Diese Arbeit setzt sich mit Hitlers "Mein Kampf" auseinander, um zu erörtern, inwiefern er in seinem Werk eine mörderische Intention an den europäischen Juden erkennen lässt. Adolf Hitler beschreibt in seinem Werk „Mein Kampf“ den Arier als tollkühn, kulturschaffend, von höherer Wertigkeit und ein stärkeres Wesen als alle anderen Menschen auf dem Planeten. Ganz besonders verdeutlicht er die Überlegenheit des Ariers gegenüber den in seinen Augen niederen und minderwertigen Rassen Mensch: Dunkelhäutigen, Slawen und ganz besonders Juden. Hitlers antisemitische Haltung ist ein großes Thema in seinem Buch. Immer wieder wird auf die konstante Gefahr der Existenz der Juden hingewiesen, erläutert weshalb eben diese in Hitlers Weltanschauung das Böse repräsentieren und eine Bedrohung für Deutschlands Zukunft – und schließlich auch für die ganze Weltbevölkerung – darstellen.
„Mein Kampf“ lässt wenig Raum für Spekulationen bezüglich Hitlers Ideologie, doch kann man dieses Buch wirklich als Beweis dafür sehen, dass der Diktator der Dreh- und Angelpunkt des Holocausts war? Die intentionalistische Forschung sieht „Mein Kampf“ als Indikator dafür an, dass Hitler der Initiator des Holocausts war und seine Ziele bereits in seinem Werk zu erkennen sind. Doch stimmt das? Lässt sich eine mörderische Intention deutlich herauslesen? Diese Frage soll nach einem intensiven Studiums von „Mein Kampf“ und weiterer analytischer Publikationen geklärt werden.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Hitlers antisemitische Sprache - Eine Interpretation
- Die Überlegenheit des Ariers – Hitlers Argumentation in „Mein Kampf“
- Die Darstellung des Feindbildes
- Die Gefahr Jude - Der Staatsfeind
- Intentionalistische Forschung – Ist eine mörderische Intention vorhanden?
- Konklusion
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit untersucht die antisemitische Sprache und Argumentation in Adolf Hitlers „Mein Kampf“ und analysiert, ob sich darin eine mörderische Intention für den Holocaust erkennen lässt. Sie befasst sich mit der intentionalistischen Forschung, die „Mein Kampf“ als Indikator für Hitlers Rolle als Initiator des Holocaust betrachtet.
- Hitlers antisemitische Sprache und seine Verwendung von Tarnbegriffen
- Die Überlegenheitsvorstellung des Ariers und die Argumentation von Hitlers Rassenideologie
- Die Darstellung des Feindbildes „Jude“ in „Mein Kampf“
- Die Rolle der intentionalistischen Forschung bei der Deutung von Hitlers Intentionen
- Die Frage, ob sich eine mörderische Intention in Hitlers Schriften feststellen lässt
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Einleitung stellt Hitlers Rassenideologie in „Mein Kampf“ vor und führt in die Problematik der Interpretation des Buches im Hinblick auf den Holocaust ein. Die Arbeit fragt nach der intentionalistischen Forschung und deren These, dass Hitlers Intentionen im Holocaust bereits in „Mein Kampf“ zu erkennen seien.
Hitlers antisemitische Sprache - Eine Interpretation: Dieses Kapitel analysiert die antisemitische Sprache in Hitlers Werk. Es werden Tarnbegriffe und die sprachliche Strategie zur Verdeckung der wahren Absichten untersucht. Die Verwendung von Wörtern wie „Vernichtung“, „Endlösung“ und „Ausrottung“ wird im Kontext der Tarnsprache analysiert.
Die Überlegenheit des Ariers – Hitlers Argumentation in „Mein Kampf“: Hier werden die Argumente Hitlers zur Rassenideologie und seiner Vorstellung von der Überlegenheit des Ariers gegenüber anderen Rassen untersucht. Es wird auf die Tiermetapher und die Abgrenzung zwischen Arier und anderen Ethnien eingegangen.
Intentionalistische Forschung – Ist eine mörderische Intention vorhanden?: Dieses Kapitel beleuchtet die Forschungsperspektive, die versucht, Hitlers Intentionen für den Holocaust anhand seiner Schriften zu erforschen. Es werden die Argumente für und gegen die Existenz einer mörderischen Intention in „Mein Kampf“ diskutiert.
Schlüsselwörter
Antisemitismus, „Mein Kampf“, Rassenideologie, Arier, Tarnsprache, Vernichtung, Endlösung, Intentionalistische Forschung, Holocaust, Feindbild, Judenhass, mörderische Intention, Überlegenheitsvorstellung, Naturgesetz.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die zentrale These der intentionalistischen Forschung zum Holocaust?
Die Intentionalisten gehen davon aus, dass Adolf Hitler von Anfang an die Absicht (Intention) hatte, die Juden zu vernichten, und dass dieser Plan bereits in "Mein Kampf" erkennbar ist.
Wie nutzt Hitler die Sprache in "Mein Kampf", um seine Ziele zu verschleiern?
Er verwendet eine "Tarnsprache" mit Begriffen wie „Entfernung“ oder „Reinigung“, die jedoch im Kontext seiner Rassenideologie bereits auf die spätere Vernichtung hindeuten.
Wie stellt Hitler das Feindbild "Jude" dar?
Er beschreibt Juden als "Gegenrasse", als biologische Bedrohung für das Überleben des deutschen Volkes und als Urheber allen Übels in der Weltgeschichte.
Was versteht Hitler unter der Überlegenheit des Ariers?
Für Hitler ist der Arier der alleinige Kulturschöpfer und das höchstwertige Wesen, das nach dem "Naturgesetz" dazu bestimmt ist, über andere Rassen zu herrschen.
Ist "Mein Kampf" ein direkter Beweis für den Holocaust?
Das Buch zeigt eindeutig Hitlers mörderische Ideologie auf; ob es jedoch bereits ein fertiger "Bauplan" für den Holocaust war, bleibt Gegenstand der historischen Debatte zwischen Intentionalisten und Funktionalisten.
Welche Tiermetaphern verwendet Hitler für seine Rassenlehre?
Er nutzt Vergleiche aus der Tierwelt, um die Notwendigkeit der "Rassentrennung" zu begründen, indem er behauptet, dass sich auch in der Natur nur Gleiches mit Gleichem paart.
- Arbeit zitieren
- Julia Merten (Autor:in), 2015, Judenhass in "Mein Kampf". Die Intentionalistische Forschung zu Hitlers Rolle im Holocaust, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/375449