Das 18. Jahrhundert ist gekennzeichnet durch die Wesenszüge der Epoche „Aufklärung“. Eine Antwort darauf, was Aufklärung bedeutet, hat 1784 der Philosoph Immanuel Kant in einem gleichnamigen Aufsatz gegeben: Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Vermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines andern zu bedienen. Selb stverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines andern zu bedienen. Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung... Zu dieser Aufklärung aber wird nichts erfordert als Freiheit, und zwar die unschädlichste unter allen, was nur Freiheit heißen mag. Nämlich die: von seiner Vernunft in allen Stücken öffentlich Gebrauch zu machen.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Hauptteil
- 2.1. Der Begriff der Epistel
- 2.2. Urheberrecht und Verlagskonzepte im 18. Jahrhundert
- 2.3. Lichtenbergs Beweggründe der Niederschrift der Epistel
- 2.4. Lichtenbergs Argumentationsstrategie
- 3. Fazit
- 4. Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit analysiert Georg Christoph Lichtenbergs Epistel an Tobias Göbhard im Hinblick auf seine Argumentationsstrategie. Der Fokus liegt auf der Untersuchung der Art und Weise, wie Lichtenberg seine Argumente in der Epistel aufbaut und welche rhetorischen Mittel er dabei verwendet. Die Arbeit beleuchtet auch den historischen Kontext der Epistel und die Rolle der Aufklärung im 18. Jahrhundert.
- Die Epistel als literarische Gattung
- Urheberrecht und Verlagswesen im 18. Jahrhundert
- Lichtenbergs Kritik an Göbhard und dessen Verlagskonzept
- Lichtenbergs Argumentationsstrategie: Satire, Ironie, Polemik
- Die Bedeutung der Epistel für die Entwicklung der Aufklärungsliteratur
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt den Leser in die historische Epoche der Aufklärung ein und beleuchtet die Bedeutung Georg Christoph Lichtenbergs als bedeutender Literat dieser Zeit. Außerdem werden die wesentlichen Hintergründe zur Entstehung der Epistel an Tobias Göbhard dargelegt. Im Hauptteil wird zunächst der Begriff der Epistel definiert und in den historischen Kontext des 17. und 18. Jahrhunderts eingebettet. Anschließend werden das Urheberrecht und die Verlagskonzepte dieser Epoche sowie Lichtenbergs Beweggründe für die Niederschrift der Epistel erörtert. Der letzte Teil des Hauptteils widmet sich der Analyse von Lichtenbergs Argumentationsstrategie, indem er die satirischen, ironischen und polemischen Elemente seiner Sprache beleuchtet.
Schlüsselwörter
Georg Christoph Lichtenberg, Epistel, Tobias Göbhard, Aufklärung, Urheberrecht, Verlagswesen, Argumentationsstrategie, Satire, Ironie, Polemik
Häufig gestellte Fragen
Was war Lichtenbergs Anlass für die 'Epistel an Tobias Göbhard'?
Lichtenberg kritisierte Göbhards Verlagskonzept und setzte sich im Kontext der Aufklärung mit Fragen des Urheberrechts und des Nachdrucks auseinander.
Welche rhetorischen Mittel nutzt Lichtenberg in seiner Argumentation?
Lichtenberg setzt gezielt auf Satire, Ironie und Polemik, um die Positionen seines Kontrahenten zu entlarven.
Wie definierte Immanuel Kant die Aufklärung?
Als "Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit" durch den Mut, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen.
Was ist eine 'Epistel' in diesem literarischen Kontext?
Eine Epistel ist ein literarischer Brief, der oft öffentlich-didaktische oder polemische Zwecke verfolgt.
Welche Rolle spielt das Urheberrecht im 18. Jahrhundert?
Die Arbeit beleuchtet die damals noch unsichere Rechtslage für Autoren und Verleger, die Lichtenberg in seiner Schrift thematisiert.
- Arbeit zitieren
- Rebecca Stabbert (Autor:in), 2005, Georg Christoph Lichtenbergs Argumentationsstrategie in der Epistel an Tobias Göbhard, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/42813