Das Romani nimmt als einziger Vertreter des indoarischen Zweiges eine Sonderposition in der Sprachlandschaft Europas ein. Angesichts einer sehr hohen dialektalen Vielfalt, vor allem auf dem Balkan, stellt sich die Frage, inwiefern das Romani dieser Region zum Balkansprachbund dazu gezählt werden kann und warum. Anhand zahlreicher Fallbeispiele aus diesen Sprachen wird eine Argumentationslinie zur Beantwortung gezogen.
Inhaltsverzeichnis
- Einführung
- Das Romani im Allgemeinen
- Balkanismen
- Das analytische Futur
- Der Infinitivverlust
- Die Objektverdopplung
- Weitere Kriterien
- Überblick
- Fazit
- Karten
- Quellen
- Literaturverzeichnis
- Internetquellen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht die Frage, ob Romani als Teil des Balkansprachbundes betrachtet werden kann. Sie analysiert die typischen Merkmale des Balkansprachbundes und untersucht deren Vorkommen im Romani, insbesondere im Hinblick auf die Balkandialekte. Ziel ist es, herauszufinden, ob die Gemeinsamkeiten zwischen Romani und den anderen Balkansprachen auf gemeinsamen Ursprung oder auf Sprachkontakt zurückzuführen sind.
- Analyse der Balkanismen im Romani
- Untersuchung der sprachlichen Entwicklung des Romani im Kontext des Balkansprachbundes
- Bewertung der Rolle des Sprachkontakts für die Entwicklung des Romani
- Diskussion über die Einordnung des Romani im Balkansprachbund
Zusammenfassung der Kapitel
- Die Einleitung stellt Romani als indoarische Sprache vor und hebt die einzigartige Positionierung im europäischen Kontext hervor. Sie beschreibt die Entstehung des Balkansprachbundes und die Frage, ob Romani als Mitglied dieses Sprachbundes gilt.
- Das Kapitel „Das Romani im Allgemeinen“ bietet einen Überblick über die Entwicklung des Romani und seine dialektale Vielfalt, sowie die Entstehung von Entlehnungen und Übernahmen aus verschiedenen Sprachen.
- Das Kapitel „Balkanismen“ befasst sich mit der Frage, ob das Romani die für den Balkansprachbund typischen Merkmale aufweist. Es werden einzelne Merkmale wie das analytische Futur und der Infinitivverlust untersucht und anhand von Beispielen erläutert.
Schlüsselwörter
Romani, Balkansprachbund, indoarische Sprache, Balkanismen, analytisches Futur, Infinitivverlust, Objektverdopplung, Sprachkontakt, Sprachentwicklung, Dialektologie.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die sprachliche Herkunft des Romani?
Romani ist eine indoarische Sprache und damit der einzige Vertreter dieses Zweiges, der dauerhaft in Europa gesprochen wird.
Was versteht man unter dem 'Balkansprachbund'?
Es ist eine Gruppe von Sprachen auf dem Balkan (wie Bulgarisch, Rumänisch, Griechisch), die trotz unterschiedlicher Herkunft durch langen Kontakt ähnliche grammatikalische Merkmale entwickelt haben.
Welche 'Balkanismen' finden sich im Romani?
Typische Merkmale im Romani sind der Verlust des Infinitivs, die Bildung des Futurs mit einem Hilfsverb (analytisches Futur) und die Objektverdopplung.
Warum ist das Romani auf dem Balkan so vielfältig?
Die hohe dialektale Vielfalt resultiert aus der jahrhundertelangen Migration und dem intensiven Kontakt mit verschiedenen lokalen Umgebungssprachen.
Ist Romani nun Teil des Balkansprachbundes?
Die Arbeit zieht eine Argumentationslinie, die zeigt, dass Romani aufgrund zahlreicher struktureller Gemeinsamkeiten als integraler Bestandteil des Balkansprachbundes angesehen werden kann.
- Citar trabajo
- Stanley Kochem (Autor), 2018, Romani auf dem Balkan. Indoarisch resistent oder Teil des Balkansprachbundes?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/426896