Der Gebrauch von Videoanalyse ist heutzutage in vielen Sportarten im Spitzen- und Hochleistungssport Alltag. So wird beim Golfen die Schwungtechnik, beim Skispringen der Sprung und im Fußball sogar die ganze Mannschaftstaktik des Gegners analysiert, um nur ein paar Beispiele zu nennen.
Vereinssportler im Spitzen- und Hochleistungssport haben im Allgemeinen eine gute Technikkenntnis und gute motorische Vorraussetzungen. Der Trainer trainiert die Sportler meist mehrmals die Woche und kennt sich somit gut mit den Fehlern bzw. mit der Fehlerkorrektur bei den Sportlern aus. Aufgrund der Trainingshäufigkeit und der oft nicht so großen Sportlergruppe ist ein längerer und ausführlicher Einsatz der Videoanalyse durchführbar.
Die Beispiele zeigen, dass im Spitzen- und Hochleistungssport mit Videoanalyse erfolgreich gearbeitet werden kann. In der Schule jedoch treffen viele Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen Kenntnissen in den Sportarten und verschiedenen Voraussetzungen in der Motorik zusammen. Auch ist es für den Lehrer, wegen der meist großen Anzahl an Schülerinnen und Schülern und der geringen Zahl an Sportunterrichtsstunden nicht möglich, von jedem Jugendlichen ein genaues Fehlerbild zu haben. Zudem bleibt aufgrund der Kürze des Unterrichts für eine Videoanalyse eher wenig Zeit.
Der erfolgreiche Einsatz von Videoanalyse scheint durch die Umstände, die im Sportunterricht gegeben sind, nicht einfach durchführbar zu sein. Ich habe mir dennoch die Frage gestellt, ob methodisch-didaktisch sinnvolle Einsatzmöglichkeiten für die Videoanalyse im Sportunterricht bestehen.
Inhaltsverzeichnis
- Hinführung zum Thema
- Motorisches Lernen
- Motorisches Lernen im Drei-Phasen-Modell
- Motorisches Lernen in den verschiedenen Altersstufen der Jugend
- Methodisch-didaktische Vorüberlegungen
- Beschreibung des Einsatzes der Videoanalyse in drei ausgewählten Sportarten
- Volleyball - Tennisaufschlag in der Oberstufe
- Unterrichtsaufbau
- Unterrichtsverlauf
- Bodenturnen - Radwende in der Mittelstufe
- Unterrichtsaufbau
- Unterrichtsverlauf
- Leichtathletik - Hochsprung in der Unterstufe
- Unterrichtsaufbau
- Unterrichtsverlauf
- Volleyball - Tennisaufschlag in der Oberstufe
- Methodisch-didaktische Auswertung
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit untersucht die methodisch-didaktischen Einsatzmöglichkeiten der Videoanalyse im Sportunterricht. Sie analysiert, ob und wie Videoanalyse trotz der spezifischen Herausforderungen des schulischen Kontextes (große Schülerzahlen, begrenzte Unterrichtszeit, heterogene Vorkenntnisse) effektiv zum motorischen Lernen beitragen kann.
- Motorisches Lernen und seine Phasen
- Der Einsatz der Videoanalyse im Sportunterricht
- Methodisch-didaktische Überlegungen zur Anwendung der Videoanalyse
- Analyse von Fallbeispielen aus verschiedenen Sportarten
- Bewertung des Lernerfolgs durch Videoanalyse
Zusammenfassung der Kapitel
Hinführung zum Thema: Der Text stellt die Problemstellung vor: Während Videoanalyse im Spitzensport weit verbreitet ist, ist ihr Einsatz im schulischen Sportunterricht aufgrund von Schülerzahl, Zeitmangel und heterogenen Vorkenntnissen schwierig. Die Arbeit untersucht daher, ob sinnvolle Einsatzmöglichkeiten im Schulsport bestehen.
Motorisches Lernen: Dieses Kapitel definiert motorisches Lernen nach Baumann/Reim als einen Prozess der Informationsaufnahme und -verarbeitung, der zu einer dauerhaften Veränderung des motorischen Verhaltens führt. Es wird das Drei-Phasen-Modell von Meinel/Schnabel zur Beschreibung des motorischen Lernprozesses (Grobkoordination, Feinkoordination, Stabilisierung der Feinkoordination) vorgestellt und dessen Relevanz für den Einsatz von Videoanalyse erläutert.
