EINLEITUNG
Armut ist eine wirtschaftliche Lage, in der es Menschen an ausreichenden Mitteln fehlt, um ein bestimmtes minimales Niveau der Gesundheitsvorsorge, Ernährung, Kleidung, Bildung und des
Wohnens aufrechtzuerhalten, das allgemein als notwendig erachtet wird, um einen angemessenen Lebensstandard zu gewährleisten. Was dabei als angemessen gilt, hängt allerdings stark vom durchschnittlichen Lebensstandard der jeweiligen Gesellschaft ab.
Der Begriff relative Armut findet Verwendung zur Beschreibung der materiellen Lage von Personen, deren Einkommen beträchtlich unter dem jeweiligen gesellschaftlichen Durchschnitt liegt. Subjektive Armut liegt dann vor, wenn die Betroffenen selbst ihre Lage als Armut
empfinden. Als absolute Armut bezeichnet man den Mangel an der für den Erhalt der Gesundheit notwendigen Nahrung.
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Inhaltsverzeichnis
1. VORWORT
2. EINLEITUNG
2.1. BEDEUTUNGSWANDEL VON ARMUT IN DER EUROPÄISCHEN GESCHICHTE
2.2. ARMUT IN DEN INDUSTRIENATIONEN
2.3. ARMUT IN DER DRITTEN WELT
3. LEBENSLAGEN IN DEUTSCHLAND
3.1. LEBENSLAGEN VON FAMILIEN MIT KINDERN
3.2. FAMILIEN IN DEUTSCHLAND
3.3. FAMILIENFORMEN
3.4. ALLEIN ERZIEHENDE
3.5. ERWERBSBETEILIGUNG
3.6. GEBURTENENTWICKLUNG UND KINDERZAHL IN DEN FAMILIEN
3.7. GENERATIONSSOLIDARITÄT IN FAMILIEN
3.8. FAMILIEN AUSLÄNDISCHER HERKUNFT
3.9. EINKOMMENSSITUATION VON FAMILIEN
3.10. ENTWICKLUNG DER FAMILIENEINKOMMEN
3.11. EINKOMMEN DER ALLEIN ERZIEHENDEN
3.12. EINKOMMEN DER FAMILIEN IN DEN NEUEN LÄNDERN
3.13. FAMILIEN IN DER SOZIALHILFE
3.14. EINFLUßFAKTOREN BEI VERARMUNGSPROZESSEN VON FAMILIEN
3.15. MANGELNDE VEREINBARKEIT VON FAMILIEN- UND ERWERBSARBEIT
3.16. SOZIALE NOTLAGEN VON FAMILIEN MIT KINDERN
3.17. DAS ECHO IN DER TAGESPRESSE
3.18. KRITIK AM BERICHT
4. RESUMEE
4.1. NACHWORT
4.2. LITERATUR
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Lebenslagen von Familien im Kontext von Armut und sozialer Ungleichheit in Deutschland, basierend auf dem ersten Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung aus dem Jahr 2001. Ziel ist es, ein differenziertes Bild der sozialen Realität von Familien mit Kindern zu vermitteln und Denkanstöße für die sozialpolitische Diskussion zu liefern.
- Armut und sozialer Ausschluss in der Bundesrepublik Deutschland
- Spezifische Risikolagen von Familien mit Kindern
- Die Rolle von Erwerbsbeteiligung und Kinderbetreuung
- Einflussfaktoren für Verarmungsprozesse bei Familien
- Kritische Analyse des Armuts- und Reichtumsberichts der Bundesregierung
Auszug aus dem Buch
3.1. LEBENSLAGEN VON FAMILIEN MIT KINDERN
Im folgenden möchte ich mich besonders mit den Lebenslagen von Familien mit Kindern auseinandersetzten. Dies ist natürlich nur ein Teil des Berichtes, der zur Steigerung der Qualität einzelner Aspekte nicht im Gesamten beleuchtet werden kann.
