Bei der Diskussion über den Dienst der Frau wird die Praxis in der Apostelgeschichte immer wieder als Argument für oder gegen eine biblische Leitungs- und Lehrtätigkeit der Frau innerhalb der Gemeinde herangezogen. Ziel dieser Arbeit ist es, Aufschluss darüber zu geben, welche Dienstformen die Apostelgeschichte für Frauen tatsächlich kennt und beschreibt, was sie in der damaligen Zeit bedeuteten und somit zu überprüfen, ob eine derartige Argumentation – egal in welche Richtung – zulässig ist. In Anbetracht dessen, dass Lukas mehr als alle anderen neutestamentlichen Autoren geschrieben hat, wird Klarheit in diesem Bereich bereits einen entscheidenden Unterschied im „exegetischen Dschungel“ um die Frage nach dem Dienst der Frau machen.
Inhaltsverzeichnis
- Die Rolle der Frauen im lukanischen Doppelwerk.
- Einführung und Zielsetzung der Arbeit.
- Grundsätzliches zur Apostelgeschichte.
- Zeitgeschichtlicher Hintergrund
- Stellung der Frau in der griechisch-römischen Welt.
- Stellung der Frau im jüdischen Kontext.
- Wertschätzung der Frauen im Lukasevangelium.
- Von Frauen ausgeführte Dienstformen in der Apostelgeschichte
- Vielfalt der Dienste.
- Frauen als Gastgeberinnen für Zusammenkünfte der Christen (Apg. 12, 12; 16, 15.40).
- Prophetischer Dienst (Apg. 2, 17-18; 21, 9).
- Priszilla und Aquila - ein antikes Pastorenehepaar? (Apg. 18).
- Gesamtinterpretation: Der Dienst der Frau in der Apostelgeschichte – ein Argument für den Lehr- und Leitungsdienst der Frau?
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht den Dienst von Frauen in der Apostelgeschichte und beleuchtet die verschiedenen Formen des Dienstes, die Frauen in der frühchristlichen Gemeinde ausübten. Die Studie zielt darauf ab, die Bedeutung dieser Dienstformen im zeitgeschichtlichen Kontext zu analysieren und zu bewerten, ob die Apostelgeschichte als Argument für oder gegen eine biblische Leitungs- und Lehrtätigkeit von Frauen herangezogen werden kann.
- Die Rolle der Frauen in der frühchristlichen Gemeinde
- Die verschiedenen Dienstformen von Frauen in der Apostelgeschichte
- Die Bedeutung der Dienstformen im zeitgeschichtlichen Kontext
- Die Frage der Leitungs- und Lehrtätigkeit von Frauen in der frühen Kirche
- Die Interpretation der Apostelgeschichte im Hinblick auf den Dienst von Frauen
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel behandelt die Rolle der Frauen im lukanischen Doppelwerk, bestehend aus dem Lukasevangelium und der Apostelgeschichte. Es wird die Zielsetzung der Arbeit erläutert und ein grundlegendes Verständnis der Apostelgeschichte geschaffen. Anschließend werden die Stellung der Frau in der griechisch-römischen und jüdischen Welt beleuchtet, um den zeitgeschichtlichen Kontext des Dienstes der Frau in der Apostelgeschichte zu verstehen. Das zweite Kapitel analysiert verschiedene Dienstformen, die Frauen in der Apostelgeschichte ausübten, wie z.B. die Rolle als Gastgeberinnen, der prophetische Dienst und die Zusammenarbeit von Priszilla und Aquila.
Schlüsselwörter
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Dienst von Frauen, der Apostelgeschichte, dem zeitgeschichtlichen Kontext, der frühchristlichen Gemeinde, der Leitungs- und Lehrtätigkeit von Frauen, der Interpretation des biblischen Textes und der Rolle der Frau in der Gesellschaft.
Häufig gestellte Fragen
Welche Dienstformen von Frauen werden in der Apostelgeschichte beschrieben?
Die Apostelgeschichte beschreibt verschiedene Dienstformen, darunter Frauen als Gastgeberinnen für christliche Zusammenkünfte (z.B. Lydia und Maria), den prophetischen Dienst (Töchter des Philippus) sowie die Lehrtätigkeit im Falle von Priszilla.
Dient die Apostelgeschichte als Argument für den Leitungsdienst der Frau?
Die Arbeit untersucht, ob die beschriebenen Praxisbeispiele in der Apostelgeschichte eine biblische Leitungs- und Lehrtätigkeit von Frauen legitimieren oder ausschließen, indem sie die Dienstformen im zeitgeschichtlichen Kontext analysiert.
Welche Rolle spielten Priszilla und Aquila in der Urgemeinde?
Priszilla und Aquila werden oft als antikes „Pastorenehepaar“ betrachtet. Die Untersuchung beleuchtet ihre gemeinsame Arbeit und insbesondere die Rolle Priszillas im Lehrdienst.
Wie war die Stellung der Frau im jüdischen und griechisch-römischen Kontext?
Die Arbeit analysiert den zeitgeschichtlichen Hintergrund, um die Handlungen in der Apostelgeschichte besser einordnen zu können, da die gesellschaftliche Stellung der Frau damals stark durch jüdische und antike Traditionen geprägt war.
Warum ist das lukanische Doppelwerk für dieses Thema so wichtig?
Da Lukas mehr als alle anderen neutestamentlichen Autoren geschrieben hat, bietet seine Darstellung (Lukasevangelium und Apostelgeschichte) die umfassendste Grundlage zur Untersuchung der Rolle der Frau in der frühen Kirche.
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- Marina Hauth (Autor), 2015, Der Dienst der Frauen in der Apostelgeschichte, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/375412