Zu Beginn dieser Arbeit wird ganz grundsätzlich die Signifikanz der Hintergrundmotivation für die ethische und moralische Richtigkeit einer Handlung hergeleitet. Ist diese hinreichend belegt, schließt sich folglich die Diskussion um die Relevanz der Handlungsmotivation als genuines Moralkriterium in ethischen Bewertungen an. Exemplarisch wird nach der Diskussion der Grundsatzfrage die Relevanz der Handlungsmotivation am Beispiel des Spendenverhaltens bei großangelegten Spenden von Millionären und Milliardären erörtert. Damit wird der Versuch unternommen, die Rolle der Handlungsmotivation an einem Fallbeispiel abseits von theoretischen Grundsatzdiskussionen zu bewerten.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Hauptteil
- Signifikanz der Handlungsmotivation als genuines Moralkriterium
- Relevanz der Handlungsmotivation als genuines Moralkriterium
- Ethische Bewertungen von Spenden zwischen Konsequenz und Motivation
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Ausarbeitung analysiert die Bedeutung der Handlungsmotivation als genuines Moralkriterium in ethischen Bewertungen. Sie untersucht insbesondere die Relevanz der Motivation im Vergleich zur Konsequenz einer Handlung, am Beispiel von Spendenverhalten.
- Die Signifikanz der Handlungsmotivation für die ethische Beurteilung
- Die Relevanz der Handlungsmotivation als genuines Moralkriterium in ethischen Bewertungen
- Die ethische Bewertung von Spenden zwischen Konsequenz und Motivation
- Die Anwendung der Handlungsmotivation auf ein Fallbeispiel: Spendenverhalten von Millionären und Milliardären
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Die Einleitung führt in das Thema ein und erläutert die zunehmende Bedeutung von ethischen Prinzipien in der heutigen Gesellschaft. Sie beleuchtet den Einfluss von Fällen unethischen Verhaltens auf das Vertrauen in Unternehmen und die Notwendigkeit, ethische Fragen kritisch zu hinterfragen.
Hauptteil
2.1 Signifikanz der Handlungsmotivation als genuines Moralkriterium
Dieser Abschnitt analysiert verschiedene ethische Theorien und untersucht, ob und wie die Handlungsmotivation als genuines Moralkriterium betrachtet werden kann. Er betrachtet verschiedene Ansätze wie die Ethik des Mitleids nach Schopenhauer, die Goldene Regel und die christliche Ethik.
2.2 Relevanz der Handlungsmotivation als genuines Moralkriterium
Dieser Teil der Arbeit vertieft die Diskussion um die Relevanz der Handlungsmotivation im Kontext von ethischen Entscheidungen. Er betrachtet die Konzeption der Unternehmensethik nach Peter Ulrich und den Utilitarismus nach Bentham, um die Bedeutung der Motivation in ethischen Fragestellungen zu bewerten.
2.3 Ethische Bewertungen von Spenden zwischen Konsequenz und Motivation
Dieser Abschnitt widmet sich der Frage, wie Spenden aus ethischer Perspektive zu bewerten sind. Er stellt die Frage in den Mittelpunkt, ob die Motivation hinter der Spende oder die Konsequenz der Spende wichtiger sind für die ethische Beurteilung.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit den Themen ethische Bewertung, Handlungsmotivation, genuines Moralkriterium, Spendenverhalten, Konsequenz, Gemeinsinn, Utilitarismus, christliche Ethik und die Goldene Regel.
Häufig gestellte Fragen
Warum ist die Motivation bei einer moralischen Handlung wichtig?
In der Ethik entscheidet oft nicht nur das Ergebnis (Konsequenz), sondern auch der Beweggrund (Motivation), ob eine Handlung als wahrhaft moralisch gut eingestuft wird.
Was ist der Unterschied zwischen Konsequenz und Motivation beim Spenden?
Die Konsequenz ist der Nutzen der Spende (z. B. Hilfe für Bedürftige). Die Motivation hinterfragt, ob die Spende aus Altruismus oder aus strategischen Gründen (z. B. Imagepflege) erfolgte.
Wie bewertet der Utilitarismus das Spendenverhalten?
Der Utilitarismus (z. B. nach Bentham) fokussiert sich primär auf die Konsequenz: Eine Spende ist gut, wenn sie das größte Glück für die größte Zahl befördert, unabhängig von der Absicht des Spenders.
Was besagt die Mitleidsethik von Schopenhauer?
Schopenhauer sieht im Mitleid die einzige echte moralische Triebfeder. Nur eine Handlung, die aus dem Mitfühlen mit dem Leiden anderer entsteht, hat für ihn moralischen Wert.
Sind Großspenden von Milliardären immer moralisch wertvoll?
Die Arbeit diskutiert dies kritisch: Wenn die Motivation lediglich Steuervermeidung oder Machtgewinn ist, sinkt der moralische Wert der Handlung trotz des positiven finanziellen Effekts.
- Citation du texte
- Cedric Crecelius (Auteur), 2016, Die Handlungsmotivation als genuines Moralkriterium. Ethische Bewertung von Spenden zwischen Konsequenz und Motivation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/368496