Die VerfasserInnen des Berichtes verweisen darauf, daß die Situation und Entwicklung von Familien oft stark von gesellschaftlichen Umständen abhängig sind, denn die Auswirkungen von Belastungen und Problemen wird in dieser Gesellschaftsgruppe besonders deutlich.
Durch verschiedene Herkünfte, erworbene Statutes, durch Abhängigkeiten gegenüber gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen usw. erweisen sich die Problemlagen von Familien mit Kindern als sehr unterschiedlich.
Die AutorInnen gehen davon aus, daß besonders junge Familien mit kleinen Kindern ein erhöhtes Armutsrisiko bergen, da mehrere auslösende Faktoren für Armut zusammen kommen können. Über das Maß der Einkommensverteilung allein kann die Armut einer Familie nicht gemessen werden, denn die Lebenslagen von Personen umfassen eine Vielzahl von Dimensionen (Bildung, Erwerbsstatus, Gesundheit, Wohnsituation, Familiensituation und soziale Netzwerke).
Zusammenfassung der Kapitel
1. VORWORT: Einleitung in die globale Armutsproblematik und Überleitung zur Fragestellung der Armut im deutschen Wohlfahrtsstaat.
2. EINLEITUNG: Definition zentraler Begriffe wie absolute, relative und subjektive Armut sowie ein historischer Abriss der Armutsbewertung.
3. LEBENSLAGEN IN DEUTSCHLAND: Detaillierte Analyse des ersten Armuts- und Reichtumsberichts der Bundesregierung mit Fokus auf die Situation von Familien.
4. RESUMEE: Abschließende Forderungen für eine bedarfsgerechte Armutspolitik und sozialpolitische Schlussfolgerungen.
Schlüsselwörter
Armut, Reichtum, Lebenslagen, Familienpolitik, Sozialhilfe, Erwerbsbeteiligung, Alleinerziehende, Soziale Ungleichheit, Kinderarmut, Wohlfahrtsstaat, Armutsbericht, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Sozialstaat, Einkommensverteilung, Soziale Ausgrenzung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert Armut und soziale Ungleichheit in Deutschland mit einem speziellen Fokus auf die Lebenslagen von Familien.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themen umfassen Armutsdefinitionen, die soziale Lage von Familien, Erwerbsbeteiligung, Kinderbetreuung sowie die kritische Betrachtung staatlicher Berichterstattung.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, ein differenziertes Bild der sozialen Wirklichkeit von Familien zu skizzieren und als Grundlage für eine politische Diskussion über Armut und soziale Gerechtigkeit zu dienen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich primär auf eine Inhaltsanalyse des ersten Armuts- und Reichtumsberichts der Bundesregierung aus dem Jahr 2001, ergänzt durch weiterführende Literatur.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden spezifische Faktoren wie Familienformen, Einkommenssituationen, Erwerbsbeteiligung und soziale Notlagen detailliert beleuchtet.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den zentralen Begriffen gehören Armut, Reichtum, Lebenslagen, Familienpolitik, soziale Ungleichheit und Armutsbericht.
Warum haben Alleinerziehende ein besonderes Armutsrisiko?
Weil sie oft auf nur ein Einkommen angewiesen sind und die Vereinbarkeit von Beruf und Kinderbetreuung aufgrund schlechter Rahmenbedingungen nur schwer realisierbar ist.
Welche Rolle spielt der Armuts- und Reichtumsbericht für die Kritik der Autorin?
Die Autorin kritisiert, dass der Bericht zwar eine wichtige Faktensammlung darstellt, jedoch konkrete Gegenmaßnahmen vermissen lässt und den Reichtum nur unzureichend thematisiert.
- Citar trabajo
- Ulrike Martius (Autor), 2001, Lebenslagen in Deutschland - Armut, Unterversorgung und Ungleichheit im Wohlfahrtsstaat Deutschland - Der erste Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung (2001), Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/401