In dieser Arbeit wird Identität, als Ergebnis, aus Unterscheidungsprozessen resultierender, subjektiver Realität und Anpassung an soziale Konstrukte, dargestellt. Besondere Berücksichtigung finden dabei epistimologische Standpunkte des Radikalen und des Sozialen Konstruktivismus sowie medizinische und neurologische Grundlagen. Darüberhinaus werden systemtheoretische, linguistische und soziologische Ansätze und deren Einflüsse auf die Konstruktion subjektiver Realität herangezogen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Zentrale Fragestellung
- Methodische Vorgehensweise
- Realität(en)
- Objektive Realität
- Subjektive Realität
- Einflussfaktoren auf subjektive Realität
- Sprache
- Gesellschaft
- Sozialisation
- Zwischenfazit
- Konstruktionen
- Medizinische und neurologische Prozesse
- Konstruktivismus
- Radikaler Konstruktivismus
- Sozialer Konstruktivismus
- Das biologische System: Mensch
- Identitäten
- Entstehende und zerfallende Identitäten
- Identitäten durch wahrgenommene Realitäten
- Cäsarenwahn
- Soziale Rollen
- Behinderung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Masterarbeit befasst sich mit dem dynamischen Charakter der Identität und wie sie durch die umgebenden Bedingungen beeinflusst wird. Sie untersucht, wie Identität entsteht und ob sie ein dynamischer Prozess ist.
- Die Bedeutung von Realität für die Entstehung von Identität.
- Die prägenden Einflussfaktoren auf die Identität: Gesellschaft, Sozialisation und Sprache.
- Der Einfluss von Konstruktionen auf die Identität, insbesondere aus medizinisch-neurologischer und sozialwissenschaftlicher Sicht.
- Die Rolle von Identifikationsmustern bei der Ausgestaltung sozialer Rollen und der Bewertungs- und Handlungsmatrix.
- Die Entstehung und den Zerfall von Identitäten im Kontext von wahrgenommenen Realitäten.
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik der Identität ein und stellt die zentrale Fragestellung sowie die methodische Vorgehensweise der Arbeit vor. Das Kapitel "Realität(en)" beleuchtet die Bedeutung der objektiven und subjektiven Realität für die Entstehung von Identität und untersucht die wichtigsten Einflussfaktoren auf die subjektive Realität, wie Sprache, Gesellschaft und Sozialisation. Im Kapitel "Konstruktionen" werden medizinisch-neurologische Prozesse und die Theorie des Konstruktivismus in Bezug auf die Konstruktion von Identität betrachtet. Das Kapitel "Identitäten" befasst sich mit den Mustern von Segregation und Polarisation, den Prozessen von entstehenden und zerfallenden Identitäten und insbesondere mit der Konstruktion von Identität durch wahrgenommene Realitäten, anhand von Beispielen wie dem Cäsarenwahn und der Übernahme sozialer Rollen.
Schlüsselwörter
Die Arbeit konzentriert sich auf die Themen Identität, Ich-Konstruktion, wahrgenommene Realität, Einflussfaktoren, Sprache, Gesellschaft, Sozialisation, Konstruktivismus, soziale Rollen, Segregation, Polarisation und Behinderung.
Häufig gestellte Fragen
Wie entsteht Identität aus konstruktivistischer Sicht?
Identität wird als Ergebnis von Unterscheidungsprozessen und der Anpassung an soziale Konstrukte gesehen, wobei subjektive Realitäten im Vordergrund stehen.
Welchen Einfluss hat die Sprache auf die Identität?
Sprache gilt als einer der zentralen Einflussfaktoren auf die Konstruktion der subjektiven Realität und prägt somit maßgeblich das Selbstbild und die Weltwahrnehmung.
Was unterscheidet den Radikalen vom Sozialen Konstruktivismus?
Der Radikale Konstruktivismus fokussiert auf individuelle neurologische Prozesse, während der Soziale Konstruktivismus die Bedeutung gesellschaftlicher Interaktion betont.
Was bedeutet "Cäsarenwahn" im Kontext der Arbeit?
Der Cäsarenwahn dient als Beispiel für eine extreme Form der Identitätskonstruktion basierend auf einer verzerrten Wahrnehmung der Realität.
Welche Rolle spielt die Sozialisation bei der Ich-Konstruktion?
Die Sozialisation liefert die Bewertungs- und Handlungsmatrix, innerhalb derer ein Individuum seine sozialen Rollen und seine Identität ausformt.
Kann Identität zerfallen?
Ja, die Arbeit untersucht Identität als dynamischen Prozess, bei dem Identitäten sowohl entstehen als auch durch veränderte Realitäten zerfallen können.
- Quote paper
- M.A. Christian Blum (Author), 2016, Identität. Ich-Konstruktionen in wahrgenommenen Realitäten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/355700