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"Volk in Waffen" und "nation en armes". Militarismus in Deutschland und Frankreich 1871 bis 1914

Title: "Volk in Waffen" und "nation en armes". Militarismus in Deutschland und Frankreich 1871 bis 1914

Term Paper , 2003 , 34 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Frank Keilhack (Author)

History of Germany - 1848, Empire, Imperialism
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Summary Excerpt Details

[...] Mit der vorliegenden Arbeit sollen die Art und Weise des Militarismus sowie Gemeinsamkeiten und Unterschiede an den Beispielen Deutschland und Frankreich aufgezeigt werden. Dies geschieht anhand von vier Gesichtspunkten: dem Militarismus - in Form von Strömungen, Armee und Rüstung - , des sogenannten Folkloremilitarismus, der Kriegervereine und der Jugenderziehung. Der im Anschluss zu ziehende Vergleich wird zeigen, dass es zum einen den Militarismus der Definition nach in Deutschland und Frankreich gab und zum anderen, dass der Unterschied sowohl im Grad der Militarisierung als auch in der Art und Weise bei weitem nicht so groß war, wie man glauben mag. Hierfür bieten vor allem Jakob Vogel, Stig Förster und Markus Ingenlath mit ihren hier verwendeten Schriften ausreichend Argumente. Aufgrund der ausschließlichen Verwendung deutschsprachiger Literatur und Quellen muss das Vorstellen der französischen Seite oftmals nur überblicksartig bleiben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Militarismus, Armee, Rüstung

2.1 Deutschland

2.2 Frankreich

3. Der Folkloremilitarismus: Militärparaden

3.1 Deutschland

3.2 Frankreich

4. Die Kriegervereine

4.1 Deutschland

4.2 Frankreich

5. Die Jugenderziehung

5.1 Deutschland

5.2 Frankreich

6. Vergleich

7. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Militarismus sowie die Militarisierung der Gesellschaft im Deutschen Reich und in Frankreich in der Zeit von 1871 bis 1914. Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Ausprägung militärischer Strömungen, Organisationen und Erziehungsansätze aufzuzeigen, um ein differenziertes Bild des historischen Militarismus vor dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges zu zeichnen.

  • Strukturelle Analyse von Armee und Rüstungspolitik in beiden Nationen
  • Die Rolle des Folkloremilitarismus und öffentlicher Militärparaden als Instrument der nationalen Inszenierung
  • Die Funktion von Kriegervereinen als Bindeglied zwischen Militär und Zivilgesellschaft
  • Vormilitärische Erziehungsansätze und die Einbindung der Jugend in militärische Strukturen
  • Vergleichende Betrachtung der gesellschaftlichen Militarisierungsprozesse

Auszug aus dem Buch

3.2 Frankreich

Nach der innenpolitischen Festigung der Dritten Republik entwickelten sich nach 1880 die Militärparaden zum 14. Juli, dem Nationalfeiertag, zum wichtigsten Ereignis, um das Militär zu präsentieren. Denn dieses wurde in den Mittelpunkt der Feierlichkeiten gestellt, um die männlich-starke, „nation en armes“ zu präsentieren - mit „gallischer Impulsivität“ und „französischer Theatralik“:

„ Allein die Militärparade [...] bietet ein eindruck[s]volles Spektakel, dem es nicht an Erhabenheit fehlt; es ist nicht allein der Glanz der Waffen und Uniformen oder die erstaunliche Kunst, derartige Massen in Bewegung zu setzen; etwas Größeres bewegt uns noch, ohne daß wir es bemerken: die Idee des Mutes, der Opferbereitschaft, der Ordnung, einer moralischen Kraft, die sich nach innen Disziplin und nach außen Freiheit, Macht und bewaffnete Einheit des Vaterlandes nennt.“

Zivile Zuschauer strömten in Massen zur Parade zum 14. Juli in Paris. 1895 waren es zum Beispiel 300.000 bis 400.000. Neben dem Militär standen die Repräsentanten der Republik im Zentrum der Parade: Mitglieder des französischen Parlaments und der Staatspräsident.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Definition des Militarismusbegriffs und Vorstellung der vier Schwerpunkte der Untersuchung (Strömungen, Armee, Rüstung, Kriegervereine, Jugenderziehung).

2. Militarismus, Armee, Rüstung: Darstellung der unterschiedlichen militärischen Strömungen sowie des Aufbaus und der parlamentarischen Kontrolle der Armeen in Deutschland und Frankreich.

3. Der Folkloremilitarismus: Militärparaden: Analyse der Militärparaden als Instrumente nationaler Inszenierung und deren Bedeutung für die Zivilbevölkerung.

4. Die Kriegervereine: Untersuchung der Entstehung und Rolle von Krieger- und Veteranenvereinen sowie deren politische Ausrichtung und Funktion zur gesellschaftlichen Einbindung.

5. Die Jugenderziehung: Erörterung der vormilitärischen Ausbildung und Einbindung der männlichen Jugend in staatliche oder private militärnahe Strukturen.

6. Vergleich: Synthese der Ergebnisse, wobei die Ähnlichkeiten in der gesellschaftlichen Militarisierung sowie die Unterschiede in Aufbau und staatlicher Legitimation hervorgehoben werden.

7. Resümee: Fazit über die weitgehende Ähnlichkeit des Militarismus in beiden Ländern als Vorläufer der Kriegsbegeisterung vor 1914.

Schlüsselwörter

Militarismus, Erster Weltkrieg, Deutsches Kaiserreich, Dritte Republik, Folkloremilitarismus, Kriegervereine, Rüstungspolitik, Jugenderziehung, Nationalismus, Armee, Wehrpflicht, Sozialmilitarismus, Militärparaden, Vaterlandsliebe, nationale Inszenierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit untersucht den Militarismus in Deutschland und Frankreich in der Zeit zwischen 1871 und 1914, wobei insbesondere die Militarisierung der Gesellschaft betrachtet wird.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen der Einfluss des Militärs auf die Zivilgesellschaft, die Rolle von Militärparaden, Kriegervereine sowie die vormilitärische Erziehung der männlichen Jugend.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist ein vergleichender Überblick, der Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der militaristischen Ausprägung beider Nationen vor dem Ersten Weltkrieg herausarbeitet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin/der Autor nutzt eine vergleichende historische Analyse auf Basis deutschsprachiger Fachliteratur und zeitgenössischer Quellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert strukturiert die Bereiche Militär, Rüstung, öffentliche Paraden, die Organisation von Veteranenvereinen und die staatlich beeinflusste Erziehung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Militarismus, Gesellschaft, Nationalismus, Wehrpflicht, Militärparaden und soziale Einbindung durch Vereine sind die maßgeblichen Begriffe.

Welche Rolle spielten die Kriegervereine in Deutschland im Vergleich zu Frankreich?

In Deutschland wurden die Vereine staatlich durch Einbindung in Paraden gefördert, während französische Vereine aufgrund ihrer teils antirepublikanischen Haltung durch den Staat eher auf Distanz gehalten wurden.

Wie unterschied sich die Legitimation der Armee in den beiden Staaten?

Die deutsche Armee war monarchisch geprägt und stand eher über der Gesellschaft, während die französische Armee als republikanische Institution stärker im Dienste der Gesellschaft stehen sollte.

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Details

Title
"Volk in Waffen" und "nation en armes". Militarismus in Deutschland und Frankreich 1871 bis 1914
College
http://www.uni-jena.de/  (Historisches Institut)
Course
Tod und Totenkulte im 1. Weltkrieg
Grade
1,3
Author
Frank Keilhack (Author)
Publication Year
2003
Pages
34
Catalog Number
V38417
ISBN (eBook)
9783638374859
Language
German
Tags
Volk Waffen Militarismus Deutschland Frankreich Totenkulte Weltkrieg
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Frank Keilhack (Author), 2003, "Volk in Waffen" und "nation en armes". Militarismus in Deutschland und Frankreich 1871 bis 1914, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/38417
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