Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der HEISS – Studie (Heidelberger Untersuchungen zur spezifischen Sprachentwicklungsstörung). Um ihr auf dem richtigen Pfad1 folgen und sie einordnen zu können, liefert eine Definition der Spezifischen Sprachentwicklungsstörung im ersten Kapitel einen Grundbaustein zur Problematik. Anschließend werden Merkmale der spezifischen Sprachentwicklungsstörungen skizziert. Das Thema des zweiten Kapitels ist die Untersuchung selbst und ihr Design mit Zielfragestellungen, Probanden und der Vorgehensweise werden kurz dargestellt. Eine der drei Zielfragestellungen der Untersuchung soll meine Arbeit weiter leiten. Und somit beschäftigt sich das dritte Kapitel mit der Frage, ob spezifische Sprachentwicklungsstörungen (SSESen) sprachspezifisch auftreten oder ob es sich um ein generelles Phänomen handelt. Die Ergebnisse der HEISS – Studie sollen Anhaltspunkte liefern.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definition der spezifischen Sprachentwicklungsstörung (SSES)
3. Die HEISS – Studie (Heidelberger Untersuchung zur SSES)
3.1. Fragestellungen
3.2. Probanden
3.3. Untersuchungsverfahren
4. Eine sprachspezifische oder generelle Sprachentwicklungsstörung ???
4.1. Gruppen
4.2. Nonverbale Intelligenz
4.3. Kurzzeitgedächtnis
4.3.1. Zahlen – Nachsprechen – Vorwärts
4.3.2. Zahlen – Nachsprechen – Rückwärts
4.3.3. Symbol – Folgen – Gedächtnis
4.3.4. Imitieren von Rhythmen
5. Sprachverarbeitung im Kroatischen und im Deutschen
5.1. Bildung von Pluralformen
5.2. Nachsprechen von Sätzen
5.3. Bilden von Sätzen und Wörtern
6. Zusammenfassende Bemerkungen
7. Literatur
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht anhand der HEISS-Studie, ob spezifische Sprachentwicklungsstörungen (SSES) als universelles Phänomen oder einzelsprachabhängige Problematik zu verstehen sind, indem sie sprachliche und kognitive Leistungen von Kindern unterschiedlicher Muttersprachen vergleicht.
- Definition und Merkmalsanalyse der spezifischen Sprachentwicklungsstörung (SSES)
- Vergleichende Untersuchung zur Sprachverarbeitung bei kroatisch- und deutschsprachigen Kindern
- Analyse kognitiver Leistungen wie Kurzzeitgedächtnis und nonverbale Intelligenz
- Erforschung des Einflusses von Sprachstrukturen und Regelmäßigkeiten auf den Spracherwerb
Auszug aus dem Buch
3. Die HEISS – Studie (Heidelberger Untersuchung zur SSES)
Fragestellungen der Studie waren hinsichtlich des Erscheinungsbildes und der Ursachen der SSES anzusiedeln. Die Antworten aus den erstgenannten Fragestellungen sollen den Grundbaustein für Möglichkeiten zur Förderung liefern.
Genauer betrachtet sind zentrale Fragen im Hinblick auf SSESen:
1. Zeitlich verzögerter oder andersartiger Erwerbsverlauf ?
2. Gestörter Sprachrezeptions- und/oder gestörter Sprachproduktionsprozess ?
und
3. die Frage nach der Spezifität oder der Generalität der Störung, d.h. ob die SSES eine sprachspezifische oder eine allgemeine Störung ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der HEISS-Studie sowie Hinführung zur zentralen Fragestellung, ob SSES ein generelles oder sprachspezifisches Phänomen darstellt.
2. Definition der spezifischen Sprachentwicklungsstörung (SSES): Erläuterung der Begrifflichkeiten und Merkmale von SSES unter Einbeziehung relevanter Forschungsansätze und Ausschlusskriterien.
3. Die HEISS – Studie (Heidelberger Untersuchung zur SSES): Darstellung des Forschungsdesigns, der zentralen Fragestellungen sowie der Probandengruppen und Untersuchungsverfahren.
4. Eine sprachspezifische oder generelle Sprachentwicklungsstörung ???: Untersuchung von kognitiven Fähigkeiten und Gedächtnisleistungen bei betroffenen Kindern im Vergleich zu unauffälligen Probanden.
5. Sprachverarbeitung im Kroatischen und im Deutschen: Detaillierter Vergleich der Sprachverarbeitungsprozesse, insbesondere in den Bereichen Pluralbildung und Satzreproduktion.
6. Zusammenfassende Bemerkungen: Synthese der Ergebnisse, welche darauf hindeutet, dass SSES einzelsprachabhängig auftreten kann, während grundlegende kognitive Prozesse teilweise sprachunabhängig sind.
7. Literatur: Verzeichnis der verwendeten wissenschaftlichen Quellen.
Schlüsselwörter
Spezifische Sprachentwicklungsstörung, SSES, HEISS-Studie, Spracherwerb, Sprachverarbeitung, Kroatisch, Deutsch, Pluralbildung, Kurzzeitgedächtnis, Syntax, Sprachheilpädagogik, Mehrsprachigkeit, Kognition, Regelgeleitete Sprache.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der HEISS-Studie und der grundlegenden Frage, ob spezifische Sprachentwicklungsstörungen (SSES) ein generelles Phänomen darstellen oder in Abhängigkeit von der jeweiligen Einzelsprache auftreten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Definition von SSES, der Vergleich zwischen kroatisch- und deutschsprachigen Kindern sowie die Analyse von Sprachverarbeitung, Kurzzeitgedächtnis und morphologischen Strukturen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, den Ursachen von SSES auf den Grund zu gehen und zu klären, ob es sich um eine sprachspezifische oder eine allgemeine Störung handelt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine sprachvergleichende, empirische Studie (HEISS-Studie) genutzt, die verschiedene Gruppen von Kindern anhand von standardisierten Tests zu Sprachverarbeitung, Gedächtnisleistungen und Satzproduktion untersucht.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die Design-Grundlagen, die verschiedenen Teilbereiche der Testungen (z.B. Kurzzeitgedächtnis, Pluralbildung) und der direkte Vergleich der Leistungen zwischen den verschiedenen Sprachgruppen detailliert analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie SSES, Sprachverarbeitung, Spracherwerb, Einzelsprachabhängigkeit und kognitive Leistungsfähigkeit charakterisiert.
Warum spielt der Vergleich zwischen kroatischer und deutscher Sprache eine so große Rolle?
Da sich beide Sprachen in ihrer morphologischen Struktur und Regelmäßigkeit stark unterscheiden, dient der Vergleich als Indikator dafür, ob Schwierigkeiten beim Spracherwerb primär durch die Komplexität der Zielsprache oder durch generelle Störungen bedingt sind.
Zu welchem Ergebnis kommt die Studie bezüglich der visuellen und auditiven Informationsverarbeitung?
Die Untersuchung zeigt, dass SSES-Kinder bei der auditiven Informationsverarbeitung deutliche Defizite aufweisen, während sie bei der visuellen Informationsverarbeitung vergleichbare Leistungen zu sprachunauffälligen Kindern erbringen.
- Quote paper
- Kamila Urbaniak (Author), 2005, Die HEISS-Studie - Generalität oder Spezifität der Sprachentwicklungsstörungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/35170