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Der Körper-Seele-Dualismus in René Descartes' „Leidenschaften der Seele“

Title: Der Körper-Seele-Dualismus in René Descartes' „Leidenschaften der Seele“

Essay , 2014 , 8 Pages , Grade: 2

Autor:in: Marie Bromber (Author)

Philosophy - Practical (Ethics, Aesthetics, Culture, Nature, Right, ...)
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Summary Excerpt Details

Wie interagieren der Körper und die Seele? Diese Frage bewegt die Philosophen bereits seit der Antike. In vorliegendem Essay beschäftige ich mich mit den Ausführungen Descartes‘ zu diesem Thema in seinen „Leidenschaften der Seele“. Dabei soll der Frage nachgegangen werden, inwieweit Descartes‘ Ausführen plausibel sind.

Es ist dabei unumgänglich, zunächst seine Vorstellungen über den menschlichen Körper und dessen Funktionen zu erläutern. Im Anschluss ist zu klären, wo im Körper sich die Seele befindet und wie Descartes dies begründet. Dabei wird erläutert, was dem Körper und was der Seele zukommt. Darauf folgend werden die Möglichkeiten der Interaktion zwischen Körper und Seele kurz erklärt. Auf Grundlage dieser Ausführungen wird gezeigt, inwiefern Descartes mit seinen Ausführungen wegweisend war, weshalb sie jedoch nicht einwandfrei betrachtet werden können. Hierbei wird auf Descartes Naturgesetze verwiesen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Descartes‘ mechanistische Vorstellung vom Körper

2.1 Die Funktionen des Körpers

2.2 Der Sitz der Seele

3. Wie der Körper und die Seele interagieren

4. Ist Descartes‘ Körper-Seele-Dualismus plausibel?

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Plausibilität von René Descartes’ Körper-Seele-Dualismus, wie er in seinem Werk „Die Leidenschaften der Seele“ dargelegt wird, unter besonderer Berücksichtigung seiner mechanistischen Naturphilosophie.

  • Descartes’ mechanistisches Verständnis des menschlichen Körpers als Uhrwerk.
  • Die funktionale Rolle der sogenannten „Lebensgeister“ bei der Interaktion von Körper und Seele.
  • Die lokalisierte Interaktion in der Zirbeldrüse.
  • Kritische Analyse der Vereinbarkeit von Descartes’ Naturgesetzen mit seinem Dualismus.
  • Untersuchung der logischen Widersprüche innerhalb der descarteschen Körper-Seele-Interaktion.

Auszug aus dem Buch

2. Descartes‘ mechanistische Vorstellung vom Körper

Descartes Ansichten über den menschlichen bzw. biologischen Körper sind mechanistisch. Er betrachtet den Körper wie eine Maschine oder in Uhrwerk, welches angetrieben wird. Das, was uns Menschen nun von allen anderen Lebewesen und Dingen unterscheidet, ist, dass wir eine Seele haben, die mit dem Körper interagiert. Zunächst einmal unterscheidet Descartes zwischen Tun „[…] in Hinsicht auf dasjenige, das macht, dass es geschieht[…]“1 und Leiden „[…] in Hinsicht auf dasjenige, dem es geschieht[…]“2. Dem Körper schreibt er das Tun und die Seele das Leiden zu, da der Körper dasjenige ist, dass unmittelbar auf die Seele einwirken kann und auch einwirkt. Um unterscheiden zu können, was unserem Körper gehört und was der Seele zukommt, erläutert Descartes, dass alles, was wir uns auch in anderen, unbelebten Körpern sehen können, dem Körper zukommt. Hierbei ist mit unbelebt nicht tot gemeint, sondern vielmehr seelenlos; denn die Seele hält der Köper nicht am Leben, sondern gibt dem Menschen seine Vernunft Alles das, was wir uns nicht in unbelebten Körpern vorstellen können, muss demnach der Seele zugeschrieben werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hier wird die Fragestellung nach der Interaktion von Körper und Seele eingeführt und der methodische Aufbau der Arbeit skizziert.

2. Descartes‘ mechanistische Vorstellung vom Körper: Dieses Kapitel erläutert Descartes’ Verständnis des Körpers als mechanisches System sowie die Unterscheidung zwischen Tun und Leiden.

2.1 Die Funktionen des Körpers: Dieser Unterpunkt detailliert die biologischen Prozesse, insbesondere die Rolle der Muskeln und der Lebensgeister.

2.2 Der Sitz der Seele: Hier wird die Theorie der Zirbeldrüse als zentraler Interaktionsort zwischen Körper und Seele behandelt.

3. Wie der Körper und die Seele interagieren: Dieses Kapitel analysiert die bidirektionale Interaktion, also sowohl die Einwirkung des Körpers auf die Seele als auch umgekehrt.

4. Ist Descartes‘ Körper-Seele-Dualismus plausibel?: Dieser Abschnitt setzt sich kritisch mit der Konsistenz von Descartes’ mechanistischen Naturgesetzen gegenüber seiner dualistischen Theorie auseinander.

5. Zusammenfassung: Hier wird das Ergebnis festgehalten, dass Descartes’ dualistisches Modell logische Schwierigkeiten aufwirft, sofern man seine eigenen physikalischen Naturgesetze anwendet.

Schlüsselwörter

Descartes, Körper-Seele-Dualismus, Leidenschaften der Seele, Mechanismus, Lebensgeister, Zirbeldrüse, Naturgesetze, Interaktion, Leib-Seele-Problem, Willenskraft, Wahrnehmung, Philosophie, Naturphilosophie, Vernunft, Determinismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit René Descartes’ philosophischer Konzeption des Körper-Seele-Dualismus in seinem Werk „Die Leidenschaften der Seele“.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Im Zentrum stehen die mechanistische Körpervorstellung, die Funktion der Lebensgeister, die Interaktion an der Zirbeldrüse und die methodische Kritik am Dualismus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Prüfung der Plausibilität von Descartes’ dualistischer Interaktionstheorie unter der Bedingung seiner mechanistischen Naturgesetze.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine philosophische Textanalyse und kritische Untersuchung, die das descartesche System auf interne Widersprüche hin prüft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des mechanistischen Körpers, die Rolle der Zirbeldrüse, die Interaktionswege und eine kritische Auseinandersetzung mit der Vereinbarkeit des Modells.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Dualismus, mechanistisches Weltbild, Lebensgeister und Naturgesetze charakterisiert.

Wo genau soll nach Descartes die Interaktion stattfinden?

Descartes verortet die Interaktion in der Zirbeldrüse, einer kleinen Drüse in der Hirnmitte, die als Ort der Vereinigung von körperlichen Eindrücken und seelischer Erkenntnis dient.

Warum sieht die Autorin die descarteschen Ausführungen kritisch?

Die Autorin argumentiert, dass die Interaktion von Körper und Seele im Widerspruch zu Descartes’ eigenen Naturgesetzen steht, da diese die Erhaltung der Bewegungsmenge (bzw. des Impulses) fordern.

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Details

Title
Der Körper-Seele-Dualismus in René Descartes' „Leidenschaften der Seele“
College
Humboldt-University of Berlin  (Institut für Philosophie)
Course
Descartes‘ Naturphilosophie
Grade
2
Author
Marie Bromber (Author)
Publication Year
2014
Pages
8
Catalog Number
V336609
ISBN (eBook)
9783668261921
ISBN (Book)
9783668261938
Language
German
Tags
Descartes Naturphilosophie Dualismus Leidenschaften Seele
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marie Bromber (Author), 2014, Der Körper-Seele-Dualismus in René Descartes' „Leidenschaften der Seele“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/336609
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