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Zwischen Idyll und Heimatfront. Die Darstellung von Frauen in Dokumentationen über den Ersten Weltkrieg

Eine exemplarische Untersuchung der ARD-Dokumentation "Der Erste Weltkrieg"

Titre: Zwischen Idyll und Heimatfront. Die Darstellung von Frauen in Dokumentationen über den Ersten Weltkrieg

Dossier / Travail de Séminaire , 2014 , 23 Pages , Note: 1,0

Autor:in: B.A. Veronika Firmenich (Auteur)

Histoire de l'Allemagne - Première Guerre mondiale, République de Weimar
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Im Jahr 2004 strahlte die ARD eine fünfteilige Dokumentationsserie über den Ersten Weltkrieg aus. Anlässlich des neunzigsten Jahrestages macht sie sich Erinnerungsorte dieser Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts zum Thema. Die vierte Folge heißt „Schlachtfeld Heimat“ und rückt eben diese Heimat und die Auswirkungen des Krieges auf die Gesellschaft im Innern des Deutschen Reiches – ganz im Sinne der aktuellen Forschung von 2004 – in den Vordergrund. Als eine von drei Frauen suchten die Verantwortlichen Käthe Buchler und ihre Fotos als zentrale Person dieses Films aus.

Gegenstand dieser Arbeit wird es sein zu untersuchen, wieso gerade Käthe Buchler ausgesucht wurde und welche Rolle ihre historische Person in der Dokumentation spielt. Was sagt die Auswahl und Vorstellung ihrer Person aus? Welche Art Frauenbild verkörpert sie exemplarisch und ist es repräsentativ für den Geschlechterdiskurs ihrer Zeit? Entspricht die Auswahl ihrer Person dem aktuellen Forschungsstand von 2004? Ist Käthe Buchler historisch wirklich so aussagekräftig oder ist sie lediglich für einen Fernsehfilm gut präsentierbar? Und wo ordnet die Dokumentation sie zwischen Idyll und Heimatfront ein?

Die Beantwortung dieser Fragen erfordert eine Annäherung auf verschiedenen Ebenen. So wird in der historischen Herangehensweise auch auf kultur- und filmwissenschaftliche Aspekte eingegangen werden. Zu Beginn wird die Dokumentationsserie „Der Erste Weltkrieg“ und die historische Person Käthe Buchler vorgestellt. Anschließend folgt ein Überblick über den Stand der Forschung 2004, um die Produktion der Dokumentation zeitgemäß einordnen zu können. Dabei wird der Fokus auf den Geschlechterdiskursen und den neusten Erkenntnissen zur Heimatfront liegen. Im Hauptteil der Arbeit wird dann die Darstellung Käthe Buchlers in der Dokumentation untersucht, wobei die drei Untertitel „Frauen in Männerberufen“, „Sammlungen“ und „Lazarette“ die Bereiche kennzeichnen, in denen Buchler tätig war und wie diese in der Doku dargestellt werden. Das letzte Unterkapitel „Die letzten Fotos Buchlers“ wird sich mit eben diesen beschäftigen und die Gründe für den Abbruch ihrer Tätigkeit als (Kriegs-)Fotografin – so wie sie dargestellt werden – beleuchten.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Rahmeninformationen zur Dokumentation „Der Erste Weltkrieg“

3. Kurzbiografie Käthe Buchler

4. Forschungsüberblick 2004

5. Die Darstellung Buchlers in der Dokumentation

5.1. Frauen in Männerberufen

5.2. Lazarette

5.3. Sammlungen

5.4. Die letzten Fotos Buchlers

6. Fazit

7. Quellen

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Funktion und Darstellung der Fotografin Käthe Buchler in der ARD-Dokumentation „Der Erste Weltkrieg“ (2004), insbesondere in der Folge „Schlachtfeld Heimat“. Dabei wird analysiert, inwieweit ihre Person als Repräsentantin bürgerlicher Kriegswahrnehmung und -propaganda inszeniert wird und wie diese Darstellung mit dem damaligen Forschungsstand korrespondiert.

  • Analyse der medialen Inszenierung von Geschlechterrollen im Ersten Weltkrieg.
  • Untersuchung des Verhältnisses von „Idyll“ und „Heimatfront“ in der visuellen Vermittlung von Geschichte.
  • Vergleich der dokumentarischen Darstellung mit historischer Realität und Forschungsergebnissen von 2004.
  • Hinterfragung der Auswahl von historischen Protagonisten für Fernsehdokumentationen.
  • Kontrastierung der Rolle Käthe Buchlers mit anderen weiblichen Biografien innerhalb der Dokumentation.

Auszug aus dem Buch

Die Darstellung Buchlers in der Dokumentation

Im folgenden Kapitel wird die Darstellung Käthe Buchlers in der Folge „Schlachtfeld Heimat“ untersucht werden. Dabei liegt das Hauptaugenmerk nicht auf der historischen Person, sondern auf der Rolle, die ihre Person in der Dokumentation erfüllen soll.

Die Dokumentation stellt neben Käthe Buchler noch zwei weitere Frauen in den Vordergrund: Anna Pöhland und Anna Nemitz. Anna Pöhland nimmt – in Verbindung mit ihrem Mann – die exemplarische Rolle der Arbeiterfrau ein, die von Anfang an pazifistisch eingestellt ist und einen regen Briefkontakt zur Front aufrechterhält. Außerdem muss sie hart arbeiten, um für ihre Familie sorgen zu können, erhält öffentliche Unterstützung und scheut keine Tat um dies auch zu erreichen, sei es durch die Ausübung zusätzlicher Berufe, Demonstrationen, Hungeraufständen oder die Plünderungen eines Güterwagons.

Anna Nemitz verkörpert exemplarisch die Frauen, deren Söhne im Krieg gefallen sind und die sich auch infolgedessen politisch für ein Ende des Krieges einsetzen. Dass sie von der Polizei verfolgt wird, untertauchen muss und nur durch die Novemberrevolution von einem Verfahren wegen Hochverrats verschont bleibt, zeigt sie außerdem als politisch Verfolgte und macht ihre Geschichte zum Exempel für das harte Durchgreifen der Regierung gegen vermeintliche Feinde im Innern des Kaiserreichs, die der Front in den Rücken fallen würden.

Käthe Buchlers Rolle soll nun ein wenig genauer untersucht werden. Die drei Unterkapitel vertiefen dabei die Bereiche, in denen Käthe Buchler sich engagierte und mit denen sie in der Doku vorgestellt wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der Fotografin Käthe Buchler und die ARD-Dokumentation „Der Erste Weltkrieg“ ein, formuliert die Forschungsfragen zur medialen Inszenierung von Geschlechterrollen und skizziert das methodische Vorgehen.

2. Rahmeninformationen zur Dokumentation „Der Erste Weltkrieg“: Dieses Kapitel liefert produkthistorische Hintergrundinformationen zur Entstehung, Ausstrahlung und Intention der fünfteiligen ARD-Dokumentationsreihe.

3. Kurzbiografie Käthe Buchler: Es wird der Lebensweg der Fotografin skizziert, wobei ihr künstlerisches Interesse, ihre Ausbildung und ihr soziales Engagement im bürgerlichen Milieu Braunschweigs im Fokus stehen.

4. Forschungsüberblick 2004: Dieses Kapitel fasst den wissenschaftlichen Stand der Forschung zum Ersten Weltkrieg und insbesondere zu Geschlechterdiskursen im Jahr 2004 zusammen.

5. Die Darstellung Buchlers in der Dokumentation: Das Hauptkapitel analysiert die Rolle Buchlers im Film in Bezug auf ihre Arbeit in Männerberufen, Lazaretten und bei Sammlungen sowie das Ende ihrer fotografischen Tätigkeit.

5.1. Frauen in Männerberufen: Analyse, wie Buchlers Fotos von Frauen in arbeitsintensiven Berufen als patriotisches Instrument für die Heimatfront inszeniert werden.

5.2. Lazarette: Untersuchung der Darstellung von Lazarettschwestern und der Inszenierung einer „heilen Welt“ trotz der Kriegslage.

5.3. Sammlungen: Betrachtung der Veränderung der Bildsprache, als die wirtschaftliche Not zunimmt und die Grenze der bürgerlichen Hilfsbereitschaft erreicht ist.

5.4. Die letzten Fotos Buchlers: Analyse der abschließenden Sequenz des Films, die Buchlers Resignation und das Scheitern bürgerlichen Engagements verdeutlicht.

6. Fazit: Zusammenfassende kritische Würdigung der filmischen Darstellung Buchlers und Vergleich mit dem Forschungsstand, wobei das Fehlen von Quellenangaben im Film kritisiert wird.

7. Quellen: Auflistung der verwendeten Film- und Literaturquellen.

Schlüsselwörter

Käthe Buchler, Erster Weltkrieg, Dokumentation, Heimatfront, Geschlechterdiskurs, Fotografie, Braunschweig, Bürgertum, Kriegsalltag, Propaganda, Frauenrolle, Erinnerungskultur, Bildinszenierung, Lazarette, Sozialgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie die historische Fotografin Käthe Buchler in der ARD-Dokumentation „Der Erste Weltkrieg“ von 2004 als repräsentative Figur für eine bürgerliche Einstellung zum Krieg eingesetzt wird.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die mediale Repräsentation von Frauen, der Geschlechterdiskurs im Ersten Weltkrieg, die Inszenierung von Geschichte durch Fotografie und die Diskrepanz zwischen bürgerlichem Elan und der Realität an der Heimatfront.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, warum Buchler als zentrale Person für die Folge „Schlachtfeld Heimat“ gewählt wurde und ob ihre Darstellung historisch aussagekräftig ist oder primär ästhetischen Anforderungen eines Fernsehfilms folgt.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Autorin kombiniert eine historische Herangehensweise mit kultur- und filmwissenschaftlichen Aspekten, um die Produktion der Dokumentation im Kontext des Forschungsstandes von 2004 einzuordnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung der Bildbereiche „Frauen in Männerberufen“, „Lazarette“ und „Sammlungen“ sowie eine Analyse des Endes ihrer Tätigkeit als Fotografin.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich besonders durch Begriffe wie Heimatfront, Geschlechterdiskurs, Bildinszenierung und bürgerliches Engagement charakterisieren.

Wie unterscheidet sich Buchlers Rolle von der anderer Frauen im Film?

Während Buchler die patriotische, bürgerliche Sicht verkörpert, stehen Figuren wie Anna Pöhland für die existenzielle Not der Arbeiterschicht und Anna Nemitz für den politischen Widerstand.

Warum wird die Quellenarbeit des Films kritisiert?

Die Autorin bemängelt, dass der Film eingeblendete Fotos Buchlers nutzt, ohne Quellenangaben oder zeitliche Einordnungen vorzunehmen, was wissenschaftlichen Standards widerspricht.

Welche Rolle spielt die „Heimatfront“ in der Darstellung?

Die Heimatfront wird als Ort der moralischen und finanziellen Unterstützung des Krieges inszeniert, wobei Buchlers Fotoserien genutzt werden, um eine vermeintlich „heile Welt“ abzubilden.

Wird die Mutterschaft von Käthe Buchler im Film thematisiert?

Nein, obwohl Käthe Buchler Mutter war, wird dieser Aspekt in der Dokumentation nicht erwähnt, da er nicht in die stilisierte Rolle der patriotischen Helferin passen würde.

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Résumé des informations

Titre
Zwischen Idyll und Heimatfront. Die Darstellung von Frauen in Dokumentationen über den Ersten Weltkrieg
Sous-titre
Eine exemplarische Untersuchung der ARD-Dokumentation "Der Erste Weltkrieg"
Université
University of Duisburg-Essen  (Historisches Insitut)
Cours
Der Erste Weltkrieg im Film
Note
1,0
Auteur
B.A. Veronika Firmenich (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
23
N° de catalogue
V321149
ISBN (ebook)
9783668203754
ISBN (Livre)
9783668203761
Langue
allemand
mots-clé
Erster Weltkrieg Gender Frauenbilder Rollenbilder TV-Dokumentation Geschichtsdokumentation Heimatfront
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
B.A. Veronika Firmenich (Auteur), 2014, Zwischen Idyll und Heimatfront. Die Darstellung von Frauen in Dokumentationen über den Ersten Weltkrieg, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/321149
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Extrait de  23  pages
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