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"There`s no place like home". Die Entwicklung, Ursachen und Dimensionen von Obdachlosigkeit in den Vereinigten Staaten von Amerika

Titre: "There`s no place like home". Die Entwicklung, Ursachen und Dimensionen von Obdachlosigkeit in den Vereinigten Staaten von Amerika

Mémoire (de fin d'études) , 2006 , 116 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Eva Heidingsfelder (Auteur)

Travail Social
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Problem der Obdachlosigkeit in den Vereinigten Staaten von Amerika. In der amerikanischen Geschichte lassen sich verschiedene Formen
von Obdachlosigkeit finden. Wohnungslose werden entweder zu einem bestimmten Zeitpunkt oder über einen längeren Zeitraum hinweg gefasst.
Sinkende Löhne zusammen mit hohen Arbeitslosenraten lassen die Armut ansteigen und vergrößern das Risiko, obdachlos zu werden. Erschwingliche Wohnungen sind in den USA dazu selten. Obwohl es nur wenige Studien zum Auftreten von Obdachlosigkeit auf dem Land gibt, ist dieses Problem dort durchaus vorhanden. Die Gebiete, in denen Obdachlose leben, sind meist sehr großflächig und schwer zugänglich, was die Erreichbarkeit von sozialer Hilfe schwierig macht. Der
Großteil aller Untersuchungen zur Obdachlosigkeit findet in den Ballungsräumen von Großstädten statt. Hier werden die Zielpersonen in den Notunterkünften und Essensausgaben leichter erreicht. Eine stark anwachsende Gruppe Betroffener sind Familien mit Kindern. Alleinstehende Personen sind durch soziale Faktoren wie Suchtmittelabhängigkeit oder häusliche Gewalt durch Obdachlosigkeit gefährdet. Viele amerikanische Kinder werden aufgrund der schwierigen Verhältnisse in Notunterkünften von ihren Eltern getrennt und kommen zeitweise bei Verwandten oder Freunden unter. Jugendliche Ausreißer ziehen das Leben auf der Strasse der häuslichen Gewalt und der Vernachlässigung durch die Eltern vor. Eine spezielle Gruppe sind die wohnungslosen Kriegsveteranen
in den USA. Ob Ursache oder Folge: Begleitumstände von Obdachlosigkeit sind Erkrankungen wie Alkoholismus oder Drogensucht, geistige Behinderungen, medizinische Unterversorgung und Sozialisationsdefizite.
Auf Landes- und Bundesebene gibt es ein breites Leistungsspektrum. Dazu kommt eine hohe Präsenz von gemeinnützigen Wohlfahrtsorganisationen. Das Konzept der Rescue-Mission beispielsweise stützt sich auf die Kombination von materieller Grundversorgung und religiöser Erziehung.
Zwei verschiedene Arten der Obdachlosenhilfe ermöglichen es den Betroffenen, die Nächte in geschützter Umgebung zu verbringen und eine ausreichende Versorgung mit Nahrungsmitteln zu erhalten: [...]

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Definition von Obdachlosigkeit

3. Obdachlosigkeit in der Geschichte der USA

3.1. Von England nach Amerika - die Einwanderungswelle in die Kolonien

3.2. Skid-rows und Hobos während der Industrialisierung

3.3. Great Depression und die Zeit nach den Weltkriegen

3.4. Vom Kriegsende bis zum Anbruch des 20. Jahrhunderts – ein demographischer Vergleich

4. Statistiken und Fakten

4.1. Die Vereinigten Staaten von Amerika

4.2. Die Obdachlosenzahlen

5. Die Hauptursachen von Obdachlosigkeit in den USA

5.1. Armut und Verschuldung

5.2. Einkommensverhältnisse

5.2.1. Niedriglöhne

5.2.2. Arbeitslosigkeit

5.3. Wohnungsnotstand und hohe Mieten

6. Die geographischen Dimensionen von Obdachlosigkeit in Amerika

6.1. Ländliche Obdachlosigkeit

6.2. Städtische Obdachlosigkeit

7. Die Hauptbetroffenen von Obdachlosigkeit

7.1. Familien mit Kindern

7.2. Alleinstehende Obdachlose – Männer und Frauen

7.3. Kinder und Jugendliche

7.4. Kriegsveteranen

8. Ursache oder Folge – die aus der Obdachlosigkeit resultierenden Notlagen

8.1. Mißbrauch von Suchtmitteln

8.2. Geistige und / oder körperliche Beeinträchtigungen

8.3. Medizinische (Unter-)Versorgung

8.4. Sozialisationsdefizite aufgrund fehlender Erziehung

9. Die Organisationen der Wohlfahrtspflege

9.1. Programme speziell für das Wohnungslosenproblem

9.2. Ein Überblick über die Kürzungen der Obdachlosenprogramme

9.3. Konzepte der Obdachlosenarbeit

9.3.1. Rescue-Mission-Movement

9.3.2. Volunteers of America

10. Die Sozialhilfe in den USA als Mittel zur Linderung der Obdachlosigkeit

10.1. Der Inhalt

10.2. Angebote für Betroffene

11. Verschiedene Einrichtungen der Obdachlosenhilfe

11.1. (Not-)Unterkünfte

11.2. Essensausgaben

12. Ausblick und Vergleiche zur Situation in Deutschland

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursachen, Dimensionen und Entwicklungen von Obdachlosigkeit in den USA, um ein tieferes Verständnis für dieses komplexe soziale Phänomen zu entwickeln und die Wirksamkeit staatlicher sowie privater Hilfssysteme kritisch zu hinterfragen.

  • Historische Entwicklung der Obdachlosigkeit in den USA
  • Strukturelle Ursachen wie Armut, Arbeitslosigkeit und Wohnungsnot
  • Untersuchung spezifischer Risikogruppen (Familien, Veteranen, Jugendliche)
  • Analyse staatlicher Sozialhilfeprogramme und privater Hilfsinitiativen
  • Vergleichende Perspektive zwischen der US-amerikanischen und deutschen Situation

Auszug aus dem Buch

3.1. Von England nach Amerika - die Einwanderungswelle in die Kolonien

England von 1400 bis 1600 war geprägt von einer Vielzahl an Kriegen und Auseinandersetzungen, die eine immer wiederkehrende Flut von Flüchtenden mit sich brachten. Das zog eine strenge und repressive Gesetzeslage für den Umgang mit Obdachlosen nach sich. Eine Reihe restriktiver Gesetze sollte die Zahl der Umherziehenden reduzieren.

Nach dem Armengesetz von Queen Elizabeth 1601 „hatten die untersten lokalen Einheiten die Verantwortung, für die in ihrem Gebiet lebenden Armen zu sorgen und für diese Aufgabe auch die gesamten finanziellen Mittel bereitzustellen“ (Wilke 2002: 21). Dadurch hofften die Londoner, die immer größer werdende Armenbevölkerung der umliegenden Regionen loszuwerden (vgl. DeOllos 1997: 14). Parallel dazu wurde die Verschickung von Verurteilten in die amerikanischen Kolonien eingeführt. Zwei Grundgedanken prägten diese Vorgehensweise:

Zum einen wurden die Häftlinge für sieben Jahre an Siedler „verkauft“, die auf billige Arbeitskräfte bei dem Aufbau ihrer Plantagen angewiesen waren. Zum anderen sah man darin eine willkommene Verbannung „krimineller Energie“ aus England. Man muss sich vor Augen halten, dass damals der Diebstahl von mehr als drei Shilling schon ausreichte, um zum Tode durch den Strick verurteilt zu werden. Denn selbst diese hohen Strafen hielten die verarmte Bevölkerung nicht vom Diebstahl ab. Wöchentliche Hinrichtungen waren damit an der Tagesordnung. Die Kosten von Gefängnis, Henker und Armenbegräbnis musste dabei das Gericht tragen. Wurden die Angeklagten jedoch begnadigt und in die Kolonien verkauft, „verdiente“ die Regierung daran. Diese Praxis ähnelte also einer effizienten und kostengünstigen Strafvollzugspolitik (vgl. ebd.: 14).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Der Autor erläutert seine Motivation für diese Arbeit, die auf einem dreimonatigen Praktikum in Denver, Colorado, basiert.

2. Definition von Obdachlosigkeit: Dieses Kapitel setzt sich mit verschiedenen wissenschaftlichen und rechtlichen Definitionen des Obdachlosenbegriffs in den USA auseinander.

3. Obdachlosigkeit in der Geschichte der USA: Es wird der historische Bogen von den ersten Siedlungen über die Industrialisierung bis hin zur Great Depression gespannt.

4. Statistiken und Fakten: Hier werden demographische Eckdaten der USA und die methodischen Herausforderungen bei der Erfassung von Obdachlosenzahlen diskutiert.

5. Die Hauptursachen von Obdachlosigkeit in den USA: Dieses Kapitel analysiert strukturelle Faktoren wie Armut, Verschuldung, Arbeitsmarktprobleme und Wohnungsnot.

6. Die geographischen Dimensionen von Obdachlosigkeit in Amerika: Ein Vergleich zwischen der ländlichen und städtischen Obdachlosigkeit sowie deren spezifischen Herausforderungen.

7. Die Hauptbetroffenen von Obdachlosigkeit: Untersuchung verschiedener vulnerabler Gruppen wie Familien mit Kindern, Alleinstehende, Jugendliche und Kriegsveteranen.

8. Ursache oder Folge – die aus der Obdachlosigkeit resultierenden Notlagen: Beleuchtung von Suchterkrankungen, psychischen Problemen, medizinischer Unterversorgung und Sozialisationsdefiziten.

9. Die Organisationen der Wohlfahrtspflege: Übersicht staatlicher Programme, privater Hilfskonzepte und der Auswirkungen von Budgetkürzungen.

10. Die Sozialhilfe in den USA als Mittel zur Linderung der Obdachlosigkeit: Erläuterung des Sozialversicherungssystems (Social Security) und der Auswirkungen von Sozialreformen auf die Betroffenen.

11. Verschiedene Einrichtungen der Obdachlosenhilfe: Detaillierte Betrachtung von Notunterkünften (Shelters) und Programmen zur Lebensmittelversorgung.

12. Ausblick und Vergleiche zur Situation in Deutschland: Ein Resümee der Arbeit mit einem direkten Vergleich der sozialpolitischen Rahmenbedingungen zwischen den USA und Deutschland.

Schlüsselwörter

Obdachlosigkeit, Wohnungsnot, USA, Armut, Arbeitslosigkeit, Sozialarbeit, Hilfsinitiativen, Suchtmittelmissbrauch, psychische Erkrankungen, Kriegsveteranen, Sozialhilfe, Unterkünfte, Wohnungsmarkt, Marginalisierung, soziale Netzwerke

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit befasst sich mit dem komplexen Problem der Obdachlosigkeit in den USA, deren historischer Genese, strukturellen Ursachen sowie den existierenden Hilfesystemen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die sozioökonomischen Bedingungen der Obdachlosigkeit, spezifische Risikogruppen wie Veteranen oder Familien, sowie die Rolle staatlicher und privater Wohlfahrtsorganisationen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die vielschichtigen Ursachen von Obdachlosigkeit aufzuzeigen und zu analysieren, warum trotz staatlicher und privater Initiativen weiterhin eine hohe Anzahl an Menschen ohne festen Wohnsitz existiert.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine Kombination aus Literaturanalyse US-amerikanischer Fachliteratur sowie persönlichen Erfahrungen und Erkenntnissen aus einem Praktikum bei sozialen Einrichtungen in Denver.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die geschichtlichen Hintergründe, die verschiedenen Formen der Obdachlosigkeit (ländlich vs. städtisch), die Hauptursachen wie Armut und Mietenanstieg sowie die Auswirkungen auf verschiedene Bevölkerungsgruppen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Obdachlosigkeit, Armut, USA, Sozialhilfesystem, Wohnungsnot, Hilfsangebote und soziale Marginalisierung.

Welche Rolle spielen Familien in der Obdachlosenstatistik?

Familien mit Kindern stellen eine wachsende und besonders gefährdete Gruppe dar, die häufig aufgrund von Armut, familiärer Gewalt oder dem Verlust des Arbeitsplatzes in prekäre Wohnverhältnisse gerät.

Wie unterscheidet sich die Obdachlosenhilfe in den USA von der in Deutschland?

Die Autorin stellt fest, dass in Deutschland durch das soziale Sicherungsnetz ein vergleichsweise stärkerer Schutz gegen vollständige Obdachlosigkeit existiert, während die US-Hilfe oft stärker durch private und religiöse Träger sowie strengere Auflagen geprägt ist.

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Résumé des informations

Titre
"There`s no place like home". Die Entwicklung, Ursachen und Dimensionen von Obdachlosigkeit in den Vereinigten Staaten von Amerika
Université
University of Applied Sciences Nuremberg  (Soziale Arbeit)
Note
1,7
Auteur
Eva Heidingsfelder (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
116
N° de catalogue
V308692
ISBN (ebook)
9783668071308
ISBN (Livre)
9783668071315
Langue
allemand
mots-clé
Obdachlosigkeit Wohnungslosenproblem USA Soziale Arbeit mit Obdachlosen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Eva Heidingsfelder (Auteur), 2006, "There`s no place like home". Die Entwicklung, Ursachen und Dimensionen von Obdachlosigkeit in den Vereinigten Staaten von Amerika, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/308692
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