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Mensch-Roboter-Interaktion in einem Ultimatum-Spiel

Eine experimentelle Untersuchung

Title: Mensch-Roboter-Interaktion in einem Ultimatum-Spiel

Bachelor Thesis , 2016 , 77 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Rawol Chabra (Author)

Sociology - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Wie sieht die Technologie der Zukunft aus? Es wird vorhergesagt, dass bis 2018 der weltweite Absatz von privat genutzten Robotern auf 35 Millionen steigen wird.
Dazu zählen unter anderem Haushalts-, Freizeit- und Unterhaltungsroboter. Aber es gibt schon Unternehmen, wie SoftBank Robtics, die humanoide Roboter kreieren. Sie glauben an eine Zukunft, in der menschenähnlichen Roboter ständiger Begleiter der Menschen sein werden; sei es bei ihnen zuhause, in der Freizeit oder bei der Arbeit.
Hier stellt sich die Frage, inwieweit Menschen mit Robotern wirklich zusammenleben können und welchen Einfluss sie auf unser Leben, Verhalten und unsere Entscheidungen haben werden.

Aus diesem Grund konzentriert sich diese Forschungsarbeit auf das Entscheidungs-verhalten von Menschen, die mit einem Roboter interagieren. Hierfür wird das im Jahre 1982 experimentell umgesetzte Ultimatum-Spiel von Güth et al. herangezo-gen und angepasst. Der Fokus liegt darauf, inwiefern ein Roboter, der als Interme-diär zwischen zwei Teilnehmern agiert, die Entscheidung beeinflusst. In diesem Zusammenhang wurden zwei weitere Experimente, Face-to-Face und Anonym, ohne einen Roboter durchgeführt, um die Ergebnisse miteinander vergleichen und auswerten zu können. Anhand dieser Auswertung soll verdeutlicht werden, wie und in welcher Art und Weise sich die Entscheidung der Teilnehmer beeinflussen ließ.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Human-Robot-Interaction

2.1.1 Soziale Robotik

2.1.2 Akzeptanz von Robotern

2.2 Ultimatum-Spiel

3 Untersuchungsgegenstand und Hypothesen

3.1 Informationen zum Untersuchungsgegenstand

3.2 Hypothesen

4 Experimentdesign

4.1 Allgemeine Informationen

4.2 Versuchsaufbau

4.2.1 Treatment Roboter als Vermittler (R)

4.2.2 Treatment Face-to-Face (F)

4.2.3 Treatment Anonym (A)

4.3 Technische Implementierung

4.3.1 NAO-Roboter

4.3.2 Programmierung

4.4 Durchführung

4.4.1 Auswahl der Teilnehmer

4.4.2 Experimentablauf

4.4.3 Auszahlung

5 Vergleich und Auswertung der Ergebnisse

5.1 Stichprobenbeschreibung

5.2 Entscheidungsverhalten der Spieler

5.2.1 Forderungsverhalten Spieler A

5.2.2 Annahmeverhalten Spieler B

5.3 Vergleich der Treatments

5.3.1 Durchschnittliche Forderung Spieler A

5.3.2 Annahmequote Spieler B

5.4 Auswertung der Hypothesen

5.4.1 Allgemeine Information

5.4.2 Auswertung Spieler A

5.4.3 Auswertung Spieler B

5.5 Auswertung und Beobachtung der Mensch-Roboter-Interaktion

5.5.1 Auswertung der offenen Fragen

5.5.2 Beobachtung der Probanden

5.6 Vergleich mit bisherigen Studien

6 Schluss

6.1 Kritische Würdigung der Arbeit

6.2 Zusammenfassung

6.3 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht experimentell, ob und wie die Einbindung eines humanoiden Roboters als Intermediär in einem Ultimatum-Spiel das Entscheidungsverhalten menschlicher Probanden beeinflusst. Hierzu wurde das klassische Spielkonzept durch ein Roboter-Treatment sowie zwei Kontroll-Treatments (Anonym und Face-to-Face) erweitert und mittels statistischer T-Tests und Zweistichprobentests ausgewertet.

  • Mensch-Roboter-Interaktion (HRI)
  • Spieltheorie und Ultimatum-Spiel
  • Soziale Robotik und Akzeptanz von Systemen
  • Einfluss von Technologie auf Entscheidungsverhalten
  • Methodik des experimentellen Designs

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Soziale Robotik

Im vorherigen Abschnitt wurde erläutert, dass Roboter heutzutage in diversen Gebieten eingesetzt werden. Der folgende Teil der Arbeit konzentriert sich auf soziale Robotik die in das menschliche Umfeld eingesetzt und integriert werden soll. Bartneck und Forlizzi definieren den Begriff wie folgt:

„A social robot is an autonomous or semi-autonomous robot that interacts and communicates with humans by following the behavioral norms expected by the people with whom the robot is intended to interact.“ (Bartneck & Forlizzi, 2004, S. 592)

