Diese Arbeit beschäftigt sich mit sozialen Sicherungssystemen offener Volkswirtschaften und den Auswirkungen der Wanderung von Sozialhilfeempfängern. Wenn Sozialhilfeempfänger denjenigen Wohnort wählen, in dem sie das höchste Nettoeinkommen erhalten, müssen Regierungen dies in ihr Kalkül mit einbeziehen, da eine Erhöhung der Sozialleistungen Nettobegünstigte anzieht. Es wird gezeigt, dass daraus Ineffizienzen entstehen, die durch Politikinstrumente beseitigt werden können. Die verwendete Literatur stammt vorwiegend aus der letzten Dekade und befasst sich hauptsächlich mit den Auswirkungen der Mobilität des Faktors Arbeit. Die Arbeit ist wie folgt gegliedert: In Kapitel 2 wird eine Einführung zu sozialen Sicherungs systemen gegeben, speziell im Hinblick auf die Europäische Union. In Abschnitt 3 wird ein Modell zunächst vorgestellt und analysiert. Im Anschluss daran werden mögliche Erweiterungen besprochen und Literatur vergleichend dargestellt. Die Arbeit endet mit einem Fazit in Kapitel 4.
Inhaltsverzeichnis
- Einführung
- Soziale Sicherungssysteme
- Modell
- Beschreibung des Modells
- Normative Analyse
- Positive Analyse
- Wohnsitzlandprinzip
- Freiwillige Transfers
- Beseitigung von Ineffizienzen
- Zentrale Regierung
- Ursprungslandprinzip
- Modellerweiterungen
- Bewertung des Modells
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht soziale Sicherungssysteme in offenen Volkswirtschaften und analysiert die Auswirkungen der Mobilität von Sozialhilfeempfängern auf die Effizienz des Systems. Das Hauptziel ist die Identifizierung und Analyse von Ineffizienzen, die durch die Wahl des Wohnorts durch Sozialhilfeempfänger entstehen, sowie die Entwicklung von Politikinstrumenten, um diese Ineffizienzen zu beseitigen.
- Auswirkungen der Wanderung von Sozialhilfeempfängern auf soziale Sicherungssysteme
- Analyse von Ineffizienzen, die durch die Wahl des Wohnorts entstehen
- Entwicklung von Politikinstrumenten zur Beseitigung von Ineffizienzen
- Vergleich verschiedener Anrechnungsverfahren für Sozialleistungen
- Bewertung der Effizienz von sozialen Sicherungssystemen bei steigender Mobilität
Zusammenfassung der Kapitel
- Einführung: Dieses Kapitel bietet eine Einleitung zu den zentralen Themen der Arbeit, nämlich die sozialen Sicherungssysteme in offenen Volkswirtschaften und die Auswirkungen der Wanderung von Sozialhilfeempfängern. Es werden die wichtigsten Forschungsfragen und die Struktur der Arbeit erläutert.
- Soziale Sicherungssysteme: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die sozialen Sicherungssysteme in der Europäischen Union und erläutert die Funktionsweise der wichtigsten Elemente, wie Versicherungen gegen Krankheit, Invalidität, Arbeitslosigkeit und Ruhestand. Es wird auch auf die Unterscheidung zwischen intergenerativer und intragenerativer Umverteilung eingegangen.
- Modell: In diesem Kapitel wird ein ökonomisches Modell vorgestellt, das die Auswirkungen der Mobilität von Arbeitskräften auf soziale Sicherungssysteme untersucht. Das Modell analysiert die Verteilung von Arbeit und Kapital unter verschiedenen Regierungsstrukturen und Anrechnungsverfahren für Sozialleistungen. Es wird auch untersucht, ob Sozialleistungen auch bei steigender Mobilität ausreichend bereitgestellt werden.
Schlüsselwörter
Soziale Sicherungssysteme, offene Volkswirtschaften, Mobilität von Sozialhilfeempfängern, Ineffizienzen, Politikinstrumente, Wohnsitzlandprinzip, Ursprungslandprinzip, Modellanalyse, normative Analyse, positive Analyse, Föderation.
Häufig gestellte Fragen
Welche Auswirkungen hat die Wanderung von Sozialhilfeempfängern?
Wenn Empfänger in Gebiete mit höheren Leistungen ziehen, müssen Regierungen dies einkalkulieren, was zu einem strategischen Wettbewerb und potenziellen Ineffizienzen in den Sozialsystemen führen kann.
Was ist der Unterschied zwischen dem Wohnsitzland- und dem Ursprungslandprinzip?
Das Wohnsitzlandprinzip gewährt Leistungen basierend auf dem aktuellen Aufenthaltsort, während das Ursprungslandprinzip Ineffizienzen durch Wanderungsanreize verhindern kann, indem Leistungen an das Herkunftsland gekoppelt werden.
Wie können Ineffizienzen in einer Föderation beseitigt werden?
Mögliche Lösungen sind eine Zentralisierung der Sozialpolitik durch eine zentrale Regierung oder die Anwendung spezifischer Anrechnungsverfahren für Sozialleistungen.
Was versteht man unter intragenerativer Umverteilung?
Es handelt sich um den Ausgleich zwischen verschiedenen sozialen Gruppen innerhalb derselben Generation, im Gegensatz zur intergenerativen Umverteilung (z. B. Rentensystem).
Welchen Fokus legt die Literatur der letzten Dekade in diesem Bereich?
Die aktuelle Forschung konzentriert sich vor allem auf die Mobilität des Faktors Arbeit und die daraus resultierenden Herausforderungen für offene Volkswirtschaften wie die EU.
- Quote paper
- Benjamin von Schenck (Author), 2005, Intragenerative Umverteilung in einer Föderation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/39329