Das Erzählgedicht "Die Füße im Feuer" wurde erstmals 1864 unter dem Titel "Der Hugenot" veröffentlicht; nach tiefgreifenden Änderungen vonseiten Meyers erschien die Ballade erneut 1882 – in der Form, die auch in der Unterrichtsstunde als Textgrundlage dient.
Meyer platziert die Handlung vor den Hintergrund der Hugenottenverfolgung 1572 in Frankreich. Die Gewalttaten, die an den französischen Protestanten verübt wurden, sollen jedoch nicht im Sinne einer historischen Aufarbeitung nachvollzogen werden, sondern dienen in Die Füße im Feuer als Vorlage, um die vorbildliche Haltung des Einzelnen zu exponieren. Die Handlung setzt in einer zeitlichen Distanz zur Hugenottenverfolgung ein. In einer stürmischen Nacht sucht ein berittener Kurier des Königs Herberge in einem Schloss. Bereits in dieser ersten von sieben Strophen unterschiedlicher Länge wird durch sprachliche Mittel eine dramatische Spannung erzeugt. Die kurzatmige Parataxe, das Hasten der dynamischen Verben zucken, rollen, sausen (vgl. V. 1 – 3), das Aufflackern und Abreißen einzelner Eindrücke und Gedanken vermitteln dem Leser eine Rastlosigkeit, die die ganze Ballade dominiert und erst mit dem Beginn der letzten Strophe etwas nachlässt.
Inhaltsverzeichnis
- Klassenstufe und Lernvoraussetzungen
- Unterrichtszusammenhang
- Sachanalyse
- Didaktisch-methodische Analyse
- Stundenziele
- Unterrichtsverlauf
- Literaturverzeichnis
- Anhang
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Dieser Unterrichtsentwurf zielt darauf ab, die Schülerinnen und Schüler mit Conrad Ferdinand Meyers Ballade „Die Füße im Feuer“ vertraut zu machen und die Bedeutung von Gewalt, Rache und Vergebung im Kontext der Hugenottenverfolgung zu beleuchten.
- Die Ballade als literarische Form
- Der Umgang mit Gewalt und Rache
- Die christliche Botschaft der Vergebung
- Die literarischen Mittel in Meyers Ballade
- Die historische Einordnung in die Hugenottenverfolgung
Zusammenfassung der Kapitel
Der Entwurf beginnt mit der Vorstellung des Unterrichtskontextes und der relevanten Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler. Anschließend wird die Ballade „Die Füße im Feuer“ in ihrer historischen und literarischen Dimension analysiert. Die didaktisch-methodische Analyse erläutert die Auswahl der Ballade als Unterrichtsgegenstand und die didaktischen Überlegungen, die der Gestaltung des Unterrichts zugrunde liegen.
Schlüsselwörter
Die zentralen Begriffe, die in diesem Unterrichtsentwurf eine Rolle spielen, sind Ballade, Gewalt, Rache, Vergebung, Hugenottenverfolgung, Conrad Ferdinand Meyer, literarische Mittel, historische Kontext und didaktisch-methodische Analyse.
Häufig gestellte Fragen
Wovon handelt die Ballade "Die Füße im Feuer"?
Die Ballade von Conrad Ferdinand Meyer thematisiert einen Kurier des Königs, der in einem Schloss Herberge sucht, in dem er Jahre zuvor eine Frau grausam gefoltert hat.
Was ist der historische Hintergrund des Gedichts?
Die Handlung spielt vor dem Hintergrund der Hugenottenverfolgung in Frankreich im Jahr 1572.
Welche zentralen Motive werden in der Ballade behandelt?
Die Hauptmotive sind Gewalt, Rache und die christliche Botschaft der Vergebung, die durch den Schlossherrn verkörpert wird.
Wie erzeugt Meyer Spannung im Text?
Meyer nutzt sprachliche Mittel wie kurze Hauptsätze (Parataxe) und dynamische Verben, um eine rastlose und dramatische Atmosphäre zu schaffen.
Für welche Klassenstufe ist dieser Unterrichtsentwurf geeignet?
Der Entwurf ist für eine 8. Klasse konzipiert und dient der Analyse literarischer Mittel und ethischer Fragen.
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- Anonym (Author), 2015, Conrad Ferdinand Meyers Ballade "Die Füße im Feuer" (Deutsch, 8. Klasse), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/355647