Im Hauptteil der Arbeit werde ich versuchen das Zusammenleben zwischen säkularisierten und gläubigen Bürgern aus dem Blickfeld von Jürgen Habermas zu erklären. Insbesondere werde ich auf die Fragen eingehen, inwiefern wir in einer säkularisierten Gesellschaft leben und welche Voraussetzungen für die Entstehung eines Rechtstaates nötig sind. Als Grundlage dieser Arbeit dient das Werk „Dialektik der Säkularisierung“, womit auch die Problematik bearbeitet wird, inwieweit unser heutiges Staatssystem Elemente einer säkularisierten Gesellschaftsordnung in sich vereinigt. Im Anschluss steht ein historischer Teil, worin die Geschichte der Säkularisierungsbewegung untersucht wird und Begrifflichkeiten wie: säkular, säkularistisch und postsäkular aufgeklärt werden, um das Voranschreiten von säkularistischen hin zu einer postsäkularen Gesellschaftsform erklären zu können.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Basis für einen säkularisierten Staat
- 2. Zusammenleben in einer Gesellschaft
- 2.1 Sind die heutigen Gesellschaften säkularisiert?
- 2.1.1 Die Vergangenheit der Säkularisierung
- 2.1.2 Was sind die Begriffe Säkular, Säkularistisch und Postsäkular?
- 2.1.3 Die Entwicklung vom Säkularistischen zum Postsäkularen
- 2.2 Entstehung eines demokratischen Staatssystems
- 2.2.1 Das Fundament eines säkularen Verfassungsstaates
- 2.2.2 Der Zusammenhalt unter der Gesellschaft: Die Solidarität
- 2.2.3 Das Problem einer säkularisierten Gesellschaft: Die Religion
- 2.2.4 Offen für andere Kulturen?
- 2.1 Sind die heutigen Gesellschaften säkularisiert?
- 3. Ist Frieden in einer kosmopolitischen Gesellschaft möglich?
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie zwischen säkularisierten und religiösen Bürgern Frieden erzeugt werden kann. Sie analysiert die Voraussetzungen für einen säkularisierten Staat und das Zusammenleben in einer Gesellschaft, in der verschiedene Kulturen und ethnische Gruppierungen koexistieren. Dabei wird insbesondere der Einfluss der Religion auf die gesellschaftliche Ordnung und die Frage nach der Möglichkeit eines friedlichen Zusammenlebens in einer postsäkularen Gesellschaft untersucht.
- Das Fundament eines säkularen Verfassungsstaates und die Bedeutung der Religionsfreiheit
- Die Herausforderungen des Zusammenlebens von säkularisierten und religiösen Bürgern
- Die Entwicklung von der Säkularisierung zur postsäkularen Gesellschaft
- Die Rolle der Religion in der heutigen Gesellschaft und ihr Einfluss auf die Politik
- Die Möglichkeit eines friedlichen Zusammenlebens in einer multikulturellen und kosmopolitischen Gesellschaft
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 1 beleuchtet die Basis für einen säkularisierten Staat und beschreibt die Voraussetzungen, die dieser braucht, um zu funktionieren. Dabei wird die Bedeutung der Freiheit und Selbstbestimmung der Bürger betont, sowie die Notwendigkeit, dass die Bevölkerung den von der Staatsordnung geschaffenen Raum mit eigenen Normen, Werten und Gesetzmäßigkeiten füllt. Kapitel 2 widmet sich dem Zusammenleben in einer Gesellschaft und betrachtet die Herausforderungen, die aus der Koexistenz verschiedener Kulturen und ethnischer Gruppierungen entstehen. Insbesondere wird das Problem der mangelhaften politischen Beteiligung religiöser Gruppierungen und deren Rückzug aus dem Sozialleben thematisiert. Kapitel 2.1 beschäftigt sich mit der Frage, ob die heutigen Gesellschaften tatsächlich säkularisiert sind. Dazu wird der Begriff der Säkularisierung definiert und die Entwicklung von der Vergangenheit bis zur Gegenwart betrachtet. Kapitel 2.2 untersucht die Entstehung eines demokratischen Staatssystems und befasst sich mit dem Fundament eines säkularen Verfassungsstaates, dem Zusammenhalt unter der Gesellschaft durch Solidarität und dem Problem der Religion in einer säkularisierten Gesellschaft.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit zentralen Themen der modernen Gesellschaft, darunter Säkularisierung, Religion, Frieden, Demokratie, Staatsordnung, Religionsfreiheit, Pluralismus, Multikulturalität, Integration, Chancengleichheit, politische Beteiligung, und kosmopolitische Gesellschaft.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht Jürgen Habermas unter einer "postsäkularen Gesellschaft"?
Eine postsäkulare Gesellschaft erkennt an, dass Religion trotz Säkularisierung weiterhin eine öffentliche Bedeutung hat. Säkularisierte und gläubige Bürger müssen in einen Dialog treten und gegenseitiges Verständnis aufbringen.
Welche Voraussetzungen braucht ein säkularer Verfassungsstaat?
Er erfordert die Trennung von Staat und Kirche sowie die Religionsfreiheit. Die Bürger müssen jedoch über eine gemeinsame Basis an Werten und Solidarität verfügen, um den Staat mit Leben zu füllen.
Wie können religiöse und säkulare Bürger friedlich zusammenleben?
Habermas fordert eine "Übersetzungsleistung": Religiöse Bürger sollten ihre Argumente in eine allgemein zugängliche Sprache übersetzen, während säkulare Bürger religiöse Beiträge nicht von vornherein als irrational ablehnen sollten.
Was ist das Problem der mangelnden politischen Beteiligung religiöser Gruppen?
Wenn sich religiöse Gruppen aus dem öffentlichen Leben zurückziehen, droht ein Verlust an gesellschaftlichem Zusammenhalt. Der Rechtsstaat muss daher Partizipationsmöglichkeiten für alle Kulturen und Überzeugungen offenhalten.
Ist Frieden in einer kosmopolitischen Gesellschaft möglich?
Die Arbeit untersucht, ob durch gegenseitige Anerkennung und die Einhaltung demokratischer Spielregeln ein dauerhafter Frieden zwischen unterschiedlichen ethnischen und religiösen Gruppierungen erreicht werden kann.
- Quote paper
- Fethi Dindar (Author), 2017, Säkularisierung und Religion. Das Zusammenleben säkularisierter und gläubiger Bürger aus dem Blickfeld von Jürgen Habermas, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/370456