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Sprachentwicklung

Title: Sprachentwicklung

Term Paper , 2001 , 23 Pages , Grade: 1-

Autor:in: Kathrin Im Winkel (Author)

Psychology - Developmental Psychology
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Summary Excerpt Details

Um die Sprachentwicklung bei Kindern beschreiben zu können, muß man sich zuerst mit dem Erklärungsansatz auseinandersetzen. Es gibt hier zwei Theoriefamilien, die sich schon in ihren Grundannahmen sehr stark von einander unterscheiden.
Da wäre zum einen die Position der "inside-out" -Theorie. Die vorherrschende Annahme besteht hierbei darin, dass den Kindern von Geburt an, und damit schon genetisch vorbedingt ist, Sprache erlernen zu können. Man geht davon aus, dass das Kind schon mit einem großen Teil des grammatikalischen Grundwissens ausgestattet ist und auch über sprachspezifische Fähigkeiten verfügt. Die Spracherwerbsaufgabe besteht somit nicht direkt aus einem Lernprozeß, sondern ist vielmehr eine Art Reifung der bereits vorhandenen Kenntnisse. Hinter dieser Theoriefamilie steht die Annahme, dass das Sprachangebot, mit dem die Kinder umgehen müssen, fehlerhaft und chaotisch ist. Um also diese fehlerhafte Sprache beherrschen zu können, muß das Kind mit einem Grundwissen ausgestattet sein.
Das zweite Theoriekonstrukt wird als "outside-in" bezeichnet. Hier geht man von der Grundannahme aus, dass das Erlernen der Sprache nichts anderes ist, als die Übernahme von vermitteltem Wissen. Es wird hier nicht davon ausgegangen, dass das Kind bereits über Grundwissen oder gar einen Sprachmechanismus verfügt, sondern dass alles gelernt wird und somit auf generellen Lernmechanismen beruht. Die beiden berühmtesten Theorieansätze sind zum einen die kognitiven und zum anderen die sozial-interaktiven Theorien (vgl. Oerter/Montada 1995, S. 736).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

2. Das Erklärungsproblem

3. Voraussetzungen und Bedingungen für den Spracherwerb

3.1 Sprachunspezifische Voraussetzungen

3.1.1 Kognitionshypothese von Piaget

3.1.2 Wissensstrukturen

3.1.3 Die Geste als Vorstufe der Sprache

3.2 Sprachspezifische Voraussetzungen

3.3 Soziale Voraussetzungen

4. Meilensteine der Sprachentwicklung

4.1 Phonologische Entwicklung

4.1.1 Rezeptive phonologische Entwicklung

4.2 Lexikalische Entwicklung

4.3 Entwicklung der Syntax und der Grammatik

4.4 Pragmatische Kompetenz

5. Theorien der Sprachentwicklung

5.1 Biologische Grundlagen

5.1.1 Erich H. Lenneberg

5.1.2 Noam Chomsky

5.2 Psychoanalytische Sichtweise

5.3 Soziale Lerntheorie

5.3.1 Operantes Konditionieren

5.3.2 Imitationslernen

6. Schlußbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die komplexen Prozesse der kindlichen Sprachentwicklung systematisch zu beschreiben. Dabei wird der Frage nachgegangen, welche theoretischen Ansätze – von biologischen über kognitive bis hin zu lerntheoretischen Modellen – am besten geeignet sind, den Spracherwerb und die damit verbundenen Meilensteine zu erklären.

  • Grundlagen und Voraussetzungen des kindlichen Spracherwerbs
  • Phasen der phonologischen, lexikalischen und syntaktischen Entwicklung
  • Entwicklung der pragmatischen Kompetenz im Kleinkindalter
  • Kritische Analyse biologischer und psychoanalytischer Erklärungsmodelle
  • Lerntheoretische Perspektiven auf die Sprachentwicklung

Auszug aus dem Buch

Das Erklärungsproblem

Um die Sprachentwicklung bei Kindern beschreiben zu können, muß man sich zuerst mit dem Erklärungsansatz auseinandersetzen. Es gibt hier zwei Theoriefamilien, die sich schon in ihren Grundannahmen sehr stark von einander unterscheiden.

Da wäre zum einen die Position der „inside-out“ –Theorie. Die vorherrschende Annahme besteht hierbei darin, dass den Kindern von Geburt an, und damit schon genetisch vorbedingt ist, Sprache erlernen zu können. Man geht davon aus, dass das Kind schon mit einem großen Teil des grammatikalischen Grundwissens ausgestattet ist und auch über sprachspezifische Fähigkeiten verfügt. Die Spracherwerbsaufgabe besteht somit nicht direkt aus einem Lernprozeß, sondern ist vielmehr eine Art Reifung der bereits vorhandenen Kenntnisse. Hinter dieser Theoriefamilie steht die Annahme, dass das Sprachangebot, mit dem die Kinder umgehen müssen, fehlerhaft und chaotisch ist. Um also diese fehlerhafte Sprache beherrschen zu können, muß das Kind mit einem Grundwissen ausgestattet sein.

