Literaturanalyse des "Fremdseins" von
Georg Simmel
Norbert Elias
John L. Scotson
Zygmunt Bauman
Ruth Wodak
Bernd Matouschek
Roland Girtler
Inhaltsverzeichnis
- GEORG SIMMEL
- Die soziale Position des Fremden
- Das spezifische Verhältnis von Ferne und Nähe zwischen Fremden und Einheimischen
- NORBERT ELIAS und JOHN L. SCOTSON
- Das Verhältnis zwischen Etablierten und Außenseitern
- Figuration im Sinne von Elias
- ZYGMUNT BAUMAN
- Die Ambivalenz des Fremden
- Das Dilemma der Assimilation
- RUTH WODAK und BERND MATOUSCHEK
- Der Diskurs der Differenz
- Wie kommt es zu einer nationalen Identität?
- Die österreichische Identität
- Die „österreichische Seele“: Fremd- und Selbstbild der Österreicher
- ROLAND GIRTLER
- Was sind Randgruppen?
- Die Randkultur von Obdachlosen
- Randkultur, Randgruppen und Subkultur
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit analysiert verschiedene soziologische Perspektiven auf das Thema „Fremde in modernen Gesellschaften“. Sie untersucht, wie verschiedene Autoren das Verhältnis von Einheimischen und Fremden, die Entstehung von Identität und die Rolle von Randgruppen in modernen Gesellschaften analysieren.
- Die soziale Position des Fremden und die Ambivalenz des Fremden
- Das Verhältnis von Nähe und Distanz zwischen Einheimischen und Fremden
- Die Entstehung und Konstruktion von nationaler Identität im Kontext von Fremdheit
- Die Rolle von Macht und Stigmatisierung bei der Abgrenzung von Etablierten und Außenseitern
- Die Definition und Analyse von Randgruppen in modernen Gesellschaften
Zusammenfassung der Kapitel
Georg Simmel
Simmel analysiert die soziale Position des Fremden, der zwar Teil der Gesellschaft ist, aber gleichzeitig als „fremd“ wahrgenommen wird. Er untersucht das spezifische Verhältnis von Ferne und Nähe, das durch die räumliche Präsenz des Fremden und seine gleichzeitig fremde Herkunft und potenzielle Abwanderung entsteht.
Norbert Elias und John L. Scotson
Elias und Scotson untersuchen in ihrer Fallstudie „Winston Parva“ das Verhältnis zwischen Etablierten und Außenseitern, die durch soziale und kulturelle Unterschiede sowie ungleiche Machtbalancen getrennt sind. Sie betonen dabei die Entstehung von „Wir“- und „Sie“-Identitäten und die Bedeutung der Figuration, die die Dynamik des Verhältnisses von Individuum und Gesellschaft beschreibt.
Zygmunt Bauman
Bauman diskutiert die Ambivalenz des Fremden in modernen Gesellschaften. Er beleuchtet, wie das Fremde gleichzeitig angezogen und abgestoßen wird, und er analysiert die Herausforderungen der Assimilation und die Auswirkungen von Migration auf Identität und soziale Strukturen.
Ruth Wodak und Bernd Matouschek
Wodak und Matouschek untersuchen den Diskurs der Differenz, der die Konstruktion von nationaler Identität im Kontext von Fremdheit prägt. Sie analysieren die Bedeutung von Sprache und Medien für die Konstruktion von „Wir“- und „Sie“-Bildern und beleuchten die Herausforderungen der österreichischen Identität im Kontext von Migration und Diversität.
Roland Girtler
Girtler untersucht die Definition und Analyse von Randgruppen in modernen Gesellschaften. Er analysiert die Entstehung von Randkulturen und die Ursachen und Folgen von sozialer Ausgrenzung und Marginalisierung.
Schlüsselwörter
Fremde, Gesellschaft, Identität, Nation, Einheimische, Außenseiter, Etablierte, Randgruppen, Differenz, Diskurs, Assimilation, Migration, Macht, Stigmatisierung, Figuration, soziale Position, soziologische Perspektiven.
Häufig gestellte Fragen
Wer definierte die soziale Position des "Fremden" in der Soziologie?
Georg Simmel analysierte den Fremden als jemanden, der räumlich nah, aber sozial fern bleibt und dadurch eine besondere Objektivität besitzt.
Was ist das Verhältnis zwischen Etablierten und Außenseitern?
Nach Elias und Scotson basiert dieses Verhältnis auf Machtbalancen und Stigmatisierung, wobei die Etablierten ihre Gruppe durch Abgrenzung schützen.
Was meint Zygmunt Bauman mit der Ambivalenz des Fremden?
Der Fremde sprengt die binäre Ordnung von "Wir" und "Die Anderen", was Unsicherheit erzeugt und oft zu Assimilationsdruck oder Ausgrenzung führt.
Wie wird nationale Identität laut Ruth Wodak konstruiert?
Identität entsteht durch den "Diskurs der Differenz", also die sprachliche Abgrenzung gegenüber dem Fremden zur Stärkung des Wir-Gefühls.
Was sind Randgruppen nach Roland Girtler?
Girtler untersucht Gruppen wie Obdachlose, die eine eigene Subkultur am Rande der Gesellschaft entwickeln und oft stigmatisiert werden.
- Citar trabajo
- Mag. Susanne Bortolotti (Autor), 2003, Literaturanalyse: 'Fremde in modernen Gesellschaften' in der modernen deutschsprachigen Soziologie, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/33832