Erklärtes Ziel des Autors ist es, die regulatorischen Rahmenbedingungen für deutsche Kreditinstitute im Rahmen der Geldwäsche-Bekämpfung zu erarbeiten und aufzuzeigen, wie das „Know Your Customer“-Prinzip in Banken prozessual und gesetzeskonform umgesetzt wird. Dazu nutzt er die deduktive Methode. Zusätzlich zeigt er anhand von Modellen die Durchführung von Geldwäsche auf. Im empirischen Teil greift er schließlich
Teile der aktuellen BearingPoint Studie „Status quo und Entwicklung bei der Bekämpfung von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und sonstigen strafbaren Handlungen“ auf.
Dazu stellt der Autor zunächst unterschiedliche Modelle für Geldwäsche vor und kommentiert diese. Zudem beleuchtet er den Bezug zu einem großen Teil der Täterschaft, der transnationalen organisierten Kriminalität. Das Ausmaß der Geldwäsche und die volkswirtschaftlichen Auswirkungen werden ebenfalls demonstriert.
Anschließend widmet sich die Arbeit dem rechtlichen Kontext der Geldwäsche, in Deutschland im Rahmen des § 261 des Strafgesetzbuchs. Darauf aufbauend wird das „Know Your Customer“-Prinzip erläutert und die Umsetzung in deutschen Banken aufgezeigt sowie die spezifischen Produkt-, Länder-, Branchen- und Kundenrisiken untersucht. Außerdem wird der Prozess bei der Aufnahme einer neuen Geschäftsbeziehung wie auch die laufende Überprüfung von bestehenden Geschäftspartnern veranschaulicht. Darüber hinaus wird ein Ausblick auf die zukünftigen regulatorischen Änderungen, wie die vierte EU-Geldwäsche-Richtlinie und der EU-Aktionsplan für ein intensiveres Vorgehen gegen Terrorismusfinanzierung in Bezug auf KYC, gegeben.
Aus dem Inhalt:
- Geldwäsche;
- Know Your Customer;
- organisierten Kriminalität;
- Terrorismusfinanzierung;
- money laundering
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Problemstellung, Zielsetzung und Forschungsfrage
- Vorgehensweise
- Geldwäsche
- Ablaufmodelle
- Organisierte Kriminalität
- Ausmaße und Auswirkungen
- Entwicklung der Geldwäsche-Bekämpfung
- Rechtliche Grundlagen
- Aktuelle Gesetzeslage
- Ausblick
- Know Your Customer
- Sorgfaltspflichten
- Risiken
- Prozess
- Zukünftige KYC-Regulatorik
- BearingPoint-Studie
- Fazit und Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit untersucht die Bedeutung von "Know Your Customer" (KYC) bei der Bekämpfung von Geldwäsche in Kreditinstituten. Das Ziel ist es, die rechtlichen Rahmenbedingungen, die Risiken und die Prozesse im KYC-Bereich zu analysieren und die zukünftige Entwicklung der KYC-Regulatorik zu beleuchten.
- Rechtliche Rahmenbedingungen der Geldwäschebekämpfung
- Risiken der Geldwäsche für Kreditinstitute
- Prozesse im KYC-Bereich
- Zukünftige Entwicklungen der KYC-Regulatorik
- Praxisbeispiele und Studien zum KYC-Bereich
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel führt in die Problemstellung, Zielsetzung und Forschungsfrage der Arbeit ein. Es wird die Relevanz des Themas im Kontext der Geldwäscheprävention dargestellt.
Das zweite Kapitel beschäftigt sich umfassend mit dem Phänomen der Geldwäsche. Es werden verschiedene Ablaufmodelle, die Rolle der organisierten Kriminalität, die Ausmaße und Auswirkungen sowie die Entwicklung der Geldwäschebekämpfung beleuchtet.
Kapitel drei gibt einen Überblick über die rechtlichen Grundlagen der Geldwäschebekämpfung. Es werden die aktuelle Gesetzeslage und der Ausblick auf zukünftige Entwicklungen präsentiert.
Kapitel vier widmet sich dem Thema "Know Your Customer". Es werden die Sorgfaltspflichten, Risiken, Prozesse, die zukünftige KYC-Regulatorik und eine Studie von BearingPoint behandelt.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit den zentralen Themen der Geldwäschebekämpfung, "Know Your Customer" (KYC), Sorgfaltspflichten, Risiken, Prozesse, rechtlichen Rahmenbedingungen, organisierter Kriminalität, Ausmaße und Auswirkungen, zukünftige Entwicklungen der KYC-Regulatorik und Praxisbeispiele.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet das „Know Your Customer“-Prinzip (KYC)?
KYC verpflichtet Kreditinstitute, die Identität ihrer Kunden zweifelsfrei zu prüfen und deren wirtschaftliche Hintergründe zu verstehen, um Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu verhindern.
Welche gesetzliche Grundlage regelt Geldwäsche in Deutschland?
Zentral ist hierfür der § 261 des Strafgesetzbuchs (StGB) sowie das Geldwäschegesetz (GwG).
Wie läuft der Prozess der Geldwäsche typischerweise ab?
Geldwäsche erfolgt meist in drei Phasen: Einspeisung (Placement), Verschleierung (Layering) und Integration der illegalen Gelder in den legalen Wirtschaftskreislauf.
Welche Risiken müssen Banken bei der KYC-Prüfung bewerten?
Banken untersuchen spezifische Produkt-, Länder-, Branchen- und Kundenrisiken, um die Wahrscheinlichkeit illegaler Aktivitäten einzustufen.
Was ist die vierte EU-Geldwäsche-Richtlinie?
Eine EU-weite Regelung, die strengere Anforderungen an die Transparenz von wirtschaftlich Berechtigten und einen risikobasierten Ansatz bei der Kundenprüfung vorschreibt.
Welche Rolle spielt die organisierte Kriminalität bei der Geldwäsche?
Transnationale organisierte Kriminalität nutzt Geldwäsche, um Gewinne aus Straftaten (Drogenhandel, Schmuggel) zu legitimieren, was erhebliche volkswirtschaftliche Auswirkungen hat.
- Quote paper
- Sven Fus (Author), 2017, Know Your Customer bei der Geldwäsche-Bekämpfung in Kreditinstituten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/376512