Vasil Bykaus Povest´ "Sotnikau" wurde 1976 als " Voshoshdenie" ( dt. "Der Aufstieg") verfilmt. Der Film wurde 1977 beim Allunionsfestival in Riga mit dem Hauptpreis und bei der Berlinale mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet. Nach diesen Würdigungen diente der Film als Argument im Streit über den Krieg. Die Kriegsverbrechen und die Unmöglichkeit der Verjährung sowie die Frage, ob nur die menschliche Moral und geistige Stärke dem Faschismus wirklich widerstehen können, waren in der Sowjetunion der 70-er Jahren aktuell und sind es bis heute noch.
Die Aktualität des Kriegsthemas mit allen historischen, politischen und moralischen Fragen, die sich daraus ergeben, kann man nicht übersehen. Der Zweite Weltkrieg als einschneidendes Ereignis der russischen Geschichte ist in vielen Köpfen bis heute allgegenwärtig.
"Es gibt nicht eine einzige Generation in Russland, die nicht weiß, was Krieg bedeutet." Für die 1938 geborene Regisseurin Larissa Schepitko waren Erinnerungen an die Kriegszeit auch Erinnerungen an ihre eigene Jugend. In dieser Literaturverfilmung versucht Schepitko eine moralische Position einzunehmen, vermittelt aber auch ihre persönliche Zerrissenheit in Bezug auf das Problem ..." Im folgenden sollen in einem Vergleich der Verfilmung und der Povest´ die kinematographischen und künstlerischen Elemente des Films "Voschoshdenie" sowie die Möglichkeiten einer Literaturverfilmung an sich betrachtet werden.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Textvorlage und Verfilmung
- Vergleich der Povest´ und der Verfilmung
- Ort und Zeit - Zeitspanne
- Personen
- Schauplätze
- Erzählperspektive
- Wahl der Hauptdarsteller
- Kameraführung
- Farbe und Beleuchtung
- Musik
- Schlusswort
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit befasst sich mit der Verfilmung von Vasil Bykaus „Sotnikau“ als „Der Aufstieg“ und untersucht die kinematographischen und künstlerischen Elemente des Films. Ziel ist es, einen Vergleich zwischen der Povest´ und der Verfilmung durchzuführen, um die Möglichkeiten und Grenzen der Literaturverfilmung zu analysieren.
- Der Vergleich zwischen der literarischen Vorlage und der Verfilmung
- Die Rolle der kinematographischen Mittel in der Verfilmung
- Die Gestaltung des Kriegsthemas in der Verfilmung
- Der Einfluss der historischen und politischen Bedingungen auf die Verfilmung
- Die Frage des Heroismus und des Wertes menschlichen Lebens im Kontext des Krieges
Zusammenfassung der Kapitel
- Die Einleitung stellt das Thema der Arbeit vor und führt in die Thematik der Literaturverfilmung ein. Sie erläutert die Relevanz des Kriegsthemas und die Aktualität des Films „Der Aufstieg“ in der sowjetischen Gesellschaft der 70er Jahre.
- Im zweiten Kapitel wird die Entstehungszeit des Films im Kontext der politischen und kulturellen Entwicklungen der Sowjetunion betrachtet. Die Arbeit beleuchtet die Rolle der Zensur und die Tendenz zum „pädagogischen Realismus“ im sowjetischen Kino.
- Das dritte Kapitel beinhaltet den Vergleich der Povest´ und der Verfilmung. Es werden verschiedene Aspekte wie Ort, Zeit, Personen, Schauplätze, Erzählperspektive, Kameraführung, Farbe, Beleuchtung und Musik analysiert.
Schlüsselwörter
Die Arbeit fokussiert sich auf die Schlüsselbegriffe „Literaturverfilmung“, „Kriegsthema“, „Heroismus“, „menschliches Leben“, „moralische Fragen“, „sowjetisches Kino“, „Zensur“, „pädagogischer Realismus“, „Vergleich“ und „Verfilmungstechniken“.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Verfilmung "Der Aufstieg"?
Der Film basiert auf der Erzählung "Sotnikau" von Vasil Bykau und thematisiert moralische Standhaftigkeit und Heroismus während des Zweiten Weltkriegs.
Wer führte Regie bei dem Film "Der Aufstieg"?
Regie führte Larissa Schepitko, die mit diesem Werk 1977 den Goldenen Bären bei der Berlinale gewann.
Welche Unterschiede gibt es zwischen der Buchvorlage und dem Film?
Die Arbeit vergleicht filmische Mittel wie Kameraführung, Beleuchtung und Musik mit der literarischen Erzählperspektive der Povest´.
Was bedeutet "pädagogischer Realismus" im sowjetischen Kino?
Dies bezeichnet eine Tendenz im sowjetischen Filmwesen, durch Kunst moralische und politische Botschaften zu vermitteln, oft beeinflusst durch staatliche Zensur.
Warum ist das Thema Krieg in Russland bis heute so präsent?
Der Zweite Weltkrieg gilt als einschneidendes Ereignis der russischen Geschichte, das fast jede Generation und Familie unmittelbar betroffen hat.
- Arbeit zitieren
- Julia Schatte (Autor:in), 2001, Die Verfilmung von V. Bykaus "Sotnikau" als "Der Aufstieg", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/39828