Motorisches Lernen in den verschiedenen Altersstufen der Jugend: Der Abschnitt beschreibt die Entwicklung des motorischen Lernens über verschiedene Altersstufen der Jugend. Er betont, wie die Lernfähigkeit und die Fähigkeit zur Bewegungskoordination im Laufe dieser Entwicklung zunimmt, was wiederum die Anwendung von Videoanalyse in den jeweiligen Altersstufen beeinflusst. Dies ist für die methodische Gestaltung des Unterrichts essentiell.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Arbeit: Videoanalyse im Sportunterricht
Was ist der Gegenstand dieser Arbeit?
Die Arbeit untersucht die methodisch-didaktischen Einsatzmöglichkeiten der Videoanalyse im Sportunterricht. Sie analysiert, ob und wie Videoanalyse trotz der spezifischen Herausforderungen des schulischen Kontextes (große Schülerzahlen, begrenzte Unterrichtszeit, heterogene Vorkenntnisse) effektiv zum motorischen Lernen beitragen kann.
Welche Themen werden behandelt?
Die Arbeit umfasst eine Hinführung zum Thema, eine Auseinandersetzung mit motorischem Lernen (inkl. des Drei-Phasen-Modells und der altersabhängigen Entwicklung), methodisch-didaktische Vorüberlegungen, die Beschreibung des Einsatzes der Videoanalyse in drei ausgewählten Sportarten (Volleyball, Bodenturnen, Leichtathletik – jeweils mit Unterrichtsaufbau und -verlauf), eine methodisch-didaktische Auswertung und ein Fazit.
Welche Sportarten werden als Fallbeispiele analysiert?
Die Arbeit analysiert den Einsatz der Videoanalyse in drei verschiedenen Sportarten: Volleyball (Tennisaufschlag), Bodenturnen (Radwende) und Leichtathletik (Hochsprung). Jede Sportart wird im Kontext unterschiedlicher Altersstufen (Oberstufe, Mittelstufe, Unterstufe) betrachtet.
Wie ist der Aufbau der Arbeit strukturiert?
Die Arbeit gliedert sich in folgende Kapitel: Hinführung zum Thema, Motorisches Lernen, Methodisch-didaktische Vorüberlegungen, Beschreibung des Einsatzes der Videoanalyse in drei ausgewählten Sportarten, Methodisch-didaktische Auswertung und Fazit. Jedes Kapitel wird detailliert erläutert und mit konkreten Beispielen illustriert.
Welche Zielsetzung verfolgt die Arbeit?
Die Arbeit zielt darauf ab, die praktische Anwendbarkeit der Videoanalyse im schulischen Sportunterricht zu untersuchen und methodisch-didaktische Empfehlungen für den effektiven Einsatz dieser Technik zu geben, trotz der Herausforderungen des schulischen Kontextes.
Wie wird motorisches Lernen in der Arbeit definiert?
Motorisches Lernen wird nach Baumann/Reim als ein Prozess der Informationsaufnahme und -verarbeitung definiert, der zu einer dauerhaften Veränderung des motorischen Verhaltens führt. Das Drei-Phasen-Modell von Meinel/Schnabel (Grobkoordination, Feinkoordination, Stabilisierung der Feinkoordination) dient als Rahmenmodell.
Welche Rolle spielt das Alter der Schüler?
Die Arbeit berücksichtigt die altersabhängige Entwicklung des motorischen Lernens und betont, wie die Lernfähigkeit und die Fähigkeit zur Bewegungskoordination im Laufe der Jugend zunimmt. Dies beeinflusst die methodische Gestaltung des Unterrichts mit Videoanalyse maßgeblich.
Welche Herausforderungen werden im schulischen Kontext betrachtet?
Die Arbeit adressiert die spezifischen Herausforderungen des schulischen Kontextes, wie große Schülerzahlen, begrenzte Unterrichtszeit und heterogene Vorkenntnisse der Schüler, und untersucht, wie diese Herausforderungen beim Einsatz der Videoanalyse gemeistert werden können.
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- Lisa Buchert (Autor), 2010, Einsatzmöglichkeiten eines Videoanalyseprogramms im Sportunterricht, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/309943