In Folge von Unterrichtsstörungen geht innerhalb der Schule viel Lernzeit verloren. Der durch Störungen hervorgerufene Ausfall von Lernzeit ist hierbei um ein Vielfaches höher als der krankheitsbedingte Unterrichtsausfall. Laut Keller besteht eine Unterrichtsstunde in Deutschland zu 65% aus Lehr- und Lerntätigkeiten. Die übrigen 35% werden genutzt, um Ruhe und Disziplin herzustellen. Unterrichtsstörungen an sich gefährden dabei nicht nur die Wirksamkeit des Unterrichts, sondern auch die Gesundheit der Lehrer. Ein notwendiges Maß an Disziplin zu generieren und aufrechtzuerhalten, ist eine der schwierigsten Aufgaben im Lehrerberuf. In der Literatur wir hierbei von Diziplinmanagment gesprochen.
Diese Hausarbeit beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit Unterrichtsstörungen. Bevor explizit auf dieses Thema eingegangen wird, wird zunächst die Praktikumsschule vorgestellt. Anschließend rücken verschiedene Definitionsansätze und Klassifikationsmöglichkeiten in den Fokus. Im weiteren Verlauf stehen Ursachen und Interventionsmöglichkeiten im Mittelpunkt. Abschließend erfolgt eine Reflexion des Praktikums.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Kurzporträt der Schule
- Beobachtungsschwerpunkt: Unterrichtsstörungen: Beobachtungsfeld. Lehrerinnen u. Lehrer (Erziehung)
- Definitionsansätze
- Klassifikationsmöglichkeiten von Unterrichtsstörungen
- Unterscheidung nach Nolting
- Unterscheidung nach Lohmann
- Unterscheidung nach Keller
- Ursachen für Unterrichtsstörungen
- Interventionsmöglichkeiten bei Unterrichtsstörungen
- Direktes Reagieren in Störsituationen
- Konfliktgespräch mit dem Schüler
- Auszeitmodelle
- Verhaltensmodifikation durch positive Anreize
- Strategien erfolgreicher Lehrer
- Reflexion des Praktikums
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Hausarbeit analysiert das Phänomen von Unterrichtsstörungen im Kontext eines schulpraktischen Erfahrungsberichtes. Die Arbeit beleuchtet verschiedene Definitionsansätze und Klassifikationsmöglichkeiten von Unterrichtsstörungen sowie deren Ursachen und Interventionsmöglichkeiten. Der Fokus liegt dabei auf der Wirksamkeit verschiedener Interventionsmaßnahmen in der Praxis.
- Definition und Klassifikation von Unterrichtsstörungen
- Ursachen von Unterrichtsstörungen
- Interventionsmöglichkeiten bei Unterrichtsstörungen
- Erfahrungen und Beobachtungen im Praktikum
- Reflexion des Praktikums und der Rolle des Lehrers im Umgang mit Unterrichtsstörungen
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Die Einleitung stellt das Problem von Unterrichtsstörungen in den Vordergrund und betont den hohen zeitlichen Verlust, der durch Unterrichtsstörungen in Schulen entsteht. Außerdem wird die Bedeutung des Disziplinmanagements für die Lehrer hervorgehoben.
Kurzporträt der Schule
Dieses Kapitel bietet einen Überblick über die Praktikumsschule, das Sportgymnasium S., und seine Besonderheiten. Es hebt die enge Zusammenarbeit mit Sportverbänden und die Förderung von Nachwuchssportlern hervor. Das Kapitel beschreibt außerdem die schulische Organisation und die besonderen Bedingungen für Sportler.
Beobachtungsschwerpunkt: Unterrichtsstörungen: Beobachtungsfeld Lehrerinnen u. Lehrer (Erziehung)
Definitionsansätze
Dieser Abschnitt beleuchtet verschiedene Definitionsansätze von Unterrichtsstörungen aus der Sicht verschiedener Autoren wie Lohmann, Keller und Winkel. Die Autoren betonen die Beeinträchtigung von Lehr- und Lernprozessen als Kernmerkmal von Unterrichtsstörungen.
Klassifikationsmöglichkeiten von Unterrichtsstörungen
Dieser Abschnitt präsentiert verschiedene Klassifikationsmöglichkeiten von Unterrichtsstörungen, unter anderem die Unterscheidungen von Nolting und Lohmann. Die Unterscheidungen umfassen verschiedene Arten von Störungen wie aktive und passive Störungen, verbale Störungen und fehlenden Lerneifer.
Schlüsselwörter
Unterrichtsstörungen, Disziplinmanagement, Lehrerrolle, Lernzeitverlust, Interventionsmöglichkeiten, Klassifikationsmöglichkeiten, Definitionsansätze, Praktikum, Schulporträt, Sportgymnasium
Häufig gestellte Fragen
Wie viel Unterrichtszeit geht in Deutschland durch Störungen verloren?
Laut Keller verbringen Lehrkräfte in Deutschland etwa 35 % einer Unterrichtsstunde damit, Ruhe und Disziplin herzustellen. Nur 65 % der Zeit entfallen auf tatsächliche Lehr- und Lerntätigkeiten.
Was versteht man unter Disziplinmanagement im Lehrerberuf?
Disziplinmanagement bezeichnet die Fähigkeit einer Lehrkraft, ein notwendiges Maß an Disziplin im Unterricht zu generieren und aufrechtzuerhalten, um die Wirksamkeit des Unterrichts und die eigene Gesundheit zu schützen.
Welche Klassifikationsmöglichkeiten für Unterrichtsstörungen gibt es?
In der Literatur wird zwischen verschiedenen Ansätzen unterschieden, darunter die Klassifikationen nach Nolting, Lohmann und Keller, die Störungen beispielsweise in aktive/passive oder verbale Störungen unterteilen.
Welche Interventionsmöglichkeiten gibt es bei Störungen?
Zu den Maßnahmen gehören das direkte Reagieren in der Situation, Konfliktgespräche mit Schülern, Auszeitmodelle sowie die Verhaltensmodifikation durch positive Anreize.
Warum gefährden Unterrichtsstörungen die Gesundheit von Lehrern?
Der ständige Aufwand zur Disziplinierung und der damit verbundene Stresspegel belasten Lehrkräfte psychisch und physisch, was langfristig die Berufszufriedenheit und Gesundheit beeinträchtigen kann.
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- Dipl. Sebastian Schäfer (Author), 2017, Strategien erfolgreicher Lehrer bei Unterrichtsstörungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/385116