"Langweilig zu sein ist die ärgste Sünde des Unterrichts", sprach schon der deutsche Philosoph, Psychologe und Pädagoge Johann Friedrich Herbart (1776 – 1841). Er gilt als einer der Pioniere der Entwicklung einer systemischen Theorie vom Lernen und Lehren und entwickelte eine komplexe Methodenlehre. Was Herbart bereits im 18. Jahrhundert postulierte scheint im Zeitalter der Informationsgesellschaft aktueller denn je.
Heute sind Lehrende mit einem breiten Arsenal moderner und bewährter Lernmethoden und Materialien bewaffnet, unterstützt durch kompetenzorientierte Lehrpläne, die sich durch die Vermittlung von anwendungsbereiten Wissen und Fähigkeiten anstelle des schnöden Auswendig-Lernens von Faktenwissen auszeichnen. Und genau durch jenes Geflecht aus kompetenzorientierten Lernzielen, lebensweltbezogenen Inhalten und einer abwechslungsreicher und trotzdem optimalen Wahl von Methoden und Mitteln zeichnet eine schülerorientierte Unterrichtsplanung aus.
Diese Seminararbeit setzt sich intensiv mit der Planung einer kompentenzzielorientierten WTH-Doppelstunde einer 7. Klasse auseinander, beginnend bei der Bedingungsanalyse bis hin zum Aufstellen des Verlaufsplanes. Dabei behandelt diese Seminararbeit die Fragen nach dem Einfluss der spezifischen Lernsituation auf die Lernzielsetzung, der Legitimation der Eignung eines Lerngegenstandes, dem Weg vom Lehrplan zum Lernziel, der geeigneten Wahl von Methoden und der Auswahl und Begründung des Medieneinsatzes.
Inhaltsverzeichnis
- Inhaltsverzeichnis
- Tabellenverzeichnis
- Einleitung
- Begriffsklärung
- Der Lehrplan
- Der Unterrichtsentwurf
- Bedingungsanalyse
- Situation der Schule
- Situation der Klasse
- Konstruktion einer Realsituation
- Lernbereichsplanung
- Einordnung des Lernbereichs in korrespondierende Lernbereiche
- Einordnung der zu planenden Doppelstunde in den Lernbereich
- Analyse und Formulierung einer Lernsituation
- Konstruktion einer Lernsituation
- Sachanalyse
- Didaktische Analyse
- Lernzielorientierte Didaktik und Kompetenzorientierte Lernziele
- Formulierung von Kompetenzzielen im Lernbereich
- Unterrichtseinheit
- Auswahl und Begründung der Methoden
- Auswahl und Begründung des Medieneinsatzes
- Verlaufsplanung
- Fazit
- Quellenverzeichnis
- Anlagen / Portfolio
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Seminararbeit befasst sich mit der Planung einer kompetenzorientierten WTH-Doppelstunde für eine 7. Klasse. Dabei wird die gesamte Planung von der Bedingungsanalyse bis zum Verlaufsplan betrachtet und es werden Fragen nach dem Einfluss der Lernsituation auf die Lernzielsetzung, der Eignung des Lerngegenstands, dem Weg vom Lehrplan zum Lernziel, der Wahl geeigneter Methoden und der Auswahl und Begründung des Medieneinsatzes behandelt.
- Einfluss der spezifischen Lernsituation auf die Lernzielsetzung
- Legitimation der Eignung eines Lerngegenstands
- Weg vom Lehrplan zum Lernziel
- Geeignete Wahl von Methoden
- Auswahl und Begründung des Medieneinsatzes
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung erläutert die Relevanz einer schülerorientierten Unterrichtsplanung und führt die wichtigsten Themen der Seminararbeit ein. Kapitel 2 stellt die Begriffe Lehrplan und Unterrichtsentwurf vor. In Kapitel 3 wird die Bedingungsanalyse einer fiktiven, aber realitätsnahen Modellschule und Modellklasse durchgeführt, aus der eine Realsituation abgeleitet wird, die als Rahmen für die Unterrichtsplanung dient. Kapitel 4 beschäftigt sich mit der Lernbereichsplanung anhand des sächsischen Lehrplans, dem ersten Schritt des Unterrichtsentwurfs. Kapitel 5 geht weiter in die Tiefe und analysiert die Lernsituation, untersucht die Sachanalyse und die Didaktische Analyse, betrachtet die Lernzielorientierte Didaktik und kompetenzorientierte Lernziele, formuliert Feinziele für die Unterrichtseinheit und wählt und begründet die verwendeten Methoden und Medien. Kapitel 6 fasst die Ergebnisse der vorherigen Kapitel in der Verlaufsplanung zusammen.
Schlüsselwörter
Kompetenzorientierte Didaktik, Unterrichtsentwurf, WTH-Doppelstunde, Bedingungsanalyse, Lernsituation, Sachanalyse, Didaktische Analyse, Methoden, Medien, Lehrplan, Verlaufsplanung
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Ziel einer kompetenzorientierten Unterrichtsplanung im Fach WTH?
Ziel ist die Vermittlung von anwendungsbereitem Wissen und praktischen Fähigkeiten anstelle von reinem Auswendiglernen, bezogen auf die Lebenswelt der Schüler.
Warum ist die Bedingungsanalyse für den Unterrichtsentwurf wichtig?
Sie analysiert die spezifische Situation der Schule und der Klasse, um die Lernziele und Methoden optimal auf die Voraussetzungen der Schüler abzustimmen.
Wie wird ein Lerngegenstand didaktisch legitimiert?
Durch eine didaktische Analyse wird geprüft, ob das Thema für die Schüler gegenwarts- und zukunftsbedeutsam ist und welche Kompetenzen dadurch erworben werden.
Welche Rolle spielt der Lehrplan bei der Planung einer Doppelstunde?
Der Lehrplan gibt den Rahmen und die Lernbereichsziele vor, aus denen der Lehrer spezifische Feinziele für die jeweilige Unterrichtseinheit ableitet.
Nach welchen Kriterien werden Methoden und Medien ausgewählt?
Die Wahl muss die Aktivierung der Schüler fördern, zum Lernziel passen und die gewählte Lernsituation methodisch sinnvoll unterstützen.
Was beinhaltet ein Verlaufsplan für den Unterricht?
Er strukturiert die Unterrichtsstunde zeitlich und inhaltlich in Phasen wie Einstieg, Erarbeitung und Sicherung unter Angabe der Sozialformen.
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- Martin Schaller (Author), 2015, Unterrichtsplanung für das Fach "Wirtschaft-Technik-Haushalt" in der 7. Klasse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/418296