Tod, Elend, Armut, Krankheit, Zerstörung. Das sind Erscheinungen, die ein Krieg sowohl in der heutigen Zeit, als auch in früheren Jahrhunderten bedingt hat. Im 17. Jahrhundert, zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges, war dies nicht anders. Dieser Krieg zählt zu den verheerendsten Konflikten in der europäischen und vor allem deutschen Geschichte. Schlachten, Zerstörung, Seuchen, Hunger und Armut forderten einen hohen Tribut und ließen die Bevölkerungszahlen in Deutschland stark sinken.
Auch wichtige Lyriker, wie Gryphius, Opitz, Weckherlin, Harsdörffer oder Hoffmannswaldau konnten sich diesem Krieg nicht entziehen. Vielmehr hat dieses Ereignis einen großen und nachhaltigen Einfluss auf ihre Werke und die Lyrik des Barock ausgeübt. Im Verlauf des Dreißigjährigen Krieges sind zahlreiche Gedichte entstanden, vor allem solche, die über die Schrecken des Krieges klagen.
Stellvertretend für eine große Anzahl an gehaltvollen Gedichten, habe ich drei Gedichte als Grundstein für meine Arbeit ausgewählt. Zum einen das bekannte Sonett Threnen des Vatterlandes von Andreas Gryphius, dass beispielhaft für die gerade erwähnten Klagen steht. Zum anderen das patriotische Gedicht An das Teutschland von Georg Rodolf Weckherlin und die Friedenshoffnung bey Nochschwebender Handlung zu Münster und Osnabrück von Georg Philipp Harsdörffer, dass einen leichten und friedvollen Ton anschlägt. Alle drei Gedichte drehen sich um die Ereignisse des Dreißigjährigen Krieges, stellen diesen aber auf eine unterschiedliche Weise dar, was meine Gedichtauswahl begründet hat.
Im Rahmen dieser Arbeit gilt es den Schwerpunkt auf den Dreißigjährigen Krieg zu legen und am Beispiel von den drei Gedichten zu klären, wie der Dreißigjährige Krieg in der Lyrik des Barock dargestellt wird.
Inhaltsverzeichnis
- Erläuterung der Fragestellung
- Literaturhistorische Einordnung
- Der Dreißigjährige Krieg
- Die Bedeutung des Krieges für die Lyrik des Barock
- Darstellungen des Dreißigjährigen Krieges
- Andreas Gryphius: Threnen des Vatterlandes/Anno 1636 (1643)
- Georg Rodolf Weckherlin: An das Teutschland (1641)
- Georg Philipp Harsdörffer: Friedenshoffnung bey Nochschwebender Handlung zu Münster und Osnabrück (1648)........
- Schlussbetrachtung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der Darstellung des Dreißigjährigen Krieges in der Lyrik des Barock anhand dreier ausgewählter Gedichte. Das Ziel ist es, zu untersuchen, wie die Schrecken und die Folgen des Krieges in diesen Werken reflektiert werden und welche Rolle politische und religiöse Einstellungen sowie persönliche Erlebnisse der Dichter dabei spielen.
- Der Einfluss des Dreißigjährigen Krieges auf die Lyrik des Barock
- Die Darstellung von Kriegserfahrungen in den Gedichten
- Die Rolle von Religion und Politik in den Gedichten
- Die stilistischen Mittel der Dichter zur Vermittlung ihrer Botschaften
- Die Bedeutung der Gedichte für das Verständnis des Barock
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel erläutert die Fragestellung der Arbeit und stellt die drei ausgewählten Gedichte vor. Das zweite Kapitel bietet eine literaturhistorische Einordnung des Dreißigjährigen Krieges und seiner Bedeutung für die Lyrik des Barock. Das dritte Kapitel analysiert die drei Gedichte und untersucht, wie der Krieg in ihnen dargestellt wird.
Schlüsselwörter
Dreißigjähriger Krieg, Barocklyrik, Andreas Gryphius, Georg Rodolf Weckherlin, Georg Philipp Harsdörffer, Kriegserfahrung, Religion, Politik, Stilmittel, Literaturgeschichte.
- Quote paper
- Kristin Buser (Author), 2017, Die Darstellung des Dreißigjährigen Krieges in der Lyrik des Barocks, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/429901