Diese Hausarbeit widmet sich der Lösung des Investiturstreits im Wormser Konkordat. Dabei wird ein Blick auf die Urkunden als Quelle selbst gelegt, um eine möglichst präzise und unvoreingenommene Vorstellung von den damaligen Geschehnissen zu bekommen. Abschließend soll geklärt werden, inwiefern das Wormser Konkordat tatsächlich die Lösung des langjährigen Investiturstreits darstellt.
Der Investiturstreit war im hohen Mittelalter ein zentraler Konflikt zwischen den kirchlichen und weltlichen Herrschern. Zentral war die Frage nach der Investitur, also der Erlaubnis, eine Person in ein kirchliches Amt durch bestimmte Symbole und Rituale einweisen zu dürfen. Durch die ab dem Ende des 9. Jahrhundert steigende Laienaktivität beanspruchten nun auch die weltlichen Herrscher für sich, kirchliche Ämter verleihen zu können. Dabei wurden auch die kirchlichen Investitursymbole wie zum Beispiel ein Altartuch oder ein Kirchenbuch durch weltliche Symbole wie die eines Stabes oder Ringes ersetzt.
Der Investiturstreit ist in vielen Quellen des 12. Jahrhunderts belegt. Den Anstoß gab König Heinrich III, der gegen die herrschende Simonie kämpfte und eine Reihe von Kaisern und Päpsten als mitschuldig betitelte. Am 23. September 1122 schlossen Heinrich V und Papst Calixtus II schließlich, nach langem Streit, das Wormser Konkordat, welches die Lösung und damit eine Neuregelung für die Zukunft darstellen sollte.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Beschlüsse des Wormser Konkordats
3. Quellenkritik
3.1. Äußere und formale Kritik
3.1.1. Quellentyp und Gattung
3.1.2. Kritik der Provenienz
3.1.3. Überlieferungs- und Echtheitskritik
3.2. Innere Kritik
3.2.1. Tendenzkritik
3.2.2. Wahrheitsgehalt und Glaubwürdigkeit
4. Quelleninterpretation und Ausblick
5. Fazit
6. Literaturverzeichnis
Häufig gestellte Fragen
Was war der Kern des Investiturstreits?
Es war ein Machtkonflikt zwischen Papsttum und Kaisertum im hohen Mittelalter um das Recht, Bischöfe und Äbte in ihr Amt einzusetzen (Investitur).
Wie löste das Wormser Konkordat von 1122 den Konflikt?
Es wurde eine Kompromisslösung gefunden: Der Kaiser verzichtete auf die Investitur mit Ring und Stab (geistliche Symbole), durfte aber bei der Wahl anwesend sein und die weltlichen Güter verleihen.
Wer waren die Hauptbeteiligten am Wormser Konkordat?
Die Einigung wurde zwischen Kaiser Heinrich V. und Papst Calixtus II. geschlossen.
Was versteht man unter Simonie?
Simonie bezeichnet den Kauf oder Verkauf von geistlichen Ämtern, ein Missbrauch, gegen den besonders Kaiser Heinrich III. und spätere Kirchenreformer kämpften.
Welche Symbole wurden bei der Investitur verwendet?
Weltliche Herrscher nutzten oft Stab oder Ring, während kirchliche Symbole auch Altartücher oder Kirchenbücher umfassen konnten.
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- Anonym (Autor), 2016, Die Lösung des Investiturstreits im Wormser Konkordat 1122, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/377535