Die vorliegende Arbeit hat sich zum Ziel gesetzt, "Claus Bur" als Fastnachtspiel im Dienste der Reformation näher zu beleuchten.
Dazu werden im ersten Teil der Arbeit einige Vorüberlegungen angestellt: Das Spiel wird zunächst in die Tradition des Fastnachtspiels eingeordnet. Es folgt ein kurzer Abriss über Kirche, Bauer und Reformation, um die von der Reformation geprägten Vorwürfe des Bauern an Kirche und Geistlichkeit einordnen zu können. Anschließend wird auf die sich verändernde Bauerngestalt, d.h. der Bauer als evangelisches Sprachrohr, eingegangen.
Den Hauptteil bildet der zweite Teil der Arbeit, in dem ein Interpretationsversuch des Fastnachtspiels gewagt werden soll.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Das Spiel „Claus Bur“ in der Tradition des Fastnachtspiels
- Kirche, Bauer und Reformation
- Vom Bauernnarren zum Bauern als Sprachrohr der Reformation
- „Claus Bur“: Ein Interpretationsversuch
- Claus Bur – de Hurpape
- Claus Bur - de Fiscael
- Claus Bur - de Doctor
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit hat sich zum Ziel gesetzt, „Claus Bur“ als Fastnachtspiel im Dienste der Reformation näher zu beleuchten. Dazu sollen im ersten Teil der Arbeit einige Vorüberlegungen angestellt werden.
- Die Einordnung des Spiels in die Tradition des Fastnachtspiels
- Die Darstellung der Beziehung zwischen Kirche, Bauer und Reformation
- Die Analyse der Rolle des Bauern als Sprachrohr der Reformation
- Die Interpretation der verschiedenen Figuren im Spiel, insbesondere Claus Bur
- Die Untersuchung der Verbindung des Spiels mit den Ideen der Reformation
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Diese Einleitung stellt das Fastnachtspiel „Claus Bur“ vor und gibt einen Überblick über seine Entstehung, seinen Autor und seinen Dialekt. Sie beleuchtet die Frage, ob das Spiel in die Reihe der traditionellen Fastnachtspiele einzuordnen ist oder ob es eher als ein Werk der Reformation zu verstehen ist.
- Das Spiel „Claus Bur“ in der Tradition des Fastnachtspiels: Dieses Kapitel untersucht, inwiefern das Spiel „Claus Bur“ die typischen Merkmale des Fastnachtspiels aufweist. Es analysiert die Form, den Inhalt und die Sprache des Spiels und stellt sie in Beziehung zu anderen bekannten Fastnachtspielen.
- Kirche, Bauer und Reformation: Dieses Kapitel befasst sich mit der Beziehung zwischen Kirche, Bauer und Reformation im Spiel „Claus Bur“. Es untersucht die Rolle des Bauern als Vertreter des Volkes und die Kritik am Kirchenwesen, die im Spiel zum Ausdruck kommt.
Schlüsselwörter
Die zentralen Schlüsselwörter und Themen des Textes sind: Fastnachtspiel, Reformation, Kirche, Bauer, Claus Bur, Luther, Kritik, Tradition, Dialekt, Sprachrohr, Weltlichkeit, Korruption, Gottesdienst, Papsttum, Ablasshandel.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Fastnachtspiel „Claus Bur“?
„Claus Bur“ ist ein niederdeutsches Fastnachtspiel aus Minden, das im Dienste der Reformation steht und Kritik an der damaligen Kirche und Geistlichkeit übt.
Welche Rolle spielt der Bauer in diesem Reformationsspiel?
In reformatorischen Spielen wandelt sich die Figur des Bauern vom bloßen „Bauernnarren“ zum ernstzunehmenden Sprachrohr der evangelischen Bewegung und Kritiker kirchlicher Korruption.
Welche kirchlichen Missstände werden thematisiert?
Das Spiel kritisiert unter anderem das Papsttum, den Ablasshandel, die Weltlichkeit der Geistlichen und die Korruption innerhalb der Kirche.
Wer sind die Hauptfiguren in „Claus Bur“?
Zentrale Figuren sind Claus Bur selbst in verschiedenen Rollen, wie etwa als „de Hurpape“, „de Fiscael“ oder „de Doctor“.
In welcher Tradition steht das Werk?
Es steht in der Tradition des spätmittelalterlichen Fastnachtspiels, nutzt diese Form jedoch gezielt für die religiöse und politische Agitation der Reformationszeit.
- Arbeit zitieren
- Angelika Felser (Autor:in), 2003, M. Bado aus Minden "Claus Bur". Ein Fastnachtspiel im Dienste der Reformation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/323939