Der europäische Rat
1.1 Geschichtliche Entwicklung
Gleich auf dem ersten Gipfeltreffen im Jahre 1969 gelang es den damaligen sechs Staats- und Regierungschefs, wichtige aufgeschobene Probleme der EU zu lösen. Bei schwierigen Fragen macht die Autorität der Staats- und Regierungschefs Lösungen und Kompromisse eher
möglich. Deshalb beschlossen 1974 die (jetzt auf neun Mitgliedstaaten angewachsene EU) künftig regelmäßig zusammen-zukommen, um kraft ihrer Autorität auf höchster Regierungsebene aufgeschobene Probleme zu lösen. Das galt und gilt vor allem für
langfristige europäische Schlüsselthemen wie die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (GASP), Finanzierung der Gemeinschaft, Agrarreform, Binnenmarkt, Steuerharmonisierung, Wirtschafts- und Währungsunion oder Erweiterung. Um den Unterschied zum Rat der
Europäischen Union (Ministerrat) zu manifestieren, nennt sich der Gipfel seither „Europäischer Rat“.
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Inhaltsverzeichnis
- Der Europäische Rat
- Geschichtliche Entwicklung
- Eine zentrale Funktion
- Aufgaben des Europäischen Rates
- „Wegweiser“ der EU
- Der Rat der Europäischen Union (Ministerrat)
- Geschichtliche Entwicklung
- Zusammensetzung
- Sitz des Rates, Präsidentschaft und Troika
- Aufgaben und Beschlussverfahren
- Schlussgedanke
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit analysiert die Rolle des Europäischen Rates und des Rates der Europäischen Union (Ministerrat) im Kontext der Europäischen Integration. Sie befasst sich mit ihrer geschichtlichen Entwicklung, den jeweiligen Aufgaben und ihrer Bedeutung für die EU.
- Entwicklung und Funktion des Europäischen Rates und des Ministerrats
- Aufgaben und Kompetenzen beider Institutionen
- Bedeutung der beiden Räte für den Integrationsprozess
- Wichtige Entscheidungen und Leitlinien der beiden Räte
- Zusammenspiel der Institutionen im Entscheidungsfindungsprozess
Zusammenfassung der Kapitel
Der Europäische Rat
Das erste Kapitel beleuchtet die geschichtliche Entwicklung des Europäischen Rates. Es zeigt, wie er aus den Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der EU entstand und wie er zunehmend an Bedeutung gewonnen hat. Das Kapitel beleuchtet auch die zentrale Funktion des Rates als Dachorgan der EU und seine Aufgaben in der Festlegung von politischen Leitlinien und der Förderung des Integrationsprozesses.
Der Rat der Europäischen Union (Ministerrat)
Das zweite Kapitel behandelt den Rat der Europäischen Union (Ministerrat). Es beschreibt seine geschichtliche Entwicklung, seine Zusammensetzung und die Organisation seiner Sitzungen. Darüber hinaus werden die Aufgaben und das Beschlussverfahren des Rates im Detail erläutert.
Schlüsselwörter
Europäischer Rat, Rat der Europäischen Union (Ministerrat), Europäische Integration, politische Leitlinien, Entscheidungsfindung, Gipfeltreffen, Integrationsprozess, Aufgaben und Kompetenzen, Geschichte, Zusammensetzung, Beschlussverfahren.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen dem Europäischen Rat und dem Rat der EU?
Der Europäische Rat besteht aus den Staats- und Regierungschefs und legt die politischen Leitlinien fest. Der Rat der Europäischen Union (Ministerrat) besteht aus den jeweiligen Fachministern und ist primär am Gesetzgebungsverfahren beteiligt.
Wann entstand der Europäische Rat?
Er entwickelte sich aus den Gipfeltreffen der 1960er Jahre. Seit 1974 treffen sich die Staats- und Regierungschefs regelmäßig unter der Bezeichnung „Europäischer Rat“.
Welche Aufgaben hat der Europäische Rat?
Er fungiert als „Wegweiser“ der EU, löst aufgeschobene Probleme auf höchster Ebene und entscheidet über langfristige Schlüsselthemen wie die GASP oder die EU-Erweiterung.
Wie ist der Rat der Europäischen Union zusammengesetzt?
Er setzt sich aus Vertretern der Mitgliedstaaten auf Ministerebene zusammen, die befugt sind, für ihre Regierung verbindlich zu handeln.
Was versteht man unter der „Troika“ im Ministerrat?
Die Troika bezeichnete historisch die Zusammenarbeit der aktuellen, der vorangegangenen und der nachfolgenden Ratspräsidentschaft zur Sicherstellung der Kontinuität.
- Citation du texte
- Christian Hund (Auteur), 1999, Der europäische Rat und Ministerrat, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/342