Es ist nicht neu, dass sich Absatzmärkte durch eine progressive Globalisierung in einem immer schnelleren Wandel befinden. Konkurrenzprodukte und technologische Veränderungen spielen bei der Verkürzung von Produktlebenszyklen eine zunehmende Rolle. Die Chancen von Unternehmen auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben, liegt in den Produktentwicklungsprozessen und in der Gestaltung des Produktlebenszyklus Managements.
Auswertungen haben gezeigt, dass durch den gradlinigen Einsatz des Produktlebenszyklus Managements erhebliche Einsparungen, beginnend bei der Produktentwicklungszeit bis hin zur Durchlaufzeit, verwirklicht werden können. Bei Produktentwicklungsprozessen stellen die dynamischen Merkmale eine besondere Schwierigkeit dar. Der zunehmende Zeit- und Kostendruck aber auch wachsende Anforderungen an die Produktqualität verweisen darauf, dass konventionelle sequenzielle Methoden der Produktentwicklung beschleunigt, parallelisiert und fachübergreifend einbezogen wurden.
Des Weiteren sind Herausforderungen im Bereich der interdisziplinären und ortsunabhängigen Zusammenarbeit nicht außer Acht zu lassen. Die Schaffung von Referenzprozessmodellen im Bereich der Produktentwicklung ermöglichen einen besseren Einblick in die einzelnen Prozess-Komponenten und ihrer Verknüpfungen. Demnach lassen sich die Produktentwicklungsprozesse planen und steuern.
Vor diesem Hintergrund befasst sich die vorliegende Arbeit mit der Betrachtung von zentralen Aspekte bei der Gestaltung von Produktlebenszyklus-Prozessen. Nachdem im ersten Schritt eine begriffliche Abgrenzung vorgenommen wird, werden in Kapitel 3 verschiedene Prozesslebenszyklus Standards und ein ausgewähltes Referenzmodell sowie die IT-Unterstützung der Prozessintegration vorgestellt und kritisch beleuchtet. Abschließend werden die gewonnenen Erkenntnisse resümiert.
INHALTSVERZEICHNIS
1 Einleitung
2 Begriffliche Abgrenzung
2.1 Produktbegriff
2.2 Produktlebenszyklus
3 Auserwählte Standards und Referenzmodelle in Bezug auf zentrale Produktlebenszyklus-Prozesse
3.1 ISO 9001:2000
3.2 EFQM-Modell
3.3 Six Sigma
3.4 Referenzmodell SCOR
4 IT-Unterstützung der Prozessintegration
4.1 Digitale Modelldefinition
4.2 Digitales Produktdatenmanagement (PDM)
4.3 Änderungsmanagement
4.4 Konfigurationsmanagement
4.5 Kollaboration in Entwicklung und Engineering
4.6 Projektmanagement und -durchführung
4.7 Fertigungsfreigabe
5 Kritische Betrachtung der Produktlebenszyklus-Prozessen
6 Schluss
7 Literaturverzeichnis
8 Abkürzungsverzeichnis
Produktlebenszyklus
Häufig gestellte Fragen
Was umfasst das Produktlebenszyklus-Management (PLM)?
PLM ist ein ganzheitlicher Ansatz zur Verwaltung aller produktbezogenen Daten und Prozesse von der ersten Idee über die Entwicklung bis hin zum Recycling.
Warum verkürzen sich Produktlebenszyklen heute immer mehr?
Gründe sind die progressive Globalisierung, schneller technologischer Wandel und ein intensiver Wettbewerb durch ständig neue Konkurrenzprodukte.
Welche Rolle spielt die IT im PLM?
IT-Systeme wie Produktdatenmanagement (PDM) unterstützen die Prozessintegration, das Änderungsmanagement und die ortsunabhängige Zusammenarbeit in der Entwicklung.
Was ist das SCOR-Referenzmodell?
SCOR steht für Supply Chain Operations Reference. Es hilft Unternehmen, die Effizienz ihrer Lieferketten-Prozesse zu bewerten und zu optimieren.
Wie beeinflussen ISO 9001 und Six Sigma den Produktlebenszyklus?
Diese Standards und Methoden dienen der Qualitätssicherung und Prozessoptimierung, um Fehler zu minimieren und die Kundenzufriedenheit über den gesamten Zyklus zu erhöhen.
Was versteht man unter digitalem Produktdatenmanagement (PDM)?
PDM ist ein System zur Speicherung und Verwaltung aller technischen Informationen eines Produkts, um einen konsistenten Zugriff für alle beteiligten Abteilungen zu gewährleisten.
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- Tina Oechsler (Author), 2017, Zentrale Aspekte der Gestaltung von Produktlebenszyklus-Prozessen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/434773