Diese Definition besagt indirekt, dass ein social robot eine physische Verkörperung besitzt und eigenständig ist. Im Falle eines teilautonomen Roboters, kann dieser als sozial definiert werden, wenn er ein akzeptables Maß von gesellschaftlichen Normen für die Kommunikation beherrscht. Zudem ist von enormer Wichtigkeit, dass Roboter mit Menschen interagieren und kommunizieren, damit sie nach dieser Definition als social robots akzeptiert werden (Bartneck & Forlizzi, 2004, S. 592). Dautenhahn geht einen Schritt weiter und definiert, welche grundlegende Funktionen ein social robot mit sich bringen sollte:

Lernfähigkeit, Emotionen zeigen und erkennen, soziale Kontakte aufbauen und aufrecht halten, verbale und nonverbale Kommunikation beherrschen und erkennen, eine/n ausgeprägte/n Persönlichkeit und Charakter vorweisen und soziale Kompetenzen erlernen und selbständig weiterentwickeln (Dautenhahn, 2007, S. 684).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit führt in die technologische Entwicklung von Robotern ein und formuliert die Forschungsfrage zum Einfluss eines robotischen Intermediärs auf menschliche Entscheidungen im Ultimatum-Spiel.

2 Theoretische Grundlagen: Es werden die Forschungsfelder der Mensch-Roboter-Interaktion sowie die spieltheoretischen Grundlagen und Regeln des Ultimatum-Spiels ausführlich erläutert.

3 Untersuchungsgegenstand und Hypothesen: Basierend auf bisherigen Studien zum Verhalten gegenüber Robotern werden Forschungsfragen definiert und Hypothesen zum Verhalten von Proposern und Respondern in drei unterschiedlichen Test-Settings aufgestellt.

4 Experimentdesign: Dieser Teil beschreibt detailliert den Versuchsaufbau der drei Treatments (Roboter, Face-to-Face, Anonym), die technische Realisierung des NAO-Roboters und die Durchführung der empirischen Untersuchung.

5 Vergleich und Auswertung der Ergebnisse: Die erhobenen Daten werden deskriptiv und statistisch analysiert, um Unterschiede im Entscheidungsverhalten der Probanden in den verschiedenen Szenarien zu prüfen.

6 Schluss: Die Arbeit endet mit einer kritischen Würdigung der Methodik, einer Zusammenfassung der Ergebnisse und einem Fazit über den tatsächlichen Einfluss des Roboters auf die menschliche Entscheidungsgewalt.

Schlüsselwörter

Ultimatum-Spiel, Roboter, Spieltheorie, Mensch-Roboter-Interaktion, Soziale Robotik, Uncanny Valley, Experimentelle Untersuchung, NAO, Entscheidungsverhalten, Akzeptanz, Intermediär, Statistik, T-Test, Proposer, Responder

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht, ob ein humanoider Roboter, der als Vermittler in einem Ultimatum-Spiel auftritt, das Entscheidungsverhalten von Menschen beeinflusst.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf den Gebieten der Mensch-Roboter-Interaktion, der Spieltheorie und der empirischen Verhaltensforschung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu analysieren, ob sich die Annahme- und Forderungsraten in einem Ultimatum-Spiel signifikant unterscheiden, wenn ein Roboter die Verhandlung vermittelt, anstatt sie anonym oder direkt (Face-to-Face) zu führen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde gewählt?

Es wurde eine experimentelle Untersuchung mit 90 Spielpaaren durchgeführt, wobei die quantitativen Daten mittels T-Tests und Zweistichprobentests statistisch ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen, die Beschreibung des experimentellen Aufbaus (inkl. Technik und Durchführung), die statistische Auswertung der Ergebnisse sowie einen Vergleich mit existierenden Studien.

Welche Schlüsselbegriffe beschreiben die Arbeit am besten?

Zentrale Begriffe sind das Ultimatum-Spiel, Mensch-Roboter-Interaktion, Uncanny Valley und der Einsatz von humanoiden Robotern als Vermittler.

Welchen Einfluss hatte der Roboter laut der statistischen Auswertung?

Die statistische Auswertung ergab keine signifikanten Unterschiede zwischen den Test-Gruppen, was darauf hindeutet, dass der Roboter die eigentliche ökonomische Entscheidung der Probanden nicht maßgeblich beeinflusst hat.

Wie nahmen die Teilnehmer den eingesetzten Roboter NAO wahr?

Ein Großteil der Teilnehmer äußerte sich positiv („süß“, „faszinierend“), fühlte sich jedoch mehr durch den Roboter unterhalten oder beobachtet, als dass sie dessen Anwesenheit als ausschlaggebend für ihre finanzielle Entscheidung ansahen.

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Details

Title
Mensch-Roboter-Interaktion in einem Ultimatum-Spiel
Subtitle
Eine experimentelle Untersuchung
College
University of Applied Sciences Frankfurt am Main
Course
Spieltheorie
Grade
1,3
Author
Rawol Chabra (Author)
Publication Year
2016
Pages
77
Catalog Number
V414293
ISBN (eBook)
9783668653115
ISBN (Book)
9783668653122
Language
German
Tags
Roboter Spieltheorie Ultimatum-Spiel Experiment
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Rawol Chabra (Author), 2016, Mensch-Roboter-Interaktion in einem Ultimatum-Spiel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/414293
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