Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Wirtschafts- und Entwicklungspolitik in Venezuela. Der Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem ausgehenden 20. Jahrhundert, der Zeit des Neoliberalismus. Es werden dabei die ausschlaggebenden historischen Etappen und ihre Auswirkungen in wirtschafts- und sozialpolitischer Hinsicht charakterisiert.
Da Venezuela zu den erdölexportierenden Länder zählt und dieser Umstand weitreichende Folgen für die Entwicklung des Staates hatte, erfolgt eingangs eine Darstellung der staatlichen Politik im Bereich der Erdölförderung.
Inhaltsverzeichnis
- I. Venezuela als Erdölexporteur
- I.1 Der Versuch vom Aufbau eines Sozialstaates
- 1.2 Der Beginn der parlamentarischen Demokratie und Importsubstitution
- 1.3 Die Politik der Exportdiversifizierung
- 1.4 Die lateinamerikanische Integration
- 1.5 Die Verstaatlichung
- II. Venezuela und der Neoliberalismus
- II.1 Die Schuldenkrise und das Ende des Staatsprotektionismus
- II.2 Strukturanpassungsprogramme
- III. Die Bolivarianische Revolution
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit analysiert die Wirtschafts- und Entwicklungspolitik Venezuelas im ausgehenden 20. Jahrhundert, mit einem Fokus auf die Zeit des Neoliberalismus. Sie beleuchtet wichtige Etappen dieser Entwicklung, ohne jedoch eine vollständige Darstellung der politischen Ereignisse anzustreben.
- Die Bedeutung der Erdölförderung und deren Einfluss auf die venezolanische Wirtschaft
- Die verschiedenen Versuche, die Abhängigkeit vom Erdöl zu verringern und eine diversifizierte Wirtschaft zu schaffen
- Die Einführung und die Folgen der importsubstituierenden Industrialisierung
- Die Auswirkungen der Schuldenkrise und die Einführung von Strukturanpassungsprogrammen
- Die Rolle der Bolivarianischen Revolution in der venezolanischen Geschichte
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel beleuchtet die Rolle Venezuelas als Erdölexporteur. Es beschreibt die Entwicklung der Erdölförderung vom Beginn im Jahr 1919 bis hin zu den Folgen für die Wirtschaftsstruktur und die soziale Entwicklung des Landes.
Das zweite Kapitel widmet sich der Epoche des Neoliberalismus in Venezuela. Es analysiert die Auswirkungen der Schuldenkrise und die Einführung von Strukturanpassungsprogrammen auf die venezolanische Wirtschaft und Gesellschaft.
Schlüsselwörter
Venezuela, Wirtschaftspolitik, Entwicklungspolitik, Erdöl, Erdölexport, Neoliberalismus, Schuldenkrise, Importsubstitution, Strukturanpassungsprogramme, Bolivarianische Revolution, Soziale Ungleichheit, Landreform.
Häufig gestellte Fragen
Welchen Einfluss hat Erdöl auf die Wirtschaft Venezuelas?
Erdöl ist seit 1919 der wichtigste Exportfaktor und hat die gesamte Wirtschaftsstruktur sowie die staatliche Sozialpolitik Venezuelas maßgeblich geprägt.
Was war das Ziel der importsubstituierenden Industrialisierung?
Ziel war es, die Abhängigkeit von Importen zu verringern, indem eigene Industrien aufgebaut wurden, um die heimische Wirtschaft zu diversifizieren.
Wie wirkte sich der Neoliberalismus in Venezuela aus?
Die Ära des Neoliberalismus war durch Schuldenkrisen, das Ende des Staatsprotektionismus und die Einführung von harten Strukturanpassungsprogrammen gekennzeichnet.
Was ist die „Bolivarianische Revolution“?
Die Bolivarianische Revolution markiert eine politische Wende am Ende des 20. Jahrhunderts, die tiefgreifende Veränderungen in der Sozial- und Wirtschaftspolitik Venezuelas anstrebte.
Warum scheiterten viele Versuche der Exportdiversifizierung?
Die Arbeit beleuchtet die Schwierigkeiten, die einseitige Abhängigkeit vom Erdölexport trotz staatlicher Bemühungen und lateinamerikanischer Integrationsversuche zu überwinden.
- Citation du texte
- Mag.phil. Verena Brunner (Auteur), 2002, Venezuela: Wirtschafts- und Entwicklungspolitik im 20. Jahrhundert, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/41576