Die SuS erweitern ihre Kompetenz im Bereich Mengenvorstellung, indem sie verschiedene Zähl- und Schätzstrategien anwenden, um eine Vorstellung von der Mächtigkeit einer Menge zu bekommen.
Inhaltsverzeichnis
A Darstellung der längerfristigen Unterrichtszusammenhänge
1. Thema der Unterrichtseinheit
2. Lernziele der Unterrichtseinheit
3.Aufbau der Unterrichtseinheit
B Schriftliche Planung der Unterrichtsstunde
1. Ziel und Thema der Unterrichtsstunde
2. Sachanalyse
3. Lernvoraussetzungen der Schüler
4. Legitimation und didaktischer Schwerpunkt
5. Prozessverlaufsplan
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende schriftliche Unterrichtsplanung zielt darauf ab, die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler im Bereich der Mengenvorstellung durch gezielte Schätz- und Zählstrategien zu erweitern. Im Fokus steht dabei die methodische Gestaltung der Unterrichtsstunde als Stationenlernen, um den individuellen Lernvoraussetzungen der Klasse 2b innerhalb einer heterogenen Lerngruppe gerecht zu werden und ein sicheres Verständnis für die Mächtigkeit von Mengen anzubahnen.
- Didaktische Legitimation durch den Lehrplan Mathematik
- Differenzierte Förderung durch ein Stationenkonzept
- Anwendung von Schätzstrategien und Zähltechniken
- Förderung der Eigenständigkeit und Lernorganisation
- Umgang mit Heterogenität im mathematischen Anfangsunterricht
Auszug aus dem Buch
2. Sachanalyse
Der Begriff des „Schätzens“ wird oftmals im Zusammenhang mit dem Begriff des „Überschlagens“ genannt. Zwischen beiden Begriffen wird oftmals nicht unterschieden, da man bei Schätzaufgaben häufig Überschläge und bei Überschlagsaufgaben häufig vorhergehende Schätzungen benötigt. Dennoch soll hier der Versuch einer Unterscheidung vorgenommen werden, auch, wenn aus den oben genannten Gründen, Überschneidungen nicht komplett verhindert werden können.
Schätzen wird, laut Marianne Frank. als „das Ermitteln einer ungefähren Größenangabe durch gedankliches Vergleichen mit eingeprägten Repräsentanten“, verstanden. Es beruht somit nicht auf dem bloßen Raten. Schätzen steht in engem Zusammenhang mit dem Lösen von Problemen, einem schnellen und fast intuitiven Anwenden von vorhandenen Größenvorstellungen.
Das Überschlagen hat eine andere Aufgabe. Hier geht es darum, „Zahlen, die normalerweise für das Kopfrechnen nicht mehr in Frage kommen, so zu vereinfachen, dass die verlangte Operation schnell im Kopf ausgeführt werden kann“.
Zusammenfassung der Kapitel
A Darstellung der längerfristigen Unterrichtszusammenhänge: Dieses Kapitel erläutert das übergeordnete Thema der Einheit sowie die angestrebten Lernziele und den methodischen Aufbau über drei Sequenzen hinweg.
B Schriftliche Planung der Unterrichtsstunde: Hier erfolgt die detaillierte Ausarbeitung der konkreten Stunde, inklusive Sachanalyse, Lernvoraussetzungen, didaktischer Begründung und dem methodischen Verlauf.
Schlüsselwörter
Mathematikunterricht, Schätzen, Zählen, Mengenvorstellung, Stationenlernen, Bündelung, Grundschule, Lernvoraussetzungen, Heterogenität, Didaktik, Prozessverlaufsplan, Mächtigkeit, Arbeitsplan, Zahlenraum bis 100, Lernorganisation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Unterrichtsplanung grundsätzlich?
Es handelt sich um die schriftliche Planung für einen ersten Unterrichtsbesuch im Fach Mathematik in einer zweiten Grundschulklasse zum Themenfeld Mengen schätzen und zählen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themenfelder umfassen die Einführung in Schätz- und Zählstrategien, die Entwicklung eines Verständnisses für die Mächtigkeit von Mengen sowie die Organisation von offenem Unterricht.
Was ist das primäre Ziel der Unterrichtsstunde?
Die Schülerinnen und Schüler sollen ihre Kompetenz im Bereich der Mengenvorstellung erweitern, indem sie verschiedene Strategien anwenden, um die Mächtigkeit von Mengen eigenständig zu erfassen.
Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Stunde verwendet?
Der Unterricht wird in Form eines Stationenlernens durchgeführt, das als Zwischenform von Arbeitsplan und Stationenlernen gestaltet ist, um eigenständiges Arbeiten zu fördern.
Was wird im Hauptteil der Planung behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Sachanalyse, die Beschreibung der Lernvoraussetzungen der SuS, die didaktische Begründung des Schwerpunkts sowie den detaillierten Prozessverlaufsplan.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Die Arbeit lässt sich vor allem durch Begriffe wie Schätzen, Zählen, Stationenlernen, Differenzierung und Mengenvorstellung charakterisieren.
Warum wurde eine Zwischenform aus Arbeitsplan und Stationslernen gewählt?
Da die Methode der Stationsarbeit den Schülern bisher kaum bekannt war, wurde diese Form gewählt, um Sicherheit durch einen konkreten Ablaufplan zu geben und ein strukturiertes Vorgehen zu gewährleisten.
Wie geht die Lehrkraft mit der hohen Heterogenität in der Klasse 2b um?
Es wird durch didaktisch reduzierte Arbeitsaufträge, ein stark vereinfachtes sprachliches Niveau und die gezielte Bildung von Arbeitsgruppen, in denen schwache und starke Schüler kooperieren, auf die Unterschiede eingegangen.
Welche Bedeutung hat das Schätzen im Gegensatz zum Überschlagen in dieser Arbeit?
Während das Schätzen auf der Ermittlung einer ungefähren Größenangabe durch Vergleich basiert, dient das Überschlagen der rechnerischen Vereinfachung für das Kopfrechnen.
Warum wird die Station vier im Plenum der Sicherungsphase besonders besprochen?
Die Station vier wird fokussiert, da dort mehrere Schätzstrategien angewendet werden und sie somit als zentraler Anknüpfungspunkt für viele andere Aufgaben der Stationen dient.
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- Niels Mertens (Author), 2015, Große Mengen zählen und schätzen (Klasse 2, Mathematik), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/316900