Die folgende Arbeit überprüft empirisch – mit Hilfe von bereits publizierten Daten und einer eigenen Sekundäranalyse anhand von ALLBUS Daten – das Zutreffen der Individualisierungsthese für den Bereich der ökonomischen Ungleichheit. Dabei können die von der Individualisierungstheorie postulierten Veränderungen nur auf sozialstruktureller (Erhöhung des Einkommens bei gleichbleibender Ungleichheitsrelation), nicht aber auf lebensweltlicher Ebene (Rückgang der Relevanz von Schichten) bestätigt werden. Bei der Überprüfung der Hypothesen ergaben sich Probleme hinsichtlich der Art der verwendeten Daten und hinsichtlich der gewählten Konzeptspezifikation. Diese Probleme werden einzeln expliziert und bilden einen Anschlusspunkt für weiterführende Arbeiten.
Inhaltsverzeichnis
- ZUSAMMENFASSUNG
- 1. EINLEITUNG.
- 2. THEORETISCHE ÜBERLEGUNGEN.
- 2.1 MARX UND WEBER & DER UNTERSCHIED ZWISCHEN KLASSE UND SCHICHT.
- 2.2 DIE INDIVIDUALISIERUNGSTHESE & DAS ENDE DER GROBGRUPPENGESELLSCHAFTEN
- 2.3 HYPOTHESEN
- 3. OPERATIONALISIERUNG & EMPIRISCHE ERGEBNISSE.
- 4. PROBLEME BEIM VORGEHEN
- 5. SCHLUSS
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit analysiert die Individualisierungsthese im Kontext der ökonomischen Ungleichheit. Die Arbeit untersucht, ob sich die von der Individualisierungstheorie postulierten Veränderungen auf sozialstruktureller und lebensweltlicher Ebene empirisch belegen lassen.
- Vergleichende Analyse von Klassen- und Schichtkonzepten
- Bewertung der Individualisierungsthese und ihre Auswirkungen auf Großgruppenkonzepte
- Empirische Überprüfung der Individualisierungsthese anhand von ALLBUS Daten
- Analyse der sozialen und ökonomischen Ungleichheit in Bezug auf Individualisierungsprozesse
- Bewertung der Ergebnisse und Diskussion der methodischen Herausforderungen
Zusammenfassung der Kapitel
- Kapitel 1: Die Einleitung stellt die Individualisierungsthese vor und erläutert die Zielsetzung der Arbeit. Sie beleuchtet die zentralen Aspekte der Individualisierungsthese und ihre Bedeutung für die Analyse der ökonomischen Ungleichheit.
- Kapitel 2: Dieses Kapitel analysiert die theoretischen Grundlagen der Arbeit, indem es die Konzepte von Klasse und Schicht nach Marx und Weber untersucht. Weiterhin werden die zentralen Thesen der Individualisierungstheorie beleuchtet und die Hypothesen für die empirische Untersuchung formuliert.
- Kapitel 3: Hier werden die Operationalisierung und die empirische Überprüfung der Hypothesen anhand von ALLBUS Daten vorgestellt. Es werden die relevanten Daten analysiert und die Ergebnisse der empirischen Untersuchung präsentiert.
Schlüsselwörter
Die Arbeit widmet sich den Schlüsselbegriffen Individualisierung, ökonomische Ungleichheit, Schicht, Klasse, ALLBUS Daten, Sekundäranalyse, Großgruppenkonzepte, und empirische Überprüfung.
Häufig gestellte Fragen
Was besagt die Individualisierungsthese?
Sie postuliert, dass traditionelle Großgruppen wie Klassen und Schichten an Relevanz verlieren und das Individuum aus diesen Bindungen freigesetzt wird.
Hat die soziale Ungleichheit durch Individualisierung abgenommen?
Die empirische Untersuchung zeigt, dass zwar das Einkommensniveau gestiegen ist, die Ungleichheitsrelationen aber weitgehend stabil geblieben sind.
Was ist der Unterschied zwischen Klasse und Schicht?
Die Arbeit vergleicht die Konzepte nach Marx (Klasse) und Weber (Schicht), um die theoretischen Grundlagen der Sozialstrukturanalyse zu klären.
Welche Daten wurden für die Analyse genutzt?
Es wurde eine Sekundäranalyse auf Basis von ALLBUS-Daten (Allgemeine Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften) durchgeführt.
Bleiben Schichten in der modernen Gesellschaft relevant?
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Schichten auf lebensweltlicher Ebene weiterhin eine hohe Relevanz besitzen, entgegen der Individualisierungsthese.
- Citation du texte
- Thomas Lux (Auteur), 2004, Die Persistenz von Schichten oder das Ende von Großgruppengesellschaften? Eine empirische Inspektion der Individualisierungsthese, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/33010