaatlicher Präferenzumschwünge ist hierbei eine Prämisse des Liberalismus. Interdependenzen tragen insgesamt dazu bei, dass das Verhalten eines Staates nicht nur durch innenpolitische Faktoren, sondern auch durch außenpolitische Gegebenheiten, also das Verhalten anderer Staaten, beeinflussbar ist. Weiterhin betrachtet der Liberalismus die Art und Weise der Produktion von Ergebnissen, die politische Macht im Fokus von sozialen Zwängen und Anforderungen impliziert.
Folglich ist die These, dass Interdependenzen und innerstaatliche Präferenzausbildung das staatliche Verhalten in der internationalen Umwelt bestimmen, zentraler Punkt dieser Abhandlung.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Neoliberalismus: Vertreter und Kernanannahmen
- Präferenzbildungsprozess im Staat und Auswirkung auf sein Außenverhalten
- Soziale Akteure und die Gesellschaft als zentrales Kriterium der Präferenzausbildung
- Innergesellschaftliche Repräsentation und staatliche Präferenzbildung
- Die Rolle des Staates und der Regierung
- Politische Beteiligung: Entscheidungsbildung, Willensbildung und Nationalinteresse
- Wirtschaft als Präferenzfaktor
- Zivilgesellschaft als innerstaatlicher Akteur
- Das Außenverhalten
- Staatspräferenzen und Kooperation
- Internationale Umwelt und Interdependente Präferenzordnung: Intergouvernementalismus am Beispiel des Europäischen Einigungsprozesses
- Arten der Präferenzordnung
- Zusammenfassung
- Quellen/Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit analysiert den innerstaatlichen Präferenzbildungsprozess in demokratischen Systemen und dessen Einfluss auf das Außenverhalten des Staates in der Interaktion mit anderen demokratischen Staaten. Der Fokus liegt dabei auf der liberalen Perspektive, die die Präferenzausbildung innerhalb des Staates als einen entscheidenden Faktor der internationalen Beziehungen betrachtet.
- Der Liberalismus als Theorie zur Erklärung des Zusammenspiels von innerstaatlicher Politik und Außenverhalten
- Die Rolle der Gesellschaft und ihrer Akteure in der Präferenzbildung
- Die Bedeutung des Staates und der Regierung im Prozess der Willensbildung
- Die Auswirkungen wirtschaftlicher und sozialer Interessen auf die staatliche Präferenzbildung
- Die Interdependenz von innerstaatlichen Prozessen und dem internationalen Kontext
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik ein und erläutert die zentrale These der Arbeit: Interdependenzen und innerstaatliche Präferenzbildung bestimmen das staatliche Verhalten in der internationalen Umwelt. Im zweiten Kapitel werden Vertreter und Kernannahmen des Neoliberalismus beleuchtet. Das dritte Kapitel konzentriert sich auf den Prozess der Präferenzbildung im Staat und stellt die Bedeutung sozialer Akteure, der Gesellschaft sowie die Rolle des Staates und der Regierung heraus. Es werden zudem wichtige Präferenzfaktoren wie die Wirtschaft und die Zivilgesellschaft beleuchtet. Das vierte Kapitel beleuchtet das Außenverhalten des Staates und die Bedeutung von Staatspräferenzen und Kooperation im internationalen Kontext. Am Beispiel des Europäischen Einigungsprozesses wird der intergouvernementale Ansatz untersucht. Das fünfte Kapitel untersucht verschiedene Arten der Präferenzordnung.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit zentralen Themen des Liberalismus in den Internationalen Beziehungen. Schlüsselbegriffe sind: Präferenzbildung, Innerstaatliche Politik, Außenverhalten, Interdependenzen, Neoliberalismus, Staat, Gesellschaft, Kooperation, Europäische Integration.
Häufig gestellte Fragen
Wie beeinflussen innerstaatliche Präferenzen das Außenverhalten eines Staates?
Aus liberaler Perspektive reflektiert das Außenverhalten die sozialen, ökonomischen und politischen Interessen innerhalb eines Staates. Änderungen dieser Präferenzen führen zu Wandlungen im internationalen Kontext.
Welche Rolle spielen soziale Akteure in der liberalen Theorie der IB?
Soziale Akteure und die Zivilgesellschaft sind zentral für die Präferenzausbildung. Der Staat fungiert als Repräsentant dieser innergesellschaftlichen Interessen auf internationaler Ebene.
Was bedeutet Interdependenz in diesem Zusammenhang?
Interdependenz bedeutet, dass das Verhalten eines Staates sowohl durch innenpolitische Faktoren als auch durch das Verhalten anderer Staaten und globale Gegebenheiten beeinflusst wird.
Wie wird das Nationalinteresse im Liberalismus definiert?
Das Nationalinteresse ist kein feststehender Begriff, sondern das Ergebnis von Prozessen der Entscheidungs- und Willensbildung, an denen wirtschaftliche und gesellschaftliche Akteure beteiligt sind.
Welches Praxisbeispiel für intergouvernementale Zusammenarbeit wird genannt?
Die Arbeit untersucht den Europäischen Einigungsprozess als Beispiel für eine interdependente Präferenzordnung und intergouvernementale Kooperation.
- Arbeit zitieren
- Adeline Kerekes (Autor:in), 2005, Liberalismus: Die innerstaatliche Präferenzbildung als Determinante für das Außenverhalten des Staates im internationalen Feld, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/43591