Das zweite Theoriekonstrukt wird als „outside-in“ bezeichnet. Hier geht man von der Grundannahme aus, dass das Erlernen der Sprache nichts anderes ist, als die Übernahme von vermitteltem Wissen. Es wird hier nicht davon ausgegangen, dass das Kind bereits über Grundwissen oder gar einen Sprachmechanismus verfügt, sondern dass alles gelernt wird und somit auf generellen Lernmechanismen beruht. Die beiden berühmtesten Theorieansätze sind zum einen die kognitiven und zum anderen die sozial-interaktiven Theorien (vgl. Oerter/Montada 1995, S. 736).

Zusammenfassung der Kapitel

2. Das Erklärungsproblem: Dieses Kapitel stellt die grundlegende Dichotomie zwischen angeborenen Voraussetzungen („inside-out“) und durch Lernen erworbenem Wissen („outside-in“) als Basis der Spracherwerbstheorien dar.

3. Voraussetzungen und Bedingungen für den Spracherwerb: Hier werden die kognitiven, sozialen und sprachspezifischen Voraussetzungen untersucht, die Kinder für den Spracherwerb benötigen, inklusive der Bedeutung von Gesten.

4. Meilensteine der Sprachentwicklung: Dieses Kapitel analysiert die chronologischen Schritte der Entwicklung vom Gurren über die ersten Wörter bis zur komplexen Satzbildung und pragmatischen Gesprächsfähigkeit.

5. Theorien der Sprachentwicklung: Die Arbeit gibt einen Überblick über verschiedene wissenschaftliche Modelle, darunter Lennebergs biologische Ansätze, Chomskys Universalgrammatik sowie psychoanalytische und lerntheoretische Perspektiven.

6. Schlußbemerkung: Der Autor resümiert, dass keine einzelne Theorie alle Aspekte der Sprachentwicklung abdeckt und daher eine Kombination verschiedener Erklärungsansätze notwendig ist.

Schlüsselwörter

Sprachentwicklung, Spracherwerb, Kognitionspsychologie, Psycholinguistik, Kleinkindentwicklung, Universalgrammatik, Phonologie, Lexik, Syntax, Pragmatik, Spracherwerbstheorien, Lerntheorie, Psychoanalyse, Sprache, Sprachentwicklung beim Kind.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den theoretischen Modellen und entwicklungspsychologischen Voraussetzungen, die den Spracherwerb bei Säuglingen und Kleinkindern erklären.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind die biologischen Grundlagen der Sprache, die Entwicklung von phonologischen und lexikalischen Fähigkeiten, die Rolle sozialer Interaktion sowie verschiedene Spracherwerbstheorien.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die wichtigsten Schritte der kindlichen Sprachentwicklung verständlich darzulegen und einen kritischen Überblick über die gängigen Erklärungsansätze der Spracherwerbsforschung zu bieten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse basiert, unter anderem unter Einbezug von Standardwerken der Entwicklungspsychologie wie Oerter/Montada und Trautner.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Voraussetzungen, den chronologischen Meilensteinen der Sprachentwicklung sowie eine detaillierte Diskussion verschiedener Theorien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Spracherwerb, Meilensteine der Sprachentwicklung, inside-out/outside-in-Theorien, Universalgrammatik und die Rolle der Bezugsperson.

Was besagt die „inside-out“-Theorie nach der Autorin?

Die „inside-out“-Theorie geht davon aus, dass Kinder bereits mit angeborenen, genetisch bedingten Voraussetzungen und einem grammatikalischen Grundwissen ausgestattet sind, die im Laufe der Reifung aktiviert werden.

Warum gilt das „nein“ in der psychoanalytischen Sichtweise als wichtiger Begriff?

Das „nein“ wird als erster abstrakter Begriff angesehen, da das Kind durch dieses Wort eigene Triebe unterdrücken und sich durch die verbale Verweigerung einen eigenen Willen abgrenzen kann.

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Details

Title
Sprachentwicklung
College
University of Dortmund  (Psychologie)
Course
Sprachentwicklung und Spracherwerbstheorien
Grade
1-
Author
Kathrin Im Winkel (Author)
Publication Year
2001
Pages
23
Catalog Number
V3608
ISBN (eBook)
9783638122269
ISBN (Book)
9783638931601
Language
German
Tags
Sprachentwicklung Spracherwerbstheorien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kathrin Im Winkel (Author), 2001, Sprachentwicklung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/3608
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