Die in den letzten Jahren um technische Innovationen bei Sportaufnahmen herum entstandenen Formen des Videos und deren massenhafte Verfügbarkeit auf YouTube haben die Risikobereitschaft selbst zum Helden zu werden für viele nahe ans Maß des Unendlichen getrieben. Noch nie waren das Teilen von Videos und das Erlernen von Extrem- und Actionsportarten so "einfach" und zugleich so riskant wie durch GoPro & Co.
Dieses Essay diskutiert die Frage um die Gefahr der aktuellen Risikobereitschaft im Rahmen sozialer Netzwerke und der Kamera als Möglichkeit, sich selbst jederzeit darin (mit) zu teilen.
Inhaltsverzeichnis
- Das Zeitalter der Bilderflut
- Das neue Normal:
- Wie Actionkameras den Extremsport und die Gesellschaft verändern
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Dieser Essay analysiert die Auswirkungen von neuen Technologien, insbesondere Actionkameras wie GoPro, auf Extrem- und Actionsportarten. Der Fokus liegt dabei auf der Frage, wie diese Technologien die Selbstdarstellung und das Streben nach Adrenalin beeinflussen und welche ethischen und gesellschaftlichen Implikationen sich daraus ergeben.
- Die Rolle von Actionkameras in der Selbstinszenierung und dem Streben nach "Heldentum"
- Die Auswirkungen von Social Media und der Bilderflut auf die Wahrnehmung von Extremsportarten
- Die ethischen und gesellschaftlichen Implikationen des vermeintlichen „Heldentums“ in Verbindung mit riskantem Verhalten
- Die Kommerzialisierung von Extremsportarten durch Unternehmen wie Red Bull
- Die zunehmende Normalisierung von Extremsportarten im Zeitalter des „neuen Normals“
Zusammenfassung der Kapitel
Das Zeitalter der Bilderflut
Dieses Kapitel befasst sich mit dem Einfluss des Internets und der Digitalisierung auf unsere Selbstwahrnehmung und -inszenierung. Der Autor beschreibt den Trend zur Selbstdarstellung, der durch neue Technologien wie Smartphones und Actionkameras gefördert wird. Er analysiert die Rolle von Social Media und die Auswirkungen der Bilderflut auf die Wahrnehmung von Realität und das Streben nach Aufmerksamkeit.
Das neue Normal: Wie Actionkameras den Extremsport und die Gesellschaft verändern
Dieses Kapitel untersucht die spezifischen Auswirkungen von Actionkameras auf Extrem- und Actionsportarten. Der Autor zeigt auf, wie diese Technologien das Risiko- und Abenteuerbedürfnis von Sportlern verstärken und die Kommerzialisierung der Branche fördern. Er beleuchtet die zunehmende Normalisierung von Extremsportarten im Zeitalter von Social Media und die Frage nach ethischen Grenzen im Streben nach „Heldentum“ und spektakulären Aufnahmen.
Schlüsselwörter
Actionkameras, Extremsport, Selbstdarstellung, Social Media, Bilderflut, Kommerzialisierung, Risikobereitschaft, „Heldentum“, „neues Normal“, ethische Implikationen.
Häufig gestellte Fragen
Wie beeinflussen Actionkameras wie die GoPro den Extremsport?
Actionkameras ermöglichen es jedem, riskante Manöver aus der Ich-Perspektive festzuhalten, was die Selbstdarstellung und das Streben nach spektakulären Bildern massiv fördert.
Führt die massenhafte Verfügbarkeit von Videos zu mehr Risiko?
Ja, durch Plattformen wie YouTube ist das Teilen von Videos so einfach geworden, dass die Risikobereitschaft, selbst zum "Helden" zu werden, bei vielen Sportlern stark gestiegen ist.
Was ist mit dem Begriff "neues Normal" gemeint?
Durch die ständige Präsenz extremer Aufnahmen in sozialen Netzwerken verschieben sich die Grenzen der Wahrnehmung; gefährliche Aktionen werden zunehmend als normal empfunden.
Welche Rolle spielt die Kommerzialisierung im Actionsport?
Unternehmen wie Red Bull nutzen spektakuläre Aufnahmen zur Vermarktung, was den Druck auf Sportler erhöht, immer riskantere und bildgewaltigere Leistungen zu erbringen.
Gibt es ethische Bedenken bei dieser Entwicklung?
Die Arbeit diskutiert die Gefahr der gesteigerten Risikobereitschaft und die Frage, ob die Jagd nach Klicks und digitaler Anerkennung ethische Grenzen des Selbstschutzes überschreitet.
- Arbeit zitieren
- Julia Heese (Autor:in), 2016, Neue Technologien bei Extrem- und Actionsportaufnahmen und ihre mimetischen Implikationen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/379495