In dieser Hausarbeit zum Modul 13 „Jugendkriminalrecht und Jugendkriminologie“ befasse ich mich mit der Jugendgerichtshilfe (JGH).
Im ersten Teil meiner Arbeit geht es – zur Aufklärung – um eine allgemeine Erläuterung der JGH. Im Anschluss daran gehe ich auf die rechtlichen Grundlagen der JGH ein und beziehe mich hierbei auf die Gesetzestexte des Jugendgerichtsgesetzes (JGG) und des achten Sozialgesetzbuches (SGB VIII). Im zweiten Teil meiner Ausarbeitung befasse ich mich unter Berücksichtigung des §38 JGG mit den Aufgaben der JGH. Im dritten Abschnitt meiner Hausarbeit beschäftige ich mich mit dem bestehenden Rollenkonflikt der Jugendgerichtshilfe und der Justiz. Abschließend strebe ich Überlegungen und Begründungen zur Auflösung des Spannungsverhältnisses zwischen JGG und SGB VIII an.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die Jugendgerichtshilfe
- Rechtliche Grundlagen der Jugendgerichtshilfe
- Aufgaben der Jugendgerichtshilfe im jugendgerichtlichen Verfahren
- Jugendhilfeleistungen
- Ermittlungs- und Entscheidungshilfe
- Haftentscheidungshilfe - Haftverschonung
- Teilnahme an der Hauptverhandlung
- Stellungnahme zu beabsichtigten Erteilungen von Weisungen
- Überwachung von Sanktionen
- Betreuung der Verurteilten
- Diversion
- Rollenkonflikt Jugendhilfe und Justiz (SGB VIII und JGG)
- Ausblick und Fazit zur Auflösung des Rollenkonflikts
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit der Jugendgerichtshilfe (JGH) im Kontext des Jugendstrafrechts und der Jugendkriminologie. Sie analysiert die Aufgaben und rechtlichen Grundlagen der JGH, beleuchtet den Rollenkonflikt zwischen Jugendhilfe und Justiz, und bietet schließlich Überlegungen zur Auflösung dieser Spannungen an.
- Die Rolle und Bedeutung der Jugendgerichtshilfe im Jugendstrafverfahren
- Rechtliche Grundlagen und Handlungsrahmen der Jugendgerichtshilfe
- Aufgaben und Funktionen der Jugendgerichtshilfe im jugendgerichtlichen Verfahren
- Der Rollenkonflikt zwischen Jugendhilfe und Justiz im Kontext des SGB VIII und JGG
- Möglichkeiten zur Auflösung des Spannungsverhältnisses zwischen Jugendhilfe und Justiz
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Diese Einleitung bietet einen Überblick über die Thematik der Hausarbeit und skizziert den Aufbau und die Ziele der Arbeit. Sie stellt die Jugendgerichtshilfe als zentrale Figur im Jugendstrafverfahren vor und erläutert die rechtlichen Grundlagen sowie die verschiedenen Aufgabenbereiche.
Die Jugendgerichtshilfe
Dieses Kapitel bietet eine allgemeine Einführung in die Jugendgerichtshilfe. Es erklärt die Bedeutung der JGH als Institution der Sozialen Arbeit und ihre Rolle im Jugendstrafverfahren. Zudem werden wichtige Aspekte wie die Freiwilligkeit der Zusammenarbeit und die gesetzliche Verpflichtung der Jugendämter behandelt.
Rechtliche Grundlagen der Jugendgerichtshilfe
Das Kapitel befasst sich mit den rechtlichen Rahmenbedingungen der JGH. Es erläutert die gesetzlichen Verankerungen im Jugendgerichtsgesetz (JGG) und dem achten Sozialgesetzbuch (SGB VIII) und beschreibt die Verantwortlichkeiten des kommunalen Jugendhilfeträgers.
Aufgaben der Jugendgerichtshilfe im jugendgerichtlichen Verfahren
Dieses Kapitel analysiert die vielfältigen Aufgaben der JGH im Rahmen des Jugendstrafverfahrens. Es befasst sich mit Jugendhilfeleistungen, Ermittlungs- und Entscheidungshilfe, Haftentscheidungshilfe, sowie der Beteiligung an Hauptverhandlungen und der Überwachung von Sanktionen.
Rollenkonflikt Jugendhilfe und Justiz (SGB VIII und JGG)
Der Schwerpunkt dieses Kapitels liegt auf dem Konflikt zwischen den Zielen der Jugendhilfe und den Anforderungen der Justiz. Es beleuchtet die unterschiedlichen Perspektiven und die daraus resultierenden Spannungen zwischen dem SGB VIII und dem JGG.
Schlüsselwörter
Jugendgerichtshilfe, Jugendstrafrecht, Jugendkriminologie, Jugendhilfe, Jugendgerichtsgesetz (JGG), Sozialgesetzbuch VIII (SGB VIII), Jugendhilfeleistungen, Ermittlungshilfe, Haftentscheidungshilfe, Rollenkonflikt, Spannungsverhältnis, Jugendgericht, Jugendstaatsanwaltschaft, Justiz.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die Hauptaufgabe der Jugendgerichtshilfe (JGH)?
Die JGH unterstützt das Jugendgericht durch Ermittlungs- und Entscheidungshilfe, bringt soziale Aspekte in das Verfahren ein und betreut jugendliche Verurteilte.
Auf welchen gesetzlichen Grundlagen basiert die JGH?
Die Arbeit der JGH stützt sich primär auf das Jugendgerichtsgesetz (JGG) sowie auf das achte Sozialgesetzbuch (SGB VIII - Kinder- und Jugendhilfe).
Was ist der „Rollenkonflikt“ zwischen Jugendhilfe und Justiz?
Es besteht ein Spannungsverhältnis zwischen dem pädagogischen Auftrag der Jugendhilfe (SGB VIII) und dem Strafverfolgungs- bzw. Sanktionsanspruch der Justiz (JGG).
Wie wirkt die JGH bei Haftentscheidungen mit?
Sie leistet Haftentscheidungshilfe, indem sie prüft, ob Maßnahmen zur Haftverschonung möglich sind und wie eine weitere Betreuung des Jugendlichen aussehen kann.
Nimmt die JGH an der Hauptverhandlung teil?
Ja, gemäß § 38 JGG nimmt die Jugendgerichtshilfe an der Hauptverhandlung teil und gibt eine Stellungnahme zu den persönlichen Verhältnissen und möglichen Weisungen ab.
Was bedeutet Diversion im Jugendstrafrecht?
Diversion bezeichnet das Absehen von einer förmlichen Anklage und einem Urteil, oft verbunden mit pädagogischen Maßnahmen, bei denen die JGH eine beratende Rolle einnimmt.
- Citation du texte
- Anonym (Auteur), 2016, Jugendkriminalrecht und Jugendkriminologie. Ein Überblick über die Jugendgerichtshilfe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/374785