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Freund oder Feind? Die Darstellung der Vietnamesen in Hollywoods Vietnamkriegsfilmen

Titre: Freund oder Feind? Die Darstellung der Vietnamesen in Hollywoods Vietnamkriegsfilmen

Dossier / Travail , 2013 , 25 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Nejla Demirkaya (Auteur)

Histoire de l'Allemagne - Après-guerre, La Guerre froide
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Résumé Extrait Résumé des informations

Anhand einer Auswahl exemplarischer Vietnamfilme soll in dieser Hausarbeit im Hinblick auf ihren historischen Kontext die Darstellung der Vietnamesen beschrieben und analysiert werden.

Das Medium Spielfilm ist besonders geeignet, „vorhandene Ängste, kollektive Bedürfnisse und Phantasien“ einer Gesellschaft zu reflektieren, zu verarbeiten und sogar zu beeinflussen. Bekanntermaßen bieten gerade Feindbilder eine hervorragende Projektionsfläche für die Ängste und Aggressionen einer Gesellschaft. Inwiefern könnte sich also in Hollywoods Vietnamfilmen die US-amerikanische Grundhaltung zum Vietnamkrieg in der Darstellung der Vietnamesen niedergeschlagen haben?

Interessant ist dabei die Frage, ob zwischen Freund und Feind, also z.B. unter Mitgliedern der Nordvietnamesischen Armee (NVA) sowie des Vietcong (VC) und Zivilisten klar unterschieden wurde. Dass dies in der Realität des Krieges nicht der Fall war, ist hinlänglich bekannt. Da der Kriegsfilm ungeachtet seiner ideologischen Stellung allgemein ein eher „maskulines“ Genre ist, wäre zudem der Blick auf die vietnamesische Frau möglicherweise besonders erhellend: Bestehen Unterschiede in der Repräsentation männlicher und weiblicher Vietnamesen und wenn ja, worin könnten sie begründet sein?
Die analysierten Filme sind "The Green Berets", "Rambo: First Blood Part II", "The Deer Hunter", "Apocalypse Now", "Platoon", "Full Metal Jacket" und "Good Morning Vietnam".

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Machwerke der Propaganda: „The Green Berets“ und „Rambo: First Blood Part II“

2.1. Geschichtlicher Hintergrund

2.2. Cowboys vs. Indians: The Green Berets (1968)

2.3. Die Hierarchie des Verbrechertums: Rambo: First Blood Part II (1985)

3. Die Filme der Carter-Ära: „The Deer Hunter“ und „Apocalypse Now“

3.1. Geschichtlicher Hintergrund

3.2. Vom Täter zum Opfer: The Deer Hunter (1978)

3.3. Der Feind als „super-soldier“: Apocalypse Now (1979)

4. Das Ende der Reagan-Ära: „Platoon“, „Full Metal Jacket“ und „Good Morning, Vietnam“

4.1. Geschichtlicher Hintergrund

4.2. „...the enemy was in us“: Platoon (1986)

4.3. „Charlie“ als „Charlene“: Full Metal Jacket (1987)

4.4. Aus Freund wird Feind?: Good Morning, Vietnam (1987)

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht, inwiefern die Darstellung vietnamesischer Charaktere in einer Auswahl prägender Hollywood-Vietnamkriegsfilme die US-amerikanische Mentalität und das politische Klima der jeweiligen Ära widerspiegelt. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Unterscheidung zwischen Freund und Feind sowie auf die genderspezifische Repräsentation der Vietnamesen innerhalb dieser ideologisch aufgeladenen Filmgenres.

  • Die propagandistische Darstellung des Feindes in der Ära von John Wayne und Rambo.
  • Die Verschiebung der Perspektiven auf den Vietnamkrieg in den Filmen der Carter- und Reagan-Ära.
  • Die Analyse der "super-soldier"-Metaphorik und deren Funktion für das US-amerikanische Selbstbild.
  • Die gender- und rollenspezifische Charakterisierung vietnamesischer Frauen und Männer in US-Kriegsfilmen.
  • Die Reflexion über den Verlust der "moralischen Jungfräulichkeit" durch den Krieg gegen sich selbst.

Auszug aus dem Buch

3.3. Der Feind als „super-soldier“: Apocalypse Now (1979)

Trotz der Tatsache, dass „Apocalypse Now“ die „zweifellos wichtigste cineastische Erforschung“ des Vietnamkrieges darstellt, ist in diesem immerhin zweieinhalbstündigen Film kaum vietnamesische Präsenz auszumachen. Captain Willard beklagt, dass er mit jedem Tag, den er untätig in der Stadt verbleibt, schwächer wird, während „Charlie“ draußen im Dschungel an Stärke gewinnt. In dieser ersten Einstellung kündigt sich bereits Colonel Kurtz‘ Philosophie an: Die der Vietnamesen als „super-soldiers“ mit überlegenem Willen und deshalb überlegener Kraft im Kampf. Diese Überlegenheit bietet gleichsam eine zufriedenstellende Erklärung, weshalb der Krieg in einer Niederlage endete, und kommt damit dem verletzten patriotischen Stolz der US-Amerikaner entgegen.

Eines der folgenreichsten Zusammentreffen zwischen Willards Einheit und Einheimischen findet auf der Flussfahrt ins „Herz der Finsternis“ statt, während der sie eines Tages ein Fischerboot nach etwaigen versteckten Waffen durchsuchen wollen. Die Tochter der Fischersfamilie macht eine ruckartige Bewegung in Richtung eines abgedeckten Korbes, und der gerade siebzehnjährige Clean eröffnet im Drogentaumel, aber auch aus schierer Unsicherheit das Feuer. Am Ende ist die ganze Familie tot, die sich überdies als unschuldig erweist, als Chef einen kleinen Welpen aus dem Korb hervorholt. In dieser Schlüsselszene werden das Misstrauen gegenüber der einheimischen Bevölkerung, die Verwirrung und die Angst der Bootsbesatzung offenbar.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Forschungsfrage ein, ob Hollywood-Vietnamfilme die US-amerikanische Haltung zum Krieg durch die Darstellung der Vietnamesen reflektieren.

2. Machwerke der Propaganda: „The Green Berets“ und „Rambo: First Blood Part II“: Die Kapitel untersuchen die propagandistische Instrumentalisierung des Feindbildes zur Wiederherstellung von Patriotismus und zur Umdeutung der Niederlage.

3. Die Filme der Carter-Ära: „The Deer Hunter“ und „Apocalypse Now“: Dieses Kapitel analysiert, wie diese Produktionen erste Versuche unternehmen, das Vietnam-Trauma zu verarbeiten, dabei aber weiterhin rassistische Stereotype und Feindbilder bedienen.

4. Das Ende der Reagan-Ära: „Platoon“, „Full Metal Jacket“ und „Good Morning, Vietnam“: Hier wird untersucht, wie kritischere Filme der späten 80er Jahre zwar den Krieg psychologisch hinterfragen, dennoch aber primär die US-amerikanische Befindlichkeit thematisieren.

5. Schlussbetrachtung: Das Fazit resümiert, dass trotz inhaltlicher Unterschiede eine fast vollständige Absenz der vietnamesischen Perspektive besteht und die Vietnamesen meist nur als Randfiguren für amerikanische Projektionen dienen.

Schlüsselwörter

Vietnamkrieg, Hollywood, Spielfilm, Propaganda, Feindbild, US-amerikanische Mentalität, Rassismus, Geschlechterrollen, Vietnam-Syndrom, Super-Soldier, Darstellung, Identität, Kolonialismus, Kriegskultur, Medienanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie Hollywood-Spielfilme über den Vietnamkrieg vietnamesische Charaktere darstellen und was dies über die amerikanische Gesellschaft und deren Umgang mit dem Krieg aussagt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind Propaganda, die Konstruktion von Feindbildern, die Rolle des Vietnamkrieges im amerikanischen Selbstverständnis sowie die Repräsentation von Geschlechterrollen in diesen Filmen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Entwicklung der Darstellung Vietnamesen in Vietnamkriegsfilmen über einen Zeitraum von zwanzig Jahren aufzuzeigen und zu analysieren, wie diese als Projektionsfläche für amerikanische Ängste und Hoffnungen dienen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Es handelt sich um eine medienwissenschaftliche und kulturhistorische Filmanalyse, die Filme in ihrem historischen und politischen Kontext betrachtet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich chronologisch nach Filmepochen, von der frühen Propagandaphase (John Wayne, Rambo) über die traumatische Aufarbeitung (Carter-Ära) bis hin zur späteren, kritischeren Phase (Reagan-Ära).

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Feindbildkonstruktion, mediale Reflexion des Vietnamkrieges, ethnozentrische Darstellung und gesellschaftliche Identitätsfindung charakterisieren.

Welche Rolle spielt die "Super-Soldier"-Ideologie in diesen Filmen?

Sie dient als psychologisches Instrument, um die amerikanische Niederlage erträglicher zu machen, indem der Feind als übermenschlich ("super-soldier") dargestellt wird, gegen den man nur durch Verrat verlieren konnte.

Wie verändert sich die Darstellung von Frauen in den untersuchten Filmen?

Frauen werden primär durch das Stereotyp der Prostituierten oder der hilflosen Schönheit definiert, wobei die Heckenschützin in „Full Metal Jacket“ eine Ausnahme bildet, um die Kritik an der maskulinen Kriegsführung zu unterstreichen.

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Résumé des informations

Titre
Freund oder Feind? Die Darstellung der Vietnamesen in Hollywoods Vietnamkriegsfilmen
Université
University of Göttingen  (Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte)
Cours
Hollywood goes Vietnam. Der Vietnamkrieg im US-amerikanischen Spielfilm
Note
1,3
Auteur
Nejla Demirkaya (Auteur)
Année de publication
2013
Pages
25
N° de catalogue
V307610
ISBN (ebook)
9783668058446
ISBN (Livre)
9783668058453
Langue
allemand
mots-clé
Filmanalyse Vietnamkrieg Vietnamesen Darstellung Hollywoodfilm Ideologie NVA VC The Green Berets Rambo First Blood Part II The Deer Hunter Apocalypse Now Platoon Full Metal Jacket Good Morning Vietnam
Sécurité des produits
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Citation du texte
Nejla Demirkaya (Auteur), 2013, Freund oder Feind? Die Darstellung der Vietnamesen in Hollywoods Vietnamkriegsfilmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/307610
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Extrait de  25  pages
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