In den USA wurde unlängst die Gleichstellung und somit die Eheschließung von homosexuellen Paaren per Gesetz verabschiedet. Zur gleichen Zeit wurde zu dieser Thematik auch im deutschen Bundestag abgestimmt und sich gegen eine Gesetzesänderung ausgesprochen. Dies fand in den USA sowie auch in Deutschland auf rein politischer Ebene statt. In Irland wurde hingegen ein Volksreferendum einberufen, da man von einer rein politischen Entscheidung absehen wollte. Dabei sprach sich die Mehrheit der Bürger für die Ehe zwischen homosexuellen Paaren aus.
Aber in wieweit spiegelt ein solches Referendum die tatsächlichen Einstellungen der Menschen zu diesem Thema wieder? Aus einem Referendum geht nämlich nicht hervor, ob die Wähler abgestimmt haben, weil Homosexualität tatsächlich immer größere gesellschaftliche Akzeptanz erfährt, sie vorab durch politische Kampagnen beeinflusst oder tatsächlich von der Gleichstellung hetero- und homosexueller Menschen überzeugt sind.
Inhaltsverzeichnis (Table of Contents)
- Abstract
- 1. Einleitung
- 2. Einstellungen
- 2.1 Explizite Einstellungen
- 2.2 Implizite Einstellungen
- 2.3 Zentrale Erkenntnisse
- 3. Einstellung zum Thema Homosexualität
- 3.1 Homosexualität
- 3.2 Nutzen von impliziter Messung
- 3.3 Bisheriger Forschungsstand
- 4. Messmethodik
- 4.1 Auswahl der Messmethodik
- 4.2 Implizite Assoziationstest (IAT)
- 4.3 Der Implizite Assoziationstest zur Einstellungsmessung gegenüber Homosexualität
- 4.4 Ergebnisse und Statistische Auswertung
- 4.5 Kritik
- 5. Stellungnahme und Einschätzung zum zur Machbarkeit des Impliziten Assoziationstests
- 6. Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte (Objectives and Key Themes)
Diese Hausarbeit untersucht die unbewussten Einstellungen von Menschen zum Thema Homosexualität. Der Fokus liegt auf dem Impliziten Assoziationstest (IAT) als Methode zur Messung von impliziten Einstellungen. Ziel ist es, die Funktionsweise des IAT im Bezug auf Homosexualität zu erläutern und seine Eignung als Messinstrument zu beurteilen.
- Unterscheidung zwischen expliziten und impliziten Einstellungen
- Der Implizite Assoziationstest (IAT) als Messmethode für implizite Einstellungen
- Anwendung des IAT zur Messung von Einstellungen gegenüber Homosexualität
- Kritik und Limitationen des IAT
- Zusammenhang zwischen impliziten und expliziten Einstellungen in Bezug auf Homosexualität
Zusammenfassung der Kapitel (Chapter Summaries)
Die Einleitung führt in die Thematik der Einstellungen zum Thema Homosexualität ein und zeigt die Diskrepanz zwischen expliziten Einstellungen und tatsächlichem Verhalten auf. Kapitel 2 erläutert den Begriff der Einstellung und differenziert zwischen expliziten und impliziten Einstellungen. Kapitel 3 befasst sich mit der Einstellung zum Thema Homosexualität, beleuchtet die Geschichte der Homosexualität in Deutschland und den Nutzen von impliziten Messungen. In Kapitel 4 wird die Messmethodik des IAT vorgestellt und die Anwendung des Tests auf das Thema Homosexualität erklärt. Kapitel 5 widmet sich der Beurteilung des IAT hinsichtlich seiner Machbarkeit und der statistischen Auswertung der Ergebnisse. Der Abschluss der Arbeit findet im Fazit statt, in dem die Relevanz und die Grenzen des IAT zusammengefasst werden.
Schlüsselwörter (Keywords)
Implizite Assoziationstest, Homosexualität, Einstellungen, Messmethodik, soziale Erwünschtheit, implizite und explizite Einstellungen, Forschungsstand.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Implizite Assoziationstest (IAT)?
Der IAT ist eine psychologische Messmethode, die unbewusste (implizite) Einstellungen erfasst, indem sie die Reaktionsgeschwindigkeit bei der Zuordnung von Begriffen zu Kategorien misst.
Was ist der Unterschied zwischen expliziten und impliziten Einstellungen?
Explizite Einstellungen sind bewusst und können direkt (z. B. per Fragebogen) geäußert werden. Implizite Einstellungen sind unbewusst und oft immun gegen soziale Erwünschtheit.
Warum wird der IAT zur Untersuchung von Homosexualität genutzt?
Da das Thema gesellschaftlich sensibel ist, geben Menschen in Umfragen oft tolerantere Antworten (soziale Erwünschtheit). Der IAT kann hingegen tiefsitzende Vorurteile aufdecken.
Welche Kritik gibt es am IAT?
Kritiker hinterfragen oft die Validität und Verlässlichkeit der Ergebnisse, da Faktoren wie kognitive Fähigkeiten oder kulturelles Wissen die Reaktionszeiten beeinflussen können.
Was sagt der Forschungsstand über Einstellungen zu Homosexualität?
Studien zeigen häufig eine Diskrepanz: Während die explizite Akzeptanz in der Gesellschaft steigt, zeigen implizite Tests oft noch deutliche negative Assoziationen.
- Citar trabajo
- Johannes Barth (Autor), 2015, Indirekte Einstellungsmessung zur Homosexualität anhand des Impliziten Assoziationstests, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/305748