Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Jura - Andere Rechtssysteme, Rechtsvergleichung

Das Wiederkaufsrecht in der Insolvenz

Titel: Das Wiederkaufsrecht in der Insolvenz

Diplomarbeit , 2013 , 85 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Bartlomiej Norsesowicz (Autor:in)

Jura - Andere Rechtssysteme, Rechtsvergleichung
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Wiederkaufsrecht hat in den letzten Jahrzehnten einen Wandel erlebt. Ursprünglich war es als eine Institution zur Besicherung von Krediten oder zur Überbrückung von Notlagen im ländlichen Bereich gedacht. Heutzutage wird das Wiederkaufsrecht in erster Linie zur Sicherstellung der widmungsgemäßen Verwendung von Liegenschaften herangezogen. Dieser Wandel und die sich daraus ergebenden neuen Anforderungen an das Wiederkaufsrecht werden in der vorliegenden Arbeit einer näheren, insolvenzspezifischen Betrachtung unterzogen. Die Auswirkungen der Eröffnung eines Insolvenzverfahrens über den Berechtigten oder Verpflichteten auf das Wiederkaufsrecht, als auch die Gültigkeit und Rechtsposition dieses Rechtsinstitutes im Insolvenzverfahren werden näher untersucht. Dabei werden insbesondere die Anwendbarkeit und die Wirkungen der §§ 21 und 26 der Insolvenzordnung dargestellt. Die Besonderheiten des Sanierungsverfahrens mit Eigenverwaltung im Rahmen des Wiederkaufsrechts werden ebenfalls dargestellt.

Ziel dieser Diplomarbeit ist die Erforschung des Zwecks des modernen Wiederkaufsrechts und das Herausarbeiten eines neuen, alternativen und vor allem insolvenzfesten Lösungsansatzes zur Erreichung desselben Zwecks. Dieser bedeutet einen Mehrwert für Wissenschaft und Praxis und wird zur Lösung von bereits bestehenden Problemen beitragen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Das Wiederkaufsrecht

A. Definition

B. Gegenstand

1. Grundsatzregelung

2. Unternehmen

3. Bewegliche Gattungssachen

C. Zweck

D. Rechtsnatur des Wiederkaufsrechts

E. Vertragliche Begründung

F. Ausübung

G. Besonderheiten

1. Dauer

2. Unvererblichkeit und Unübertragbarkeit

3. Wiederkaufspreis

4. Eintragung ins Grundbuch

5. Gegenseitige Ansprüche

III. Das Wiederkaufsrecht in der Insolvenz

A. Überblick

B. Insolvenz des Verpflichteten

1. Rechtsausübung nach Insolvenzeröffnung

a) Das Wiederkaufsrechts als Anbot

(1) Grundsätzliches

(2) Fehlende Bindung oder Erlöschen?

(3) Zwingendes Recht

(4) Einverleibtes Wiederkaufsrecht

b) Das Wiederkaufsrecht als ein „zweiseitiger Vertrag“

(1) Tatbestand

(2) Vertragsbegriff

(3) Nicht ausgeübtes Wiederkaufsrecht

(4) Ausgeübtes Wiederkaufsrecht

c) Rechtsprechung

(1) Sachverhalt

(2) Rechtliche Beurteilung des LG St. Pölten als Erstgericht

(3) Rechtliche Beurteilung des OLG Wien als Berufungsgericht

(4) Die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs

d) Zusammenfassung und Schlussfolgerungen

(1) Anspruch des Wiederkaufsberechtigten

(2) Vermeidung des „Rosinenpickens“

(3) OGH Urteil ein „Billigkeitsurteil“?

(4) Eigene Meinung

2. Rechtsausübung vor Insolvenzeröffnung

3. Rechtsausübung nach Beendigung des Insolvenzverfahrens

4. Exkurs: Insolvenzfester Lösungsansatz

a) Dienstbarkeit

(1) Inhalt

(2) Durchsetzung

b) Reallast

(1) Inhalt einer Reallast

(2) Anwendbarkeit zur Zwecksicherung des Wiederkaufsrechts

C. Insolvenz des Berechtigten

1. Rechtsausübung vor Insolvenzeröffnung

2. Rechtsausübung nach Insolvenzeröffnung

a) Berechtigung zur Abgabe der Wiederkaufserklärung

(1) Höchstpersönliches Recht

(2) Insolvenzrechtliche Betrachtung

(3) Eigene Schlussfolgerungen

b) Ausübung durch den Insolvenzschuldner

3. Rechtsausübung nach Beendigung des Insolvenzverfahrens

D. Das Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung

1. Besonderheiten des Sanierungsverfahrens mit Eigenverwaltung

a) Voraussetzungen

b) Aufgabenteilung

2. Auswirkungen der Eigenverwaltung auf das Wiederkaufsrecht

a) Gewöhnlicher Unternehmensbetrieb

b) Relative Unwirksamkeit

c) Entzug der Eigenverwaltung

d) Dem Sanierungsverwalter vorbehaltene Rechtshandlungen

e) Prozessführung und die Entstehung von Masseforderungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Diplomarbeit untersucht die rechtliche Stellung und Gültigkeit des Wiederkaufsrechts im österreichischen Insolvenzrecht. Ziel der Arbeit ist es, eine insolvenzspezifische Analyse der verschiedenen Aspekte der Rechtsposition sowohl des Wiederkaufsverpflichteten als auch des Wiederkaufsberechtigten vor, während und nach der Eröffnung eines Insolvenzverfahrens zu liefern und dabei praxisnahe Lösungsansätze zu entwickeln, insbesondere unter Berücksichtigung der §§ 21 und 26 IO.

  • Insolvenzrechtliche Einordnung des Wiederkaufsrechts bei Insolvenz des Verpflichteten bzw. Berechtigten.
  • Differenzierte Untersuchung der Rechtsausübung in verschiedenen Stadien des Insolvenzverfahrens.
  • Kritische Analyse der "Leitentscheidung" des OGH sowie der herrschenden Lehrmeinungen.
  • Untersuchung von insolvenzfesten Sicherungsmöglichkeiten durch Dienstbarkeiten oder Reallasten.
  • Analyse der Besonderheiten des Sanierungsverfahrens mit Eigenverwaltung im Kontext des Wiederkaufsrechts.

Auszug aus dem Buch

(1) Sachverhalt

Die Streitteile errichteten am 02.03.1981 einen Übergabsvertrag bei einem öffentlichen Notar. In diesem übertrugen die beiden Kläger das Eigentum an einer Liegenschaft (EZ 20) an ihren Sohn, den Beklagten. Auf dieser Liegenschaft betrieben die beiden Kläger seit langem ein Wirtshaus. Im Gegenzug räumte der Beklagte den Klägern, zugunsten deren lebenslanger Versorgung, folgende Rechte an der übertragenen Liegenschaft ein:

 Eine monatliche wertgesicherte Versorgungsrente in der Höhe von 10.000 Schilling. Aufgeteilt wurde dieser in Teilbeträge in der Höhe von 4.000 Schilling zugunsten des Erstklägers und 6.000 Schilling zugunsten der Zweitklägerin;

 Das Wohnungsrecht an bestimmten Räumlichkeiten des übergeben Objektes, freie Wasserentnahme, Beleuchtung und Beheizung, usw;

 Ein Veräußerungs- und Belastungsverbot zugunsten der Kläger.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet den Wandel des Wiederkaufsrechts von der Kreditsicherung zur Zweckwidmung von Liegenschaften und stellt die insolvenzspezifische Untersuchung als zentrales Ziel dar.

II. Das Wiederkaufsrecht: Dieses Kapitel erläutert die Definition, den Gegenstand, den Zweck sowie die Rechtsnatur des Wiederkaufsrechts und behandelt dessen vertragliche Begründung, Ausübung und Besonderheiten wie Dauer und Verbücherung.

III. Das Wiederkaufsrecht in der Insolvenz: Hier werden die Insolvenz des Verpflichteten und des Berechtigten getrennt analysiert, wobei die Rechtsausübung zu unterschiedlichen Zeitpunkten und das Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung im Detail betrachtet werden.

IV. Fazit: Die Arbeit fasst die wichtigsten Aspekte zusammen, betont die Bedeutung der Rechtssicherheit durch die Einordnung als mittelbares Vermögensrecht und schlägt alternative Sicherungsmöglichkeiten vor.

V. Literaturverzeichnis: Verzeichnis der in der Arbeit zitierten selbständigen Werke und Kommentare sowie Beiträge in Zeitschriften.

VI. Entscheidungsverzeichnis: Chronologische Auflistung der in der Arbeit angeführten gerichtlichen Entscheidungen, sortiert nach Gerichten.

Schlüsselwörter

Wiederkaufsrecht, Insolvenzrecht, Insolvenzordnung, IO, § 21 IO, § 26 IO, Sanierungsverfahren, Eigenverwaltung, Liegenschaft, Eigentumsübertragung, Dienstbarkeit, Reallast, OGH, Rechtsprechung, Insolvenzmasse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der insolvenzrechtlichen Behandlung des Wiederkaufsrechts in Österreich, insbesondere im Hinblick auf seine Gültigkeit und Ausübung bei Insolvenz des Verpflichteten oder des Berechtigten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die Rechtsnatur des Wiederkaufsrechts, dessen Einordnung unter die §§ 21 und 26 IO im Insolvenzfall sowie Möglichkeiten zur insolvenzfesten Sicherung durch dingliche Rechte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist eine praxisnahe, insolvenzrechtliche Analyse des Wiederkaufsrechts, um Rechtssicherheit für Wissenschaft und Praxis bei der Behandlung dieses komplexen Instituts in der Insolvenz zu schaffen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit folgt einer systematischen und teleologischen Interpretation der Gesetzesnormen, ergänzt durch eine kritische Auseinandersetzung mit der herrschenden Lehre und aktueller Judikatur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden getrennt die Insolvenz des Wiederkaufsverpflichteten und des Wiederkaufsberechtigten untersucht, inklusive der Rechtsausübung vor, während und nach dem Verfahren sowie ein Exkurs zu Alternativen wie Dienstbarkeiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Wiederkaufsrecht, Insolvenzordnung, § 21 IO, Sanierungsverfahren, Eigenverwaltung und mittelbares Vermögensrecht.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen § 21 IO und § 26 IO eine so wichtige Rolle?

Die Unterscheidung ist entscheidend für die Frage, ob der Insolvenzverwalter an ein Angebot des Schuldners gebunden ist (§ 26 IO) oder ob ein zweiseitiger, noch nicht vollständig erfüllter Vertrag vorliegt, der ein Wahlrecht auf Rücktritt oder Erfüllung eröffnet (§ 21 IO).

Wie bewertet der Autor die "Leitentscheidung" des OGH zu diesem Thema?

Der Autor stellt die Lehrmeinungen der Literatur der OGH-Entscheidung gegenüber und hinterfragt kritisch, ob eine Subsumtion unter § 26 Abs 3 IO in bestimmten Fällen zu einem sachgerechteren Ergebnis hätte führen können.

Welche Bedeutung hat das Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung für das Wiederkaufsrecht?

Das Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung bringt spezifische Anforderungen an die Handlungsbefugnis des Schuldners mit sich, insbesondere die Frage, ob die Ausübung des Wiederkaufsrechts als "gewöhnlicher Unternehmensbetrieb" gilt.

Warum empfiehlt der Autor die Einverleibung einer Dienstbarkeit?

Der Autor erachtet die Dienstbarkeit als geeignetes Instrument, um den Zweck des Wiederkaufsrechts im Insolvenzfall des Verpflichteten gegenüber dem Eigentümer der belasteten Liegenschaft abzusichern, da sie als dingliches Recht auch gegen Dritte wirkt.

Ende der Leseprobe aus 85 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Wiederkaufsrecht in der Insolvenz
Hochschule
Karl-Franzens-Universität Graz  (Institut für Österreichisches und Internationales Zivilgerichtliches Verfahren, Insolvenzrecht und Agrarrecht)
Note
1,0
Autor
Bartlomiej Norsesowicz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
85
Katalognummer
V338827
ISBN (eBook)
9783668290495
ISBN (Buch)
9783668290501
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Insolvenz Wiederkaufsrecht;
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bartlomiej Norsesowicz (Autor:in), 2013, Das Wiederkaufsrecht in der Insolvenz, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/338827
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  85  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum