Im Zuge der wirtschaftlichen Entwicklung gewinnen die Faktoren Eigenkapital und Liquidität vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen immer mehr an Bedeutung. Viele Unternehmen leiden unter der schlechten Zahlungsmoral ihrer Abnehmer, was zu Beeinträchtigungen dieser Faktoren führen kann. Nutzt ein Unternehmen das komplette Zahlungslimit aus und zahlt seine Verbindlichkeiten erst sehr spät, so hat dies Folgen für den Lieferanten, der auf sein Geld warten muss. Oftmals ist es dann notwendig, teure Kredite aufzunehmen werden, um kurzfristige Liquiditätslücken zu überbrücken.
Das Factoring bietet dem Unternehmen eine von vielen Möglichkeiten der kurzfristigen Finanzmittelausstattung, durch die das Problem des Liquiditätsengpasses vermieden werden kann. Nach einer Definition und der geschichtlichen Entwicklung des Factoring in Deutschland, werden die Vor- und Nachteile für den Factoring-Kunden im Rahmen dieser Seminararbeit dargestellt und finanzwirtschaftlich beurteilt.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Definition
- Geschichtliche Entwicklung des Factoring in Deutschland
- Finanzwirtschaftliche Beurteilung von Factoring-Verträgen
- Die Finanzierungsfunktion
- Vorteile für den Factoring-Kunden
- Nachteile für den Factoring-Kunden
- Die Dienstleistungsfunktion
- Vorteile für den Factoring-Kunden
- Nachteile für den Factoring-Kunden
- Die Delkrederefunktion
- Vorteile für den Factoring-Kunden
- Nachteile für den Factoring-Kunden
- Kosten des Factoring
- Die Factor-Gebühr
- Der Dienstleistungsanteil
- Der Delkredere-Anteil
- Sonstige Kosten
- Zusammenfassendes Ergebnis zur Beurteilung von Factoring-Verträgen
- Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Seminararbeit befasst sich mit der finanzwirtschaftlichen Beurteilung von Factoring-Verträgen. Ziel ist es, die Funktionsweise und Vorteile des Factoring für Unternehmen darzustellen und die verschiedenen Aspekte des Factoring-Geschäfts zu analysieren.
- Definition und geschichtliche Entwicklung des Factoring
- Finanzierungsfunktion des Factoring
- Dienstleistungsfunktion des Factoring
- Delkrederefunktion des Factoring
- Kosten des Factoring
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel der Arbeit definiert den Begriff Factoring und beleuchtet seine geschichtliche Entwicklung in Deutschland. Dabei wird hervorgehoben, dass Factoring als Kaufgeschäft und nicht als Kreditgeschäft zu verstehen ist. Es wird die Bedeutung des Factoring-Vertrags erläutert und die Unterschiede zwischen echtem und unechtem Factoring aufgezeigt.
Das zweite Kapitel der Arbeit analysiert die finanzwirtschaftliche Beurteilung von Factoring-Verträgen. Es werden die Finanzierungs-, Dienstleistungs- und Delkrederefunktion des Factoring betrachtet. Für jede Funktion werden die Vorteile und Nachteile für den Factoring-Kunden dargelegt. Darüber hinaus werden die Kosten des Factoring, die Factor-Gebühr sowie sonstige Kosten, eingehend behandelt.
Schlüsselwörter
Die Arbeit beschäftigt sich mit den zentralen Themen Factoring, Finanzierungsfunktion, Dienstleistungsfunktion, Delkrederefunktion, Kosten des Factoring, Vorteile, Nachteile, Factoring-Vertrag, Factoring-Kunde, Factor, echtes Factoring, unechtes Factoring, Absatzfinanzierung, Liquiditätsmanagement, Ausfallrisiko, Debitorenmanagement.
Häufig gestellte Fragen
Was ist Factoring und wie funktioniert es?
Factoring ist ein Finanzgeschäft, bei dem ein Unternehmen seine Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an einen Dritten (den Factor) verkauft, um sofortige Liquidität zu erhalten.
Was ist der Unterschied zwischen echtem und unechtem Factoring?
Beim echten Factoring übernimmt der Factor das volle Ausfallrisiko (Delkredere), während beim unechten Factoring das Risiko beim Verkäufer verbleibt.
Welche Vorteile bietet Factoring für Unternehmen?
Die Hauptvorteile sind sofortige Liquidität, Schutz vor Forderungsausfällen und die Entlastung des Debitorenmanagements durch den Factor.
Welche Kosten fallen beim Factoring an?
Es entstehen Gebühren für die Dienstleistung, ein Delkredere-Anteil für die Risikoübernahme sowie Zinsen für die bereitgestellte Liquidität.
Für welche Unternehmen ist Factoring besonders geeignet?
Besonders kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) profitieren davon, da sie oft unter schlechter Zahlungsmoral ihrer Kunden leiden und Liquiditätsengpässe vermeiden müssen.
- Citation du texte
- Sven Tillery (Auteur), 2003, Finanzwirtschaftliche Beurteilung von Factoring-Verträgen